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Konferenz „Narrating and Constructing the Beach“, München (14.-16.06.2018)

Internationale und interdisziplinäre Konferenz „Narrating and Constructing the Beach“ | Amerikahaus München

Datum der Veranstaltung: 14.-16. Juni 2018 | Anmeldung: Erforderlich für die Keynote am 14. Juni 2018 unter www.tinyurl.com/TheSea

Die Klasse für Literatur der Graduiertenschule für Sprache und Literatur (LMU München) lädt Sie sehr herzlich zur internationalen und interdisziplinären Konferenz „Narrating and Constructing the Beach“ ein, die vom 14. bis zum 16. Juni im Amerikahaus München stattfinden wird.

Am Strand begegnen wir zentralen Fragen unserer Zeit: Von Migrationsbewegungen, postkolonialen Beziehungen und Massentourismus über Klimawandel und Umweltverschmutzung bis zu Gender- oder Burkini-Debatten werden zahlreiche Konflikte, Diskurse und Praktiken in diesem liminalen Raum manifest und finden dort ihren Kristallisationspunkt. Die internationale und interdisziplinäre Konferenz „Narrating and Constructing the Beach“ der Graduiertenschule Sprache & Literatur München (Klasse für Literatur) geht diesen nach und untersucht, wie die Erfahrung des Strandes und dessen komplexe Imaginationen in Kunst, Gesellschaft und Kultur konstruiert werden, aber auch, ob und wie ‚der Strand‘ poetologisch und ästhet  isch wirksam wird. Sie will zu einer systematischen Analyse der globalen Vielfalt des Strandes als einem eigenständigen (Grenz-)Phänomen sowohl in historischer Tiefe als auch in Hinblick auf aktuelle Diskurse beitragen.

KEYNOTES:

Michael T. Taussig (Columbia University New York): „The Disappearance of the Sea and its Phantasmatic Return“ (Do. 14. Juni, 19:00 Uhr).
Um Registrierung unter www.tinyurl.com/TheSea-Amerikahaus wird gebeten.

Virginia Richter (University of Bern): „Stranded. The Beach as Ultimate Destination“ (Fri. 15. Juni, 9:30 Uhr)

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Website: http://www.prolit.uni-muenchen.de/projekte/konferenz/

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47 E-Books für die AVL

avldigital.de

Liebe LeserInnen des avldigital BLOG,

der Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) stellt der komparatistischen Fachcommunity unter anderem ein E-Book-Paket des transcript-Verlags zur Verfügung. Dabei handelt es sich um literatur- und kulturwissenschaftliche Titel der letzten fünf Jahre, welche jährlich um aktuelle Bände ergänzt werden.

Jüngst wurden Titel für das Jahr 2018 hinzugefügt, sodass nun 47 E-Books unter http://avl.fid-lizenzen.de/ zur Verfügung stehen. Hier finden Sie eine vollständige Liste der verfügbaren E-Books.

Die E-Books werden im Rahmen der DFG-Förderlinie Fachinformationsdienste für die Wissenschaft einem exklusiven Nutzerkreis zur Verfügung gestellt. Falls Sie dem Nutzerkreis angehören und auf die E-Books zugreifen wollen, folgen Sie einfach dieser Anleitung. Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne für zusätzliche Informationen!

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CfP für „Spiel|Formen“, multidisziplinäre Online-Zeitschrift für Play & Game Studies mit dem Thema „Anfänge“ (01.06.2018)

Call for Papers für „Spiel|Formen“, multidisziplinäre Online-Zeitschrift für Play & Game Studies

Deadline Abstract: 01. Juni 2018 | Erscheinungsdatum: Ende September 2018

CfP für „Spiel|Formen“, multidisziplinäre Online-Zeitschrift für Play & Game Studies

– „Anfänge“ –

Mit dem vorliegenden CfP startet die Herausgabe der multidisziplinär ausgerichteten Online-Zeitschrift zum Themenfeld Play & Game Studies „Spiel|Formen“. Das Journal wird herausgegeben von der GamesCoop, einer Siegener Forschungsinitiative, die sich mit Phänomenen der Spielkultur befasst. Dabei geht es nicht nur um konkrete historische und gegenwärtige Spielformen sowie die damit verbundenen Spielpraktiken. In der Auseinandersetzung mit Aspekten des Spielerischen, wie Playfulness, Transmedialität, Ludo-Narrative etc., werden auch philosophische Implikationen des Spiels im weiteren Sinne beleuchtet. „Spiel|Formen“ ist am medienwissenschaftlichen Seminar der Universität Siegen angesiedelt. Es greift nicht nur auf spezifische Ansätze der Game Studies, der Ludologie  und der Narratologie, sondern explizit auf das breite Spektrum medien- und kulturwissenschaftlicher Forschung sowie auf angrenzende Felder wie Human Computer Interaction, Pädagogik, Bild-, Kunst-, Film- und Theaterwissenschaft, Designwissenschaften und andere zurück.

Es handelt sich um ein multidisziplinäres Online-Journal auf Peer Review-Basis, in dem deutsche und englische Beiträge publiziert werden. Ein interdisziplinär und international besetztes Editorial/Advisory Board unterstützt die GamesCoop bei der Herausgeberschaft. Das Journal erscheint jährlich sowohl mit jeweils einem Schwerpunktthema (CfP) als auch mit einer begrenzten Anzahl freier Beiträge. Darüber hinaus sind Rubriken für Interviews, Tagungs- und Werkstattberichte, Positionspapiere, Rezensionen, Fundstücke & Kuriosa etc. vorgesehen, die auch unabhängig vom jeweils aktuellen CfP eingereicht werden können.

Das Journal wird von einer Website begleitet werden. Weitere Angaben zu Hintergrund und Konzept können bei der GamesCoop unter redaktion@spielformen.net erfragt werden.

Zum aktuellen CfP:

Das Thema der ersten Ausgabe lautet „Anfänge“. Anfänge des Spiels, Anfänge im Spiel, Anfänge in der Spielforschung.

Als elementares Moment von Kultur kennt Spiel zwar keinen eindeutigen „Anfang“, allerdings lohnt sich der historiografische Blick auf Anfänge und Ursprünge von konkreten Erscheinungsweisen, Genres, Stilen und Formen. So ist z.B. die Entstehung des Computerspiels bereits relativ gut dokumentiert, bietet aber durchaus die eine oder andere Geschichte, die noch nicht erforscht ist, etwa die Einflüsse verschiedener Computerspielkulturen über Ländergrenzen hinweg.

Da Spiel meist Fähigkeiten misst, die es zunächst zu erlangen gilt, muss der Weg ins Spiel geebnet werden. In diesem Sinne sind Medien wie das Tutorial des Computerspiels oder das Regelbuch des analogen Spiels auch als „Anfänge“ zu verstehen.

Die Ausgangsposition ist in Spielen extrem entscheidend: Schon beim Schach wurde der Vorteil des ersten Zuges breit diskutiert, in Computerspielen sind solche sportlichen und taktischen Erwägungen ebenfalls zu finden.

Auch der initiale Informationsstand kann stark variieren: Am Anfang kann die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen, das Erkunden von Spielwelt und -Mechanik dementsprechend eine zentrale Spielhandlung darstellen. Andere Spiele breiten den gesamten Spielraum sowie sämtliche Handlungsmöglichkeiten vor den SpielerInnen aus – oftmals gilt es dann, die Kontrolle über das bekannte Gebiet zu erlangen.

Anfänge sind in Spielen nicht nur auf der formalen Ebene relevant, sondern werden auch inhaltlich verhandelt. Sie kommunizieren Gründungsmythen in Rollenspielen, verbinden Computerspiele mit geschichtlichen Themen, ordnen Franchises durch Prequels und Reboots. Spiele können über eine Dramaturgie mit Anfang, Mitte und Ende (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge) verfügen, sie können aber auch in ihrer zirkulären Form immer wieder an ihren (narrativen) Anfang zurückführen.

Auch die Video Game Studies kehren immer wieder gerne zu ihren gut dokumentierten Anfängen in der Ludologie-Narratologie-Debatte zurück. Die Anfänge der früheren wissenschaftlichen Beschäftigung mit analogen Spielen zwischen philosophischen Proklamationen und historischen Artefakt-Analysen sind hingegen noch umfassender zu erschließen.

Abstracts (Umfang: 2000 Zeichen) für Beiträge können bis zum  01.06.2018 unter der Adresse redaktion@spielformen.net eingereicht werden. Die fertigen Artikel sollen eine Gesamtlänge von 30.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Die Publikation der ersten Ausgabe wird Ende September 2018 erfolgen.

via H-Germanistik

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Festival „raus mit der sprache – Highlights der konkreten, visuellen und Lautpoesie“ & Kolloquium „Arrièregarden. Die konkrete Poesie zur Wiedervorlage“, Berlin (24.-31.05.2018)

Festival „raus mit der sprache – Highlights der konkreten, visuellen und Lautpoesie, Berlin“ & Kolloquium „Arrièregarden. Die konkrete Poesie zur Wiedervorlage“ | Haus für Poesie, Berlin; Akademie der Künste Berlin

Datum der Veranstaltung: 24.–31. Mai 2018

Berliner Galerien und Sammlungen präsentieren im Rahmen des 19. poesiefestival berlin ihre Highlights der konkreten, visuellen und Lautpoesie. In Ausstellungen, Lesungen und Führungen sind sowohl Klassiker des Genres zu entdecken, die bereits Medienkunst waren, als es diesen Begriff noch nicht einmal gab, als auch zeitgenössische Positionen, die das Gespräch mit den Vorläufern suchen und neue Akzente im Umgang mit Sprache, Schrift, Klang und Medien setzen. Mit dabei sind die Broken Dimanche Press, die Galerie Edition Block, die Galerie Manière Noire, die Galerie BQ, das Atelier Friederike Feldmann, der Studiensaal der Kunstbibliothek sowie das Archiv und das Studio für elektroakustische Musik der Akademie der Künste.

In diesem Rahmen findet am Sonntag, 27.5.2018, 11-14 Uhr, in der Akademie der Künste Berlin (Hanseatenweg) auch das Kolloquium „Arrièregarden. Die konkrete Poesie zur Wiedervorlage“ statt.

Lange für tot erklärt, erfährt die konkrete Poesie ein überraschendes Revival. Vergessene Positionen werden wiederentdeckt, das Erbe wird neu kartiert. Zugleich ist die Arbeit mit dem konkreten Material der Dichtung – der Sprache, den Zeichen, der Schrift, dem Bild, dem Klang – in der Ära der Nullen und Einsen aktueller denn je. Im Grenzbereich zwischen Literatur, Kunst, Musik und Maschine sondiert die junge Generation die Avantgarde und entwickelt sie unter den heutigen politischen und medialen Bedingungen weiter. Was hat uns die konkrete Poesie zu sagen, welches kritische Potenzial entfaltet sie?

Mit Hannes Bajohr | Derek Beaulieu | Andreas Bülhoff | Annette Gilbert | Eugen Gomringer | Karl Holmqvist | Michael Lentz | Thomas Thiel | Georg Witte

Ausführliches Programm unter https://www.haus-fuer-poesie.org/de/poesiefestival-berlin/rausmitdersprachehighlightsderkonkretenvisuellenundlautpoesie/. Flyer zum Download: http://www.haus-fuer-poesie.org/index.php/download_file/view/7374/

Organisation: Haus für Poesie, Berlin und Annette Gilbert, FAU Erlangen
Kontakt: PD Dr. Annette Gilbert, FAU Erlangen, Dept. Germanistik & Komparatistik

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CfP für das Forschungsprojekt und Webportal „Polyphonie. Mehrsprachigkeit_Kreativität_Schreiben“ (01.06.2018)

Call for Papers für das Forschungsprojekt und Webportal „Polyphonie. Mehrsprachigkeit_Kreativität_Schreiben“

Deadline Abstract: 01. Juni 2018 | Annahmebestätigung: 15. Juni 2018
Deadline Beitrag: 15. Oktober 2018

Die Herausgeberinnen Beate Baumann (Universität Catania), Michaela Bürger-Koftis (Universität  Genua) und Sandra Vlasta (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) laden zur Einsendung von Beiträgen für das mehrsprachige Webportal Polyphonie. Mehrsprachigkeit_Kreativität_Schreiben (http://www.polyphonie.at, ISSN 2304-7607) ein.

Dieses internationale Forschungsprojekt und Webportal untersucht die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Mehrsprachigkeit und Kreativität im Schreiben systematisch und aus interdisziplinärer Perspektive. Das Projekt setzt sich zum Ziel, den mehr oder weniger stringenten Zusammenhang von individueller oder gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit und Kreativität im Allgemeinen bzw. Literarischer Kreativität im Besonderen zu erforschen.

Auf der Publikationsplattform des Webportals werden Beiträge zu den Bereichen Biographieforschung, Mehrsprachigkeit, Neurolinguistik, Angewandte Linguistik, Translationswissenschaften, Literaturwissenschaft, Komparatistische Forschung, Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie Mehrsprachigkeitsdidaktik veröffentlicht. Neue Beiträge erscheinen zweimal jährlich, die Publikationsplattform wird jeweils im Juni und im Dezember aktualisiert.

Erbeten werden Vorschläge für Beiträge für die Dezember-Ausgabe 2018. Die Beiträge sollen dem Forschungsschwerpunkt des Webportals sowie einem der Forschungsbereiche entsprechen. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge in Form eines Abstracts (500 Wörter) zusammen mit einer Kontaktinformation und einer akademischen Kurzbiografie an die HerausgeberInnen (webportalpolyphonie@gmail.com). Beiträge sind sowohl auf Deutsch, Englisch und Italienisch willkommen!

Der Beitrag selbst sollte einen Umfang von etwa 7.000 Wörtern haben und durch eine nicht mehr als 100 Wörter lange Kurzfassung (Abstract) auf Englisch eingeleitet werden.

Abgabetermin für Abstracts: 1. Juni 2018

Zu- oder Absage seitens der Herausgeberinnen: 15. Juni 2018

Abgabetermin für die fertigen Beiträge:  15. Oktober 2018

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CfP: „‘Folk Belief’ and ‘The Supernatural in Literature and Film’“, Svaneti & Tbilisi (30.09.2018)

Call for Papers für die Konferenz „‘Folk Belief’ and ‘The Supernatural in Literature and Film’“ | Svaneti & Tbilisi, Georgia

Deadline Abstract: 30. September 2018 |  Anmeldefrist: 30. November 2018
Datum der Veranstaltung: 24. September -02. Oktober 2019

Why are some places especially prone to associations with the supernatural? Might it be because of liminal geographies, of the complex histories of ancient human landscapes, of fear about what lurks in the darkness? Are communities’ beliefs shaped by the environments in which they live, or does the recurrence of certain belief across environmental and geographic divides suggest that place is ultimately irrelevant? When we read a book or watch a film with supernatural themes, is the setting just window dressing, or can the mountains, the palaces, the forests, the skyscrapers be characters in their own right?

Previous conferences in this series have been held on remote islands (Shetland’s North Isles, 2014), in a hyper-dense city-state (Macau, 2015), and in the polar night (Svalbard, 2017). In 2019, the conference will go farther and higher than ever before, venturing up into the wild mountain valleys of and ancient cities of Georgia, a country at the crossroads of East and West.

This conference considers the themes of 1) folk belief, legends, and vernacular religion and 2) the supernatural in literature and film. We will combine academic presentations with explorations of communities in Georgia’s Svaneti and Tbilisi regions. Special emphasis will be given to the question of the role that ‘place’ plays in the conceptions of the supernatural: from folk narratives to local religious traditions; from the monsters, fairies, and witches of cinema to the miraculous in literature. Could these tales and customs occur just about anywhere? Or do they take place in the just the place they need to be?    

How to make attend and make a presentation.

Presentations are welcome on all aspects of of either folk belief or the supernatural in literature and film, though we encourage delegates to address the theme of the role of place in conceptions of the supernatural. Presentations last 15 minutes and will be followed by around 5 minutes’ question time. Note that, due to the ‘remote’ location of the conference, audio-visual aids will not be available for presentations.

The first deadline for abstracts is 30 September 2018. (Later abstracts may be accepted if there is room available at the conference, but people who submit an abstract prior to the deadline will have the first opportunity to reserve a spot and to take advantage of the early registration rate.) You can submit your abstract here. The deadline for early registration is 30 November 2018.

If you have any questions, please e-mail convenor Sally Campbell Galman (sally@educ.umass.edu).


via ESCL (Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstaltung).

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CfP: „Dissensus in the Postcolonial Anglophone World: History, Politics, and Aesthetics“, Lille (30.06.2018)

Call for Papers für die internationale Konferenz „Dissensus in the Postcolonial Anglophone World: History, Politics, and Aesthetics“ | Université de Lille

Deadline Abstract: 30. Juni 2018 | Annahmebestätigung: 20. Juli 2018
Datum der Veranstaltung: 31. Januar -01. Februar 2019

The first international conference under the aegis of the French Society for Commonwealth and Postcolonial Studies (the SEPC), and supported by the Institut Universitaire de France and the laboratory CECILLE (EA 4074), will take place at the Université de Lille SHS on January 31st and February 1st 2019.

“Sustained as they have been by a common rejection of the state, what can be the space for alternative cultural forms in a peace that is to be regulated everywhere by state institutions?” This question, asked by David Lloyd at the end of his book Ireland After History (Lloyd 107), is the point of departure for this conference which aims to investigate the history, politics, and aesthetic works within postcolonial states which were former British colonies and which have witnessed, at various historical moments, a move towards “alternative cultural forms”, but also alternative political forms. Decolonisation and the postcolonial period, although experienced differently in various states, might be said to be paradoxically characterised both by political turmoil and innovative creativity on the one hand and, on the other, by a streamlining of culture, particularly literary production and historical and political discourse, in favour of consensus. The period loosely referred to here is that which precedes and follows on from insurgency and militancy, regime change and ostensible reconciliation, in other words, that period of the mid to late twentieth and early twenty-first centuries marked by decolonisation – or lack thereof –, territorial conflict, transnational and indigenous resistance, and transformative justice, although discussion of earlier historical moments are also of course welcome.

This streamlining of discourse and cultural productions in the service of a fragile peace, reconciliation, or politically expedient consensus has been noted by several critics. Neil Lazarus for instance evokes the “relatively little attempt to suggest that not all forms of nationalist discourse are reducible to the statist master-discourse – indeed that some of the most adamantine and far-reaching resistance to the violence and repressiveness of the postcolonial state has been undertaken precisely in the name of alternative nationalisms, of different national imaginings” (Lazarus 2011, 70). Benita Parry, for her part, from very early on after the demise of apartheid called attention to the ways in which post-apartheid discourse in South Africa morphed into a narrative which has attempted to write out of existence any dissonance with the Rainbow Nation idea which has had such currency: “Concerned to narrate the new nation and rewrite the colonial past as one of cooperation and transculturation, this genre of reconciliation historiography, which significantly emerged in the 1990s, foregrounds a South African past of congruence, social assimilation and cultural osmosis, hence necessarily fostering forgetfulness of separation, exclusion and repression, and occluding the counter-memories of overt and hidden traditions of resistance” (Parry 2004, 191). In response to these tendencies, Ghassan Hage calls for a politics of transformation against a destructive global order marked by the destruction of the individual and non-human environment, for alternative modes of thinking and experiencing otherness (Hage 2015). The manifestation of Indigeneity in Australia, Canada or New Zealand through the frame of ecocritical discourse takes place through the understanding and combining of Indigenous and non-Indigenous sensibilities, through the geographic, social and spiritual environments, interrogating the relation between nature and subjectivity, between aesthetics and environmental consciousness (Glotfelty 1996). Cheryll Glotfelty’s ecocritical approach resonates with Marcia Langton’s claim that “the Aboriginal attachment to places inherited from many generations of ancestors and shaped by kinship, descent, culture and religion, does not preclude settlers from engaging with the land” (Langton 2003). The importance of documenting, reappraising, and re-imagining counter-histories of (post)colonial, queer, and feminist resistance, moments of rupture in the sensible order, has also been underlined by Sara Ahmed, in particular in WillfulSubjects. In this “willfulness archive”, she reflects, among other things, on how becoming “a subordinate part of a whole can require giving up a will other than the will of the whole” (Ahmed 2014, 140), in other words, on the tension between consensus and dissensus.

Taking their cue from the writings of Jacques Rancière, the conference organisers invite proposals on dissensus in Anglophone postcolonial countries in order “to think the lines according to which boundaries and passages are constructed, according to which they are conceivable and modifiable” (Rancière 218). Countering consensus, which for Rancière “designates a mode for representing an overall solidarity between conflicting interests” (ibid 106), this conference will address and investigate historical moments, political movements and power struggles (some of which are still ongoing), as well as artistic productions (art, literature, photography, film) which provoke dissensus, that is to say “the manifestation of a gap in the sensible itself”, the very “essence of politics” (ibid 38). If for Rancière the “essential work of politics is the configuration of its own space”, “to make the world of its subjects and its operations seen” (ibid 37), then it is quite possible to view postcolonial and decolonial struggles as having done/doing precisely that. Proposals for papers which consider the margins of history and political struggle in these countries are therefore particularly welcome, as are proposals which consider the ways in which aesthetics and politics are intimately linked. Broadening out from these questions, one might also consider the ways in which literature and the arts in postcolonial states inscribe rupture, dissonance, and reconfiguration within their aesthetics. Possible topics or approaches may include ecocriticism, queer and or feminist politics and poetics, militancy, political science, history, or performance.

Scholars working in the fields of history, politics, sociology, anthropology, critical race studies, literature, and the visual arts should feel welcome to submit proposals of 250 words to Salhia Ben Messahel (salhia.benmessahel@univ-lille3.fr) and Fiona McCann (mccannfiona@gmail.com) before June 30th 2018. Notification of acceptance will be given by July 20th 2018.

Bibliography

Ahmed, Sara. Willful Subjects. Durham and London: Duke University Press, 2014.

Garrard, Greg (ed.). The Oxford Handbook of Ecocriticism. Oxford: OUP, 2014.

Glotfelty, Cheryll & Harold Fromm. The Ecocriticism Reader. Athens: The University of Georgia Press, 1996.

Hage, Ghassan. Alter-politics. Critical anthropology and the Radical Imagination.  Melbourne: Melbourne University Press, 2015.

Huggan, Graham & Helen Tiffin. Postcolonial Ecocriticism. Literature, Animals, Environment. 2010. London & New York: Routledge, 2015.

Langton, Marcia. “Whitefella Jump Up”, Correspondance, Quaterly Essay, Issue 12, 2003, Black Inc, p. 80.

Lazarus, Neil. The Postcolonial Unconscious. Cambridge: CUP, 2011.

Lloyd, David. Ireland After History. South Bend: University of Notre Dame Press, 1999.

Parry, Benita. Postcolonial Studies: A Materialist Critique. London: Routledge, 2004.

Rancière, Jacques. Dissensus. 2010. Translation Stephen Corcoran. London: Bloomsbury, 2013.

Scientific committee: Estelle Castro-Koshy (James Cook University), Leo Courbot (Université de Lille SHS), Florence D’Souza (Université de Lille SHS), Hélène Lecossois (Université de Lille SHS), Christine Lorre-Johnston (Université Sorbonne Nouvelle), Alexandra Poulain (Université Sorbonne Nouvelle), Alexis Tadié (Université Paris Sorbonne), Kerry-Jame Wallart (Université Paris Sorbonne)

via ESCL

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CfP: „The Circulation of Shakespeare’s Plays in Europe’s Borderland“, Bukarest (15.06.2018)

Call for Papers für die internationale Konferenz „The Circulation of Shakespeare’s Plays in Europe’s Borderland“ | University of Bucharest

Deadline Abstract: 15. Juni 2018 | Datum der Veranstaltung: 08.-09. November 2018

KEYNOTE SPEAKERS:
Prof. RUI CARVALHO HOMEMUniversity of Porto
Prof. ALEXANDER SHURBANOV, University of Sofia

The Circulation of Shakespeare’s Plays in Europe’s Borderland” International Conference invites scholars to engage in re-thinking and re-defining the idea of Europe’s borderlands (the Western and the Eastern ones) and of Shakespeare’s travel to these two cultural spaces in three different periods:

a) the early circulation (the 18th and 19th century) of  already mediated texts that had a history of  translation or re-writing in major European cultural spaces;

b) the circulation of Shakespeare texts (translations, adaptations and critical texts) and/or performances during the Cold War, across or behind the infamous Iron Curtain;

c) the 21st century negotiations of a globally “reformatted” Shakespeare and the re-localization of his texts in new projects of re-writing his plays.

We believe that exploring the role of Shakespeare re-writings as a catalyst of exchanges as well as of transformations in these two borderland regions of Europe can lead to exciting discussions on possible similarities and differences in the reception and re-writing of Shakespeare as well as on the re-thinking of the very term “borderland”.

We invite contributions focusing on, yet not limited to, the following aspects:

  • What cultural transfers were promoted by the circulation of indirect translations (from French or German) of Shakespeare in the 18th-19th centuries?
  • What negotiations were possible in the socialist period when Moscow set itself up as the political and cultural center, while translators and critics/teachers still looked at Paris or London for models?
  • What cultural exchanges does the ongoing re-translation of Shakespeare’s plays perform in the context of the global-local articulation?
  • How does the content of Shakespeare’s works change when travelling across media, do they contest or re-enforce the canonical status of the bard and what are the political implications of these adaptations and repurposings for the two borderlands?
  • What are the continuities in the approaches towards Shakespeare in education and what discontinuities have the new digital age and the penetration of the logic of the marketplace in school introduced in Romania and the “borderland region”?
  • What critical/ideological framework has the teaching of Shakespeare been designed to promote?
  • How can the global-local negotiation in the teaching of Shakespeare adaptations promote students’ critical thinking rather than passive consumerism?


Submission guidelines:

250-300 word abstracts for papers to be presented at the conference should be sent by 15 June 2018. Together with the abstract and the title of the paper, prospective participants are invited to send a brief (100-word) bio stating their name, institutional affiliation, research interests, e-mail, telephone number and relevant academic output.

  • Conference presentations should be in English and will be allocated 20 minutes each, plus 10 minutes for discussion.
  • Both abstracts and bios should be sent to the following e-mail address: shakespeare.borderland@gmail.com

 

Conference organizers:

Prof. Mădălina Nicolaescu (University of Bucharest),
Dr. Oana-Alis Zaharia (University of Bucharest)
Dr. Andrei Nae (University of Bucharest)
PhD. student Irina Spătaru (University of Bucharest)

This conference is organized as part of the UEFISCDI-funded research project, The Circulation of Shakespeare’s Texts in the South-Eastern Border, no. 1/2017, PN-III-P4-ID-PCE-2016

via ESCL

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Ausschreibung: PhD Position, Department of Language and Literature, Trondheim, (Bewerbungsschluss: 27.05.2018)

The Norwegian University of Science and Technology (NTNU, Trondheim) offers a full-time fully funded 4-yeah PhD position within the European Studies group at the Department of Historical Studies, Faculty of Humanities. The PhD-Position is part of the interdisciplinary project Trondheim Analytica and includes three years of research and one year of work for the department.

The project will be anchored in the Division of Literature and Cultural History. Research within de Division of Literature explores a wide variety of topics from many different cultures and eras. The Division includes specialists working on Nordic, German, French, English (British and American), and Spanish literature, as well as literary theory. Research within cultural history emphasizes European political history – particularly British – as well as the history of the European Union. There is a focus on economic, social, and cultural themes, as well as the history of ideas and politics. The candidate will also be able to enter into fruitful discussions with the European Studies research group on Trust in European Governance at the History Department and will benefit from co-supervision in the Department of Computer Science. For more information see: https://www.ntnu.edu/isl/research

This call for applications invites project proposals that elaborate the theme described below. A description of the research project and a short overview of the tasks of this PhD position is available upon request from the project coordinator (pieter.dewilde@ntnu.no).

Emotion and Identity in Politics on Social Media
This PhD project seeks to answer the research question: how do political issues become emotionally meaningful for people on social media? Existing research on political movements as well as on social media tends to focus on the level of groups and networks. But movements are made up of individual actors who have to find the questions at hand important. In line with the overall aims of Trondheim Analytica, this PhD project shifts the attention to these individual users of social media. It seeks to explain democratic engagement by considering the role of emotions, stories, and identities. What is it that makes some questions relevant on a personal level? Storytelling is related to questions of identity and is vital for the creation and sustenance of political movements on social media. So are some stories more engaging than others? Do people make connections between their own life stories and the narratives promoted by politicians, activists, and organisations?

As case studies, the project may examine citizen attitudes to the EU, specifically the social media debate preceding the Brexit referendum and more or less successful campaigns aimed at fostering European identity. Through a framework that takes into account the dialogue between individual and collective narratives and the emotional side of politics, the project should seek to explain the relative success and failure of such campaigns. The candidate may use these findings to develop guidelines for constructive democratic engagement.

The main supervisor will be associate professor Astrid Rasch from the English section, the secondary supervisor will be Professor Jon Atle Gulla from the Department of Computer Science. The PhD candidate will also collaborate with the other project members of Trondheim Analytica.

Qualifications
The successful applicant must hold an MA degree in a relevant area: Media Studies, English, Communication History, Anthropology, Cultural Studies or related discipline by the time the project starts. They should have strong proficiency in English and in the study of culture and discourse. Knowledge about social media, public opinion on European integration, computer programming and/or data collection will be considered of added value.

To be accepted to a PhD-programme at NTNU, you must have:

  • Completed at least five years of higher education that includes a master’s degree or other equivalent degree.
  • a strong academic record and a weighted average for the last two years of your master’s degree equivalent to a B or higher in NTNU’s grading scale.

Candidates who are currently finishing the MA/MSc may apply, provided they have completed their degree before taking up the position.

PhD study at NTNU is organized in PhD programmes. Within 3 months after appointing the successful PhD scholarship holder, he/she must apply for admission to the relevant PhD programme at the Faulty of Humanities. For further information please see https://www.ntnu.edu/hf/research/phd

Application
The application and the project proposal must be written in English. Educational certificates and other documents should be in English or in a Scandinavian language.

The application and attachments must be sent electronically through the website Jobbnorge (http://www.jobbnorge.no/), and be marked with the file number for the postion HF 18-019.

Complete applications include:

  • a letter of motivation
  • a project proposal of up to 1.200 words outlining in further detail how the project will be carried out.
  • a full CV
  • up to two letters of recommendation

Applicants that are considered for the position will be asked for references and called in for an interview. Applications that are not sent through Jobbnorge and/or are sent after the application deadline will not be taken into consideration.

Terms and benefits
The positon is remunerated according to salary level 50 in the national salary scheme, gross NOK 436.900,- annually, of which 2 per cent is deducted for the State Pension scheme.

The appointment will be made in accordance with the regulations for fellowship appointments at universities, and with regulations concerning State Employees and Civil Servants. A contract will be drawn up detailing the period of appointment and required duties.

Desired starting date is 1 August 2018.

The successful applicant’s work place will be at the Department of Language and Literature. Primary residency in Trondheim is a prerequisite. Women are encouraged to apply.

It is a major political objective to achieve a balance of age and gender in the national labor force and to recruit persons with a diverse background. Candidates who fit the latter description are encouraged to apply.

For further information:
To receive a full description of the research project, please contact Pieter de Wilde (pieter.dewilde@ntnu.no). Any other inquiries concerning the post should also be directed to him or to main supervisor Astrid Rasch (astrid.rasch@ntnu.no).

Questions about the application process can be directed to administrative consultant Hege Kissten; hege.kissten@ntnu.no

For more information about the project Trondheim Analytica, please see:  Trondheim Analytica

Application deadline: May 27th 2018

About this job

  • Deadline Sunday, May 27, 2018
  • Employer NTNU – Norwegian University of Science and Technology
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  • Jobbnorge ID 151157
  • InternalID 2018/11661
  • Scope Fulltime
  • Duration Temporary

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CfP: „Text und Bild in der jüdischen Literatur / Text and Image in Jewish Literature“, Zürich (31.05.2018)

Call for Papers für die internationale Konferenz „Text und Bild in der jüdischen Literatur / Text and Image in Jewish Literature“ | ETH Zürich

Deadline Abstract: 31. Mai 2018 | Datum der Veranstaltung: 26.-28. November 2018

Die Gesellschaft für europäisch-jüdische Literaturstudien (EJLS) veranstaltet in Kooperation mit der Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft der ETH Zürich eine internationale Konferenz zum Thema „Text und Bild in der jüdischen Literatur“. Die Konferenz wird vom 26.-28. November 2018 an der ETH Zürich stattfinden. Tagungsleiter ist Prof. Dr. Andreas B. Kilcher. Es ist die siebte Konferenz der EJLS.

Einer kanonischen Vorstellung nach ist die jüdische eine Kultur der Schrift, während in ihr das Bild eine untergeordnete, wenn nicht gar negative Rolle spielt. Das wird zum einen mit dem biblischen theologischen Bilderverbot begründet, wonach – archetypisch gegen die „ägyptische Idolatrie“ gewendet – Gott als erhaben, undarstellbar, unabbildbar gilt. Zum anderen wurde die jüdische Kultur durch die immer neue historische Diasporaerfahrung zu einer Kultur der Literatur, deren eigentliche „Heimat“ das „portative Vaterland“ (Heine) des Buches ist. Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese theologisch wie historisch begründete Konkurrenz der beiden Medien von Schrift und Bild auf diese Weise für das Judentum nicht vorschnell behauptet bzw. generalisiert wird, ob sie nicht vielmehr zu differenzieren und zu revidieren ist. Die Frage ist zum einen, ob das Bild als solches nicht doch eine grössere und positive Bedeutung in der jüdischen Kultur hat, eine eigene Dignität an der Seite der Schrift. Zu fragen ist zum zweiten aber vor allem auch, ob diese Medien-Dichotomie nicht grundsätzlich falsch ist, ob mithin Schrift und Bild nicht vielmehr eng aufeinander bezogen und in einander verwoben sind.
Diese Fragen sollen auf der Tagung nicht nur allgemein, kultur- wie ästhetik-theoretisch gestellt werden, sondern insbesondere auch am historischen Beispielfeld der modernen jüdischen Literatur und Kultur. Dabei geht es weniger um die historische These, dass in der Moderne die theologische Begründung des Bilderverbots an Geltung verlor bzw. in der Aufklärung zu einer philosophischen Kritik der „Idolatrie“ umgedeutet wurde. Vielmehr geht es um eine grundsätzliche systematische Öffnung der Literatur für das Bild und vice versa des Bildes für die Schrift. Dass die jüdische Literatur – prototypisch schon in den Salomonischen Gleichnissen – Bilder sprachlich beschreibt und den abstrakten Text dergestalt verbildlicht, kann dafür eine Ausgangslage sein. Doch nicht nur um imaginäre Schriftbilder wie Parabeln und Metaphern soll es gehen, sondern auch um die Konstellation der materialen Medien von Schrift und Bild, von Literatur und Kunst.

Wenn wir diese systematische Ausgangsalge sodann mit einer historischen These verbinden wollen, so lässt sich immerhin so viel sagen, dass dieses Verhältnis in der Moderne durch den Autoritätsverlust des Bilderverbots zumindest entspannter geworden ist. Daher u.a. auch der Akzent auf diese Epoche. Dennoch soll auch ins Bewusstsein gerückt werden, dass es auch eine emphatische vormoderne Bildkultur mitten in der jüdischen Schriftkultur gibt, konkret in der reichen Praxis der Kalligraphie und Handschriftenillumination. Beispiele dafür finden sich – neben der Haggada – insbesondere in der magischen und kabbalistischen Literatur, in der Schrift und Buchstaben auch als Bilder eine besondere Bedeutung erhalten. Auf Amuletten, wie sie u.a. im Chassidismus bis weit ins 19. Jahrhundert hergestellt wurden, ist die Kontextur von Schrift und Bild aufs höchste verdichtet.

Wenn wir sodann von der emphatischen religiösen Schrift-Bild-Kultur in die Literatur der Moderne übergehen, so ist diese Kontextur allerdings nicht nur von der Schrift, sondern auch vom Bild her zu denken. Zum einen kann unter dem Vorzeichen einer nunmehr nicht mehr magischen, sondern poetologischen Überdetermination die Schrift ihrerseits Bildcharakter annehmen und gewissermassen zu einer hieroglyphischen Bilderschrift werden, indem ihre Zeichen sowohl in ihrer symbolischen Funktion als auch in ihrer physischen ästhetischen Erscheinung bedeutsam und wirksam werden. Die Schrift wird hier Bild, sei es als quasi-magisches Zeichen, sei es als ästhetisches Ornament. Das erklärt auch die poetologische Rezeption und Adaption der Kabbala in der modernen jüdischen Literatur (und darüber hinaus). Beispiele für diese Beschreibung und den bildhaften Einsatz von Schrift und Zeichen – auch, aber nicht nur des Hebräischen – finden sich von Heinrich Heine bis Franz Kafka, Yvan Goll oder Paul Celan.

Zum anderen kann – nun auch vom Bild her gedacht – das Bild an die Seite der Schrift treten, Textur werden und mit ihr zu einer komplexen narrativen oder imaginären Einheit verbunden werden. Die „Renaissance der jüdischen Kunst“ (Martin Buber) im Kontext des Kulturzionismus um 1900 ist ein markantes modernes Beispiel dafür. Ob sie dabei an eine ältere jüdische Kunst anschliessen kann, wäre zu fragen. Selbstbewusst wurden aber vor allem um 1900 nicht nur eine „jüdischen Kunst“ neu behauptet, sondern mit ihr zugleich auch vielfältige Kooperationen zwischen Schriftstellern und Künstlern angestrebt. Besonders sichtbar wurde dies zum einen in bibliophilen Buchprojekten jüdischer Verlage (wie Gurlitt Verlag, Welt-Verlag, Benjamin Harz), zum zweiten in illustrierten jüdischen Zeitschriften zu Literatur und Kunst (etwa „Ost und West“ oder „Das Zelt. Eine jüdische illustrierte Monatsschrift für Kunst, Literatur und Wissenschaft”) nach 1900. Besonders sichtbar im deutschsprachigen Raum war dabei die Zusammenarbeit u.a. zwischen Ephraim Moses Lilien und Morris Rosenfeld, Hermann Struck und Arnold Zweig sowie Joseph Budko, Jacob Steinardt und Arno Nadel. An der Seite dieser Kooperationen steht die kongeniale und künstlerisch bewusste Verbindung von Schrift und Bild in singulären Werken, namentlich etwa bei Else Lasker-Schüler oder Uriel Birnbaum.

Nicht zuletzt soll auch die Verbindung von Schrift und Photographie in den Blick genommen werden, die diese komplexe Textur um ein neues technisches Medium erweitert. Beispiele dafür sind etwa die Montagetechniken bei Moishe Vorobeichic (u.a. Ghetto von Wilna) oder Sasha Stone (u.a. Benjamins Einbahnstrasse), die die literarische Text-Bild-Montage (wie etwa bei Alfred Döblin) in ein neues technisches Medium überführen. Mit dem neuen, für die Vervielfältigung im Druck besonders vorgesehenen Medium der Photographie werden Schrift und Bild noch enger aneinander geführt.

Wir bitten um Vortragsvorschläge (300-500 Wörter) mit einer kurzen biografischen Notiz und/oder Rückfragen bis zum 31. Mai 2018 an folgende Mailadresse: sekretariat@lit.gess.ethz.ch. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Die Vorträge sollen eine Länge von 25 Minuten nicht überschreiten. Es ist vorgesehen, dass Übernachtungskosten getragen werden, Reisekosten werden nach Möglichkeit erstattet.

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