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avldigital.deWussten Sie es schon? Der avldigital BLOG ist Teil eines größeren Kosmos. Im Online-Portal avldigital.de bietet der Fachinformationsdienst Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (FID AVL) jetzt eine Plattform für das Recherchieren, Publizieren und Vernetzen in der Komparatistik!

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Eine kurze Frage …

yellow_bulb… an Sie, liebe LeserInnen des avldigital BLOG!

Unser Angebot richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und im Besonderen an WissenschaftlerInnen aus der Komparatistik und angrenzenden Disziplinen. Nun wüssten wir gerne genauer, wen wir mit dem avldigital BLOG tatsächlich erreichen.
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6 Promotions-Stellen (65%, TV-L E 13), DFG-Graduiertenkolleg „Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung“, LMU München (31.10.2017)

Das DFG-Graduiertenkolleg Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung, das an der Ludwig-Maximilians-Universität München angesiedelt ist, bietet

6 Promotions-Stellen (65%, TV-L E 13)

mit Beginn am 1. April 2018 mit einer Laufzeit von 3 Jahren, unter Voraussetzung einer positiven Evaluation nach 1,5 Jahren. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe TV-L E 13. Darüber hinaus können Zuschüsse für Reisen gewährt werden.

Das Graduiertenkolleg untersucht die Funktionen des Literarischen in Globalisierungsprozessen, aus einer von der Antike bis zur Gegenwart reichenden historischen Perspektive. Im Zentrum der Untersuchung stehen die Verfahren, mit denen die Literatur kulturelle, ökonomische und politische Dynamiken der Globalisierung darstellt, modelliert, reflektiert, kritisiert sowie nicht zuletzt mitgestaltet: Wie entwirft Literatur ‚Welten‘, wie formiert sich ‚Weltliteratur‘?
Die Doktoranden werden dabei von Betreuern unterstützt, deren Untersuchungsfeld Literaturen in deutscher, englischer, französischer, japanischer, russischer, spanischer, schwedischer, türkischer u.a. Sprachen umfasst. Das Studienprogramm stellt die literatur- und globalisierungstheoretischen Grundlagen bereit und schafft die Foren zur intensiven Diskussion, im Kreis der Promovenden und Betreuer des Kollegs ebenso wie mit Gastwissenschaftlern, auch aus sozialwissenschaftlichen Disziplinen.

Eine ausführlichere Darstellung des Forschungsprogramms finden Sie auf: http://www.grk-globalisierung.lmu.de

Bewerbungen (auf Deutsch oder Englisch) werden von hochqualifizierten Studierenden erbeten, die über einen überdurchschnittlichen Abschluss in einem literaturwissenschaftlichen Fach verfügen (im Regelfall Master oder Magister; Bachelor-Abschlüsse können nur in seltenen Ausnahmefällen als gleichwertig anerkannt werden). Das Dissertationsprojekt soll einen Beitrag zum Forschungsprofil des Kollegs leisten. Erwartet wird deshalb, dass das Exposé einen deutlichen Bezug zum Forschungsprogramm aufweist. Besonders willkommen sind Untersuchungen, die auch frühere Stadien von Globalisierungsprozessen in den Blick nehmen.

Da die Lehre und die Diskussionen im Kolleg zweisprachig stattfinden werden, müssen Bewerberinnen und Bewerber sowohl Deutsch als auch Englisch auf hohem Niveau verstehen und mindestens eine dieser Sprachen flüssig sprechen können. Bitte belegen Sie diese Fähigkeit mit Zeugnissen oder anderen Nachweisen.

Bewerbungen erfolgen ausschließlich online über ein Bewerbungsportal, auf dem Sie die erforderlichen Unterlagen (siehe unten) in PDF oder JPEG Format hochladen können.
Der Link hierzu sowie weitere Informationen sind auf der Homepage des Graduiertenkollegs zu finden:
http://www.grk-globalisierung.uni-muenchen.de

Erforderliche Unterlagen:

  • Exposé des Forschungsprojekts (3.000 bis 4.000 Wörter)
  • Tabellarischer Lebenslauf, mit detailliertem Studienverlauf (kein vorformatierter Lebenslauf wie bspw. Europass)
  • Zeugnisse (Abiturzeugnis, Hochschulabschlusszeugnis)
  • Empfehlungsschreiben von zwei Hochschullehrern
  • Ausgewähltes Kapitel der Abschluss-Arbeit (ca. 4.000 Wörter)
  • Publikationsliste (falls vorhanden)

Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2017

via romanistik.de

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CfP für einen Sammelband mit dem Thema „Kleinstadtliteratur“ (01.09.2017)

Call for Papers für einen Sammelband mit dem Thema „Kleinstadtliteratur“

Deadline Abstract: 01. September 2017 | Deadline Beitrag: 01. Dezember 2017
Erscheinungsdatum: 2018

Als Ergänzung zu den Beiträgen, die auf der Tagung „Kleinstadtliteratur“ im März in Halle vorgestellt wurden, erbitten wir für den damit verbundenen Sammelband weitere Beitragsvorschläge, die sich der Darstellung und Reflexion kleinstädtischer Lebensweisen in der deutschsprachigen und in den internationalen Literaturen widmen.

Deadline der Abstracts (max. eine Seite): 1.9.2017

Deadline der Beiträge (ca. 15 Seiten): 1.12.2017

Die Publikation wird im Jahr 2018 erscheinen.

 

Kontakt:

werner.nell@germanistik.uni-halle.de

marc.weiland@germanistik.uni-halle.de

 

Link zur Tagung: www.dorfatlas.uni-halle.de/index.php/termine/108-2017-03-16

 

Zum Thema:

Die Kleinstadt befindet sich in einer eigenartigen Zwischenstellung, eingespannt in einer doppelten Oppositionsklammer: Auf der einen Seite gilt die Großstadt als prototypischer Ort moderner, komplexer und beschleunigter Lebensverhältnisse, auf der anderen Seite gilt das Dorf- und Landleben als Ort einfacher Lebensverhältnisse und ‚langer Dauer‘. In den idealisierten Sichtweisen moderner Lebenswelten erscheint die Großstadt als Ort des Fortschritts und nahezu unbegrenzter Möglichkeiten, das Landleben als überholt und rückständig. In den idealisierenden Imaginationen vormoderner Lebenswelten hingegen erscheint das Landleben als Raum authentischer Mensch-Natur-Verhältnisse und Selbsterfahrungen, die Großstadt als anonymisierend und entfremdend. Im Rahmen dieser beiden einander korrelierenden und zugleich kontrastierenden Sichtweisen unterlaufen die Erfahrungen und Imaginationen der Kleinstädte seit jeher nicht nur die Gegenüberstellung von Großstadt/Zentrum und Land/Peripherie, sondern stellen gerade auch in ihren historischen Dimensionen vielfache Überschneidungsflächen zwischen den beiden jeweils auf Idealtypen hin ausgelegten Formen menschlicher Vergemeinschaftung/Vergesellschaftung unter den Bedingungen der Moderne dar. Dabei sind Kleinstädte in ihrer Realität jedoch beständig mit einer doppelten Bedrohung des eigenen Verschwindens konfrontiert: Schrumpfungsprozessen einerseits stehen Suburbanisierungsprozesse andererseits gegenüber – und mit beiden verbunden zeigt sich die Gefahr, in diesem Dazwischen konturlos zu werden: in einem vielfach diskutierten „Stadt-Land-Kontinuum“ zu verschwinden oder als „Zwischenstadt“ in der alltagsweltlichen Wahrnehmung (und damit auch hinsichtlich politischer oder medialer Aufmerksamkeit) nur noch den bloßen „Anblick eines Überall und Nirgendwo“ (Hüppauf 2005: 303) zu bieten.

Zumindest innerhalb einer auf Dynamik, Fortschritt und Individualität hin ausgerichteten Moderne, aber auch schon innerhalb eines diese vorbereiteten höfischen und städtischen Zentralismus, fristete und fristet die Kleinstadt ein Schattendasein im Rücken der Großstadt. Sowohl aus sozialhistorischer als auch aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Sicht fungiert die Metropole als eine Art Brennglas, „in dem die Bedingungen der Moderne sich konzentrieren und deshalb immer wieder und in jeder Hinsicht zünden“ (Früchtl 1998: 767). Dementsprechend sind die jeweiligen disziplinären und Disziplinen übergreifenden Stadtforschungen bisher im Wesentlichen Forschungen gewesen, die sich mit Großstädten und Agglomerationsräumen beschäftigen (Hannemann 2002: 265). Damit ist, zumindest im Blick auf die Welt seit 1800, eine systematische Vernachlässigung der Kleinstadt und des Kleinstädtischen in den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen (Zimmermann 1999 u. 2003, Gräf 2004, Hannemann 2002 u. 2004) einhergegangen, die so auch unter den Bedingungen fortgeschrittener industriegesellschaftlicher Dynamik und Verstädterung nach 1945 weitergeschrieben wurde. Kleinstädtische Lebensformen und -weisen wurden allzu häufig marginalisiert (Hannemann 2004). Dies trifft auch auf literaturwissenschaftliche Untersuchungen zu, die in der Regel geleitet wurden von der Annahme, dass insbesondere die moderne Literatur ihre Formen und Inhalte in Auseinandersetzung mit den Lebenswelten und Wahrnehmungsweisen der Metropolen entwickelt.

Demgegenüber bleibt jedoch allzu häufig unbeachtet, dass Kleinstädte – auch rein quantitativ gesehen – noch immer zentrale Knotenpunkte im global-historischen Städtegefüge und damit auch prägende Lebenswelten für viele Menschen bildeten und auch gegenwärtig weiterhin bilden (Zimmermann 2003). Daher spielen die Formen und Modelle, Funktionen und Erfahrungen des Kleinstädtischen in den individuellen Vorstellungen und sozialen Imaginationen der Menschen sowie den darauf bezogenen kulturellen Produktionen noch immer eine wichtige Rolle. Dabei geht es u.a. auch um die Erfahrungen und Möglichkeiten sowie die Projektionen und Erwartungen einer auf Handhabbarkeit, Kommunikation und Zugehörigkeit hin angelegten sozialen Ordnung, die von der Familie über die Nachbarschaft zur Gemeinde- und Vereinsarbeit bis hin zu partiellen Partizipationsformen zivilgesellschaftlicher Beteiligung reicht und in diesem Sinn eine Art Laborsituation und zugleich einen Imaginationsraum sozialer und biografischer Erfahrungen und Entwicklungen bietet.

Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive ist dabei jedoch auffällig, dass sich im Begriff der Kleinstadt eine „diametral entgegengesetzte Bildlichkeit“ (Hannemann 2002: 271) finden lässt. Die alltagsweltlichen und popkulturellen Wahrnehmungen und Imaginationen des Kleinstädtischen schwanken zwischen den beiden Polen romantischer Idyllisierung und sozialkritischer Verwerfung provinzieller und kleinbürgerlicher Lebensweisen, Ansichten und Verhältnisse. Allzu häufig werden dabei auch noch in der Kulturkritik der Gegenwart (vgl. Bohrer 2000) kleinstädtische Verhältnisse entweder als eine Art Widerlager, ja auch Lackmustest fortschrittlicher Entwicklungen oder aber als letzter Hort des Widerstands bzw. Residuum älterer Lebensformen und Sozialverhältnisse mitsamt ihrer Normen und Werte, Denkmuster und Weltwahrnehmungen imaginiert und konzipiert. Historisch, kulturwissenschaftlich, gesellschaftlich und nicht zuletzt literarisch bildet die Kleinstadt daher ein vermeintlich bekanntes und vertrautes Bild individuellen Lebens und spezifischer Sozialverhältnisse: „Wenn es eine deutsche Seele gibt, so nistet sie in der Kleinstadt“ (Glaser 1969: 66).

Dabei sind Kleinstädte jedoch im Blick auf die in ihnen aufzufindenden Lebensverhältnisse ebenso wie hinsichtlich der darauf bezogenen und mit ihnen verbundenen Bilder in sich wesentlich vielgestaltiger, differenter und ambivalenter – und auch nicht als einheitliche Siedlungskategorie zu fassen: „Sie unterscheiden sich sowohl nach Größe, Einwohnerzahl, wirtschaftlicher Basis, landschaftlicher Umgebung, nach ihrer Geschichte, ihrer Bebauungsstruktur und architektonischen Gestalt sowie nach ihrer Lage in einem überwiegend agrarisch geprägten Gebiet oder in einem industriellen Ballungsgebiet. Hier durchdringen sich sowohl städtische als auch dörfliche Lebensbedingungen und -weisen, die eine besondere Charakteristik dieser Ortschaften bewirken.“ (Hannemann 2002: 270) Diese Vielgestaltigkeit und Ambivalenz an der Schnittstelle zwischen urbanen und ruralen Raum- und Sozialmustern zeigt sich auch im Verhältnis des Kleinstädtischen zu den Rahmenbedingungen der Moderne selbst. Die Kleinstadt war, so schreibt Bernd Hüppauf, „ein rückständiges Element und zugleich ein komplementärer Weg in die moderne Welt“ (Hüppauf 2005: 304) – wodurch gerade auch (die Imaginationen) kleinstädtische(r) Lebensverhältnisse das widersprüchliche Verhältnis des Menschen zur und in der Moderne spiegeln und reflektieren.

Demzufolge sind kleinstädtische Lebensverhältnisse und Sozialformen wesentlich geprägt von einer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, die bereits im 19. und 20. Jahrhundert zu verzeichnen ist und ein Nebeneinander verschiedener Lebenswelten hervorruft (Zimmermann 2003); ein Nebeneinander, das sich nicht nur städtebaulich und architektonisch fassen lässt und zur „Überlagerung mehrere Zeitebenen“ (Hannemann 2002: 274) im kleinstädtischen Raum führt, sondern gerade auch den Bildervorrat und die literarischen Möglichkeiten prägt, in denen die Kleinstadt im sozial Imaginären erscheint. An der Kleinstadt lässt sich daher in besonderem Maße die „Brechung und Vielgestaltigkeit der historischen Prozesse ablesen“ (Zimmermann 1999: 5).

Insoweit als die Kleinstadt und das Kleinstädtische als besondere Form menschlicher Sozialverhältnisse zu verstehen ist, entwickelte sie eine – so zunächst nicht zu erwartende – Attraktivität für literarische und künstlerische Beschreibungen. Erscheint sie doch auch als einer der „paradigmatischen Orte der Ambivalenz“ (Hüppauf 2005: 311). Die Kleinstadt als Topos entwickelte eine eigene Zeit und einen eigenen Raum. Gerade in den verschiedenen (künstlerischen) Bezugnahmen – zwischen „Furchenglück und Sphärenflug“ (Glaser) – und erst recht in den vielen Zwischenstufen und Tönen, in denen das Bild kleiner Städte als Zwischengröße zwischen Dorf und (Groß-)Stadt erscheint, finden sich Reaktionsmuster, Verarbeitungsformen und Projektionen wieder, in denen Gesellschaften auf jene Abstraktions-, Mobilisierungs- und Verwertungsprozesse und -erfahrungen Bezug nehmen, die sich seit dem 19. Jh. unter dem Stichwort der ‚Moderne‘ fassen lassen und in Literatur, Film und anderen Künsten ihren Widerhall bzw. Ausdruck gefunden haben und auch noch weiterhin finden.

Angesichts einer ganzen Fülle von literarischen Texten und anderen künstlerischen Bearbeitungen ist durchaus bemerkenswert, dass die literarische Darstellung kleinstädtischer Lebenswelten im Unterschied zur Metropole (und auch gegenüber dem Dorf) bisher kaum Beachtung in den Literaturwissenschaften gefunden hat. Dies ist umso erstaunlicher, als die Kleinstadt – einerseits – gerade für die Gesellschaftsgeschichte der deutschen Lande (auch in ihrer Außenwahrnehmung) als außerordentlich charakteristisch gilt und auch der Kleinstädter/Kleinbürger/Spießer nicht nur zu den am meisten mit den Verhältnissen im Deutschland des 19. und frühen 20. Jhs. verbundenen Projektions- und Spielfiguren gehört, sondern der Vorwurf des „Provinziellen“ bis in die Gegenwart hinein immer wieder zu hören ist und mit der Vorstellung des Kleinstädtischen bebildert wird. In dieser Hinsicht stellt die Beschäftigung mit Kleinstadtliteratur nicht nur ein interessantes Repertoire lesens- und diskussionswürdiger Texte zur Verfügung, sondern vermittelt Einblicke in die Mentalitätengeschichte der deutschen (und anderer) Gesellschaften und eröffnet somit auch interkulturelle Perspektiven. Dementsprechend lang und umfangreich ist auch – andererseits – die Liste prominenter, vielgelesener und literarisch anspruchsvoller Werke sowohl in den deutschsprachigen als auch internationalen Literaturen, in denen die Kleinstadt bzw. das Kleinstädtische als „Modellfall für gesellschaftliche Entwicklungen“ (Nowak 2013: 95) erscheint – und zwar in den verschiedensten Formen und Genres vor dem Hintergrund unterschiedlicher und ungleichzeitiger historischer, sozialer, ökonomischer, technischer und kultureller Gegebenheiten und Kontexte: Wieland, Goethe, Jean Paul, Trollope, Dickens, Balzac, Flaubert, Keller, Raabe, Dostojewski, Tschechow, H. u. T. Mann, B. Schulz, H. Fallada, A. Seghers, U. Johnson, S. Anderson, J. Cheever, J. Updike oder S. Lenz sind nur einige bekannte literaturgeschichtliche Autoren, die sich dem Kleinstädtischen gewidmet haben und den Topos Kleinstadt zu einem zentralen Bezugspunkt in den internationalen Literaturen unter den Bedingungen der Moderne gemacht haben.

Die jeweiligen Kleinstadttexte sind dabei so divers wie die jeweiligen Siedlungsräume, sozialen Faktoren und historischen Hintergründe – und spielen vor allem in Zeiten des (gefühlten und erlebten, wahrgenommenen und imaginierten) Umbruchs eine entscheidende Rolle. In ihren vielfältigen Formen und Gestaltungen und insbesondere über den Umweg künstlerischer Verdichtung geben sie Aufschluss über zentrale Problem- und Fragstellungen moderner Lebenswelten. Literaturgeschichtlich finden sich in verschiedenen Genres paradigmatische Texte, die sich in diversen Abstufungen zwischen den beiden Polen des Kleinstadtlobs (z.B. Goethe: Hermann und Dorothea) und der Kleinstadtkritik (z.B. Wieland: Geschichte der Abderiten) bewegen und die kollektive Imagination des Kleinstädtischen bis heute – über verschlungene Umwege und Rezeptionsprozesse – prägen. Christoph Hein, Judith Schalansky, Ingo Schulze, Andrzej Stasiuk, Moritz von Uslar, Alice Munro, Andreas Maier oder Guntram Vesper sind auch nur einige bekannte Autoren, die sich gegenwärtig mit den historischen Entwicklungen und sozioökonomischen Problemen des Kleinstädtischen als spezifischer und prägender Raum individueller Biografien beschäftigen.

Auch sie thematisieren die sowohl soziologisch als auch siedlungsstrukturell und politisch wichtige Frage nach der Zukunftsfähigkeit des Kleinstädtischen im Zeitalter fortgeschrittener und weiter fortschreitender Urbanität und Urbanisierung. Allzu häufig wird diese Frage mit einem (aus der Sicht der Moderne zu erwartenden) Abgesang beantwortet. Allerdings stellt sich angesichts der Fülle an auch gegenwärtigen literarischen und filmischen Kleinstadtdarstellungen immer auch eine in die Gegenrichtung führende Frage: Ist die Kleinstadt – als mentaler oder imaginärer wie auch als realer und sozial zu gestaltender Raum – wirklich am Ende? Die Tagung möchte in Auseinandersetzung mit sozialwissenschaftlichen und konzeptionellen Zugängen vor allem die literarischen Bezugnahmen und Entwürfe kleinstädtischer Lebenswelten im internationalen Vergleich thematisieren und reflektieren. Wie könnte eine Literaturgeschichte der Kleinstadt aussehen? Welche kanonischen Texte würden dazugehören; und welche blinden Flecken würde sie ggfs. aufweisen? Welche spezifischen (literarischen) Reaktionsmuster und Gestaltungsweisen haben sich vor dem Hintergrund historischer, sozialer, kultureller, technischer und ökonomischer Entwicklungen ausgebildet? Welchen Anteil haben dabei die künstlerischen Konzeptionen des Kleinstädtischen am Prozess kultureller Selbstkonzipierung und -vergewisserung? Welchen Status und welche Bedeutung hat die Kleinstadt innerhalb der Literatur- und Kulturgeschichte? Mit welchen literarischen Mitteln werden gegenläufige Bewegungen und Überschneidungen – die Kleinstadt in der Moderne vs. die Moderne in der Kleinstadt – beschrieben und erzeugt?

Diese und andere Fragen können anhand von beispielhaften und komparatistischen Einzeluntersuchungen und Gegenüberstellungen literarischer Werke thematisiert und diskutiert werden.

via H-Germanistik

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CfP: „Questioning models: Intersectionality in Digital Humanities. Digital Editing, Literature and Gender Studies“, Köln (31.08.2017)

Call for Papers für das Symposium „Questioning models: Intersectionality in Digital Humanities. Digital Editing, Literature and Gender Studies“ | Universität Köln

Deadline Abstract: 31. August 2017 | Annahmebestätigung: 15. September 2017
Datum der Veranstaltung: 08.-10. November 2017

The Cologne Centre for eHumanities (CCeH) is organising a three-day symposium from the 8th to the 10th of November at the University of Cologne. The event aims at exploring intersectional approaches on textual scholarship and Digital Humanities theories, practices, and tools. A session will be dedicated to Italian and German women writers during the Renaissance. This  specific case study is part of a project funded by NetEx (Network and Exchange funding programme, University of Cologne).

We welcome proposals in any area of scholarship, that pay specific attention to intersectionality, and that employ digital and collaborative approaches to the study or the editing of marginalised subjectivities and their digital modelling and representations. We encourage the submission of projects’ presentations at an advanced stage that investigate how digital technologies can re/produce, enable or restrict the construction of identities (e.g. in racialised and gendered terms).

Researchers of all levels, including students and professional practitioners, are welcome. We expect a diverse audience of textual scholars, historians, information scientists, social scientists, digital humanists, graduate students and interested members of the public. The communication language of the symposium will be English, but we are accepting proposals and papers in English, Italian and German.

Type of presentations:

  • Short paper (20 minutes)
  • Lightning talk (10 minutes)
  • Posters

To submit a paper, please email an abstract to up to 300 words as an attachment to questioningmodelsdh@gmail.com by 31st August, 2017.

Website: http://questioningmodels.uni-koeln.de/

Confirmed plenary speakers:

  • Barbara Bordalejo (KU Leuven)
  • Øyvind Eide (Universität zu Köln)
  • Vera Faßhauer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Domitilla Olivieri (Utrecht University)
  • Elena Pierazzo (Université Grenoble)
  • Serena Sapegno (University of Rome La Sapienza)

Topics include but are not restricted to:

 

  • Critical race, feminism, gender, queer, and disability studies in Digital Humanities
  • Women writers during the Renaissance and women’s writing
  • Digitization, editing, and curation of primary texts and the writing process by women and marginalized identities
  • Building and analysing corpora of texts produced by or about marginalised identities
  • Traditional authorship, subversive subjectivities, and challenging canonical models of scholarship
  • The role of social media and new media in constructing racialised and gendered identities
  • Collaborative digital research, infrastructures, methods, and tools
  • Representations of identities, transmedia storytelling and digital media
  • Digital archives in relation to black and LGBT histories
  • The challenges and implications of developing digital literary archives and online repositories of diaspora communities and marginalised identities
  • Context of production: diversity in academia, publishing, library, information science, or programming
  • Dissemination, accessibility, sustainability, and the challenges faced by digital projects

 

​Important dates:

 

  • Deadline for submissions: 31st August 2017
  • Notification of acceptance: 15th September 2017
  • Symposium: Cologne (Germany), 8th-10th November 2017

via H-Germanistik

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Stellenausschreibung: WissenschaftlicheR MitarbeiterIn (0,5 EGr. 13 TV-L), Universität Koblenz-Landau (Bewerbungsschluss: 22.08.2017)

Im Fachbereich 6: Kultur- und Sozialwissenschaften am Campus Landau ist am Institut für fremdsprachliche Philologien, Fach Anglistik, Bereich Cultural Studies zum 01.10.2017 die Stelle

einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/

eines wissenschaftlichen Mitarbeiters (0,5 EGr. 13 TV-L)

befristet bis zum 30.09.2020 zu besetzen. Die befristete Einstellung erfolgt auf der Grundlage der Regelungen des Gesetzes über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft (WissZeitVG).

Aufgabenschwerpunkte:

Der Stelleninhaberin/dem Stelleninhaber obliegt eine Lehrverpflichtung von 4 Semesterwochenstunden im Bereich Anglistik/Cultural Studies, vorrangig für den BA/MA – Studiengang wie auch für den 2-Fach Bachelor, sowie die Wahrnehmung von Prüfungstätigkeiten. Ferner unterstützt die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber den Lehrstuhl für Cultural Studies bei Forschungs- und Verwaltungsaufgaben. Erwartet wird ein besonderes Interesse in den Bereichen British und/oder Irish Studies. Darüber hinaus ist ein Schwerpunkt in den Gender Studies erwünscht. Ein Promotionsvorhaben ist nicht Voraussetzung aber durchaus wünschenswert. Außerhalb des Beschäftigungsverhältnisses wird die Möglichkeit zu einer Promotion geboten und nachdrücklich unterstützt.

Einstellungsvoraussetzungen:

Erfolgreich abgeschlossenes Studium an einer Universität oder vergleichbaren Hochschule (ausgenommen mit einem Bachelorgrad), oder ein Masterabschluss in Anglistik, mit Schwerpunkt Cultural Studies sowie Erfahrung in der universitären Lehre.

Frauen werden bei Einstellungen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, soweit und solange eine Unterrepräsentanz vorliegt. Dies gilt nicht, wenn in der Person eines Bewerbers so schwerwiegende Gründe vorliegen, dass sie auch unter Beachtung des Gebotes zur Gleichstellung der Frauen überwiegen.

Schwerbehinderte Bewerberinnen/Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt einge­stellt.

Bewerberinnen/Bewerber senden ihre Unterlagen (Lebenslauf mit wissenschaftlichem Werde­gang, Zeugnisse etc.) bis zum 22.08.2017 in elektronischer Form in einem PDF-Dokument unter Angabe der Kennziffer 123/2017 an bewerbung@uni-koblenz-landau.de.

Datenschutzrechtliche Vernichtung nach Abschluss des Verfahrens wird zugesichert. Wir versenden keine Eingangsbestätigungen. Wir versenden keine Eingangsbestätigungen.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich in der 37. Kalenderwoche stattfinden.

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CfP für Humanités numériques mit dem Thema „Disciplines et/ou humanités numériques“ (15.12.2017)

Call for Papers für Humanités numériques, Nr. 1

Deadline Abstract: 15. Dezember 2017 | Erscheinungsdatum: 2018

Humanités numériques est une revue francophone consacrée aux usages savants du numérique en sciences humaines et sociales. Cette revue veut offrir un lieu de réflexion, de débat scientifique et d’expression aux chercheurs et enseignants dont les travaux s’inscrivent dans le champ des humanités numériques. Elle s’adresse donc aux spécialistes des sciences humaines, des sciences sociales et des disciplines liées aux technologies de l’information, ainsi qu’à tous ceux qui se sentent concernés par les transformations numériques des savoirs.

Humanités numériques est une revue numérique ouverte, à la fois par sa volonté de représenter la diversité des points de vue et par son choix d’une publication en open access. Émanation de l’association francophone Humanistica, elle est conçue comme une réponse collective à la revendication liminaire du Manifeste des Digital Humanities de 2010, première manifestation francophone de ce mouvement : pour constituer, faire connaître et faire reconnaître « une communauté de pratique solidaire, ouverte, accueillante et libre d’accès », nous avons besoin d’une culture commune, élaborée en français mais en constante relation avec les productions des autres aires linguistiques, fondée sur des références et des discussions d’un autre ordre que celles des séminaires, des colloques, des listes de diffusion, des blogs ou des réseaux sociaux.

La rencontre des sciences de l’homme et de la société avec le calcul, avec l’informatique et avec la culture numérique se rattache à plus d’un demi-siècle de recherches et, au delà, aux métamorphoses millénaires des technologies de l’information. Penser cette histoire, ou plutôt ces histoires nationales et locales, est d’ailleurs l’une des orientations récentes des humanités numériques, qui – nous en prenons acte – incluent aussi bien les réflexions sur les infrastructures, les standards et les outils que la discussion de projets collaboratifs, aussi bien les propositions théoriques que l’inscription dans l’histoire des techniques, aussi bien l’étude des modalités d’accès et de diffusion que l’élaboration de méthodes d’analyse, aussi bien la description des pratiques informatiques devenues ordinaires que la possibilité de nouvelles cultures épistémiques, aussi bien, enfin, les enjeux de l’institutionnalisation que la critique des modes ou des idéologies. Cet inventaire est délibérément ouvert, car la recherche et l’enseignement vivent une époque de transition, dans laquelle les humanités numériques constituent avant tout, à nos yeux, une zone d’échange entre disciplines, entre métiers, entre cultures. Par ses articles et ses dossiers thématiques, et dans un second temps par l’introduction d’autres rubriques, la revue entend stimuler cette réinvention.

Expérimentation, réflexivité, hybridation, dialogue : tels sont donc les maîtres mots de l’aventure scientifique que nous voulons accompagner, sans illusion technophile, sans irénisme technocratique, mais avec l’enthousiasme et le goût de la découverte qui colorent le plus souvent ces travaux. En vous proposant de contribuer aux premiers numéros de la revue, nous faisons le pari qu’il existe un vivier d’auteurs et d’acteurs prêts à objectiver, chroniquer et critiquer, au sens le plus riche du terme, l’évolution de leurs pratiques et de leur pensée.

  1. Sous le titre « Disciplines et/ou humanités numériques », le premier numéro sera consacré aux relations entre les disciplines existantes et les technologies numériques. Il s’agira de saisir des pratiques collectives, des parcours personnels, des habitudes méthodologiques, des cadres institutionnels ou des méthodes d’enseignement, dans ce qu’ils ont de typique et d’intéressant. Les contributions pourront prendre la forme d’articles de recherche de format traditionnel, de témoignages et de retours d’expérience.
  2. Le deuxième numéro, intitulé « Regards sur des projets en humanités numériques », offrira l’occasion de présenter et de problématiser des projets de recherche en insistant sur leurs aspects les plus pertinents : genèse, inspirations, objectifs scientifiques, modes d’élaboration, choix technologiques, types de collaboration, etc. Nous vous encourageons à proposer une lecture d’un projet même si vous n’en êtes pas l’un des principaux artisans, parce qu’il nous semble fécond de croiser le point de vue des porteurs de projets et celui des usagers que nous sommes tous. Expliciter les critères d’évaluation des projets en humanités numériques est l’un des axes de réflexion envisageables ; vous êtes cependant libres de définir l’approche qui vous convient.

Vous pouvez également proposer des articles hors des thématiques de nos appels, tant que leur rapport avec les humanités numériques est apparent, ou bien des contributions décrivant des jeux de données scientifiques (data papers).

Pour ces deux numéros, dont la publication est prévue en 2018, nous vous invitons à soumettre vos propositions pour le 15 décembre 2017 à l’adresse revue.humanistica@gmail.com. Ces propositions doivent être envoyées au format PDF exclusivement. La longueur des articles n’est pas prédéfinie, même si nous considérons que 50.000 signes, espaces et notes comprises, représentent une limite courante. Les références dans le texte doivent suivre le modèle « auteur-date » (par exemple, « Bourdieu 1977 ») et les références bibliographiques doivent être complètes et cohérentes. Il vous est possible d’intégrer à votre texte des images et des enregistrements audio ou vidéo.

Après acceptation des articles, nous vous demanderons d’utiliser un modèle actuellement en cours de création. Les fichiers seront fournis dans l’un des formats suivants : DOC, DOCX, LaTeX, ODT ou XML TEI. Ils devront être accompagnés d’un fichier de bibliographie suivant un format structuré : BibTeX, RDF ou RIS ; l’export des références depuis un gestionnaire de bibliographie comme Zotero est recommandé.

Les auteurs conservent leurs droits sur les articles, mais la publication dans la revue Humanités numériques se fera sous la licence internationale Creative Commons Attribution Sharealike (CC-BY-SA 4.0).

Nous serons heureux d’échanger avec vous au sujet de vos projets de contributions, si cela vous paraît utile. Par ailleurs, vous pouvez d’ores et déjà nous contacter si vous souhaitez proposer des thèmes, des rubriques et des formats nouveaux.

Comité de direction : Aurélien Berra, Emmanuel Château, Emmanuelle Morlock, Sébastien Poublanc, Émilien Ruiz, Nicolas Thély. Comité de rédaction : Anne Baillot, Clarisse Bardiot, Marie-Claire Beaulieu, Aurélien Berra, Aurélien Bénel, Jean-Baptiste Camps, Emmanuel Château, Frédéric Clavert, Björn-Olav Dozo, Martin Grandjean, Fatiha Idmhand, Mareike Koenig, Emmanuelle Morlock, Pierre Mounier, Enrico Natale, Sofia Papastamkou, Sébastien Poublanc, Yannick Rochat, Émilien Ruiz, Christof Schöch, Nicolas Thély, Seth Van Hooland. Comité scientifique : Bridget Almas, Paul Bertrand, Florence Clavaud, Claire Clivaz, Marin Dacos, Milad Doueihi, Jean-Daniel Fekete, Christian Jacob, Thomas Lebarbé, Claire Lemercier, Damon Mayaffre, Claudine Moulin, Serge Noiret, Elena Pierazzo, Laurent Romary, Dominique Roux, Michael Sinatra, Stéfan Sinclair, Dominique Stutzmann.

Pour nous contacter : revue.humanistica@gmail.com.

via romanistik.de

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Ausschreibung: Forschungsstipendium für Docs und Post-Docs, Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“, Universität Innsbruck (Bewerbungsschluss: 15.10.2017)

Der Forschungsschwerpunkt (FSP) „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ schreibt mit Unterstützung des International Relations Office der Universität Innsbruck drei Forschungsstipendien für das Wintersemester 2017/18 aus.

Das Stipendium ermöglicht drei NachwuchswissenschaftlerInnen einen vierwöchigen Forschungsaufenthalt in Innsbruck, der am 01. Februar 2018 anzutreten ist. Am 27. Februar 2018 findet gemeinsam mit den StipendiatInnen und unter Einbeziehung des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ ein Workshop statt, der die Entstehungsbedingungen von Ungleichheit unter der Perspektive von Migration diskutieren will.

Den inhaltlichen Rahmen bildet dabei der Blick auf Phänomene von Differenz und Superdiversität. Im Kontext von Migration und Mobilität kam und kommt es zu einem vielschichtigen und mehrfach ungleichen Zugang zu materiellen und immateriellen Ressourcen (Teilhabe am öffentlichen Diskurs, soziale Symbole, Sprachen, Literatur etc.). Gesellschaftliche Pluralität entwickelt sich somit entlang unterschiedlicher Kriterien und Differenzierungsmerkmale. Diese komplexe Situation hat sich zur postmigrantischen Normalität entwickelt, die nicht nur für die Migrantinnen und Migranten, sondern auch für die mitteleuropäischen Aufnahmegesellschaften längst konstitutiv geworden ist. Das Paradigma der Superdiversität – strukturell verwandt etwa mit dem der Intersektionalität – soll uns beim Workshop als konzeptioneller Bezugspunkt zur Diskussion dessen dienen, was Gesellschaft unter den Bedingungen von Grenz- und Migrationsregimen ausmacht.

Es werden Reisekosten (innerhalb der EU bis zu 400 €, außerhalb der EU bis zu 800 €, Originalbelege) sowie für die Dauer des Forschungsaufenthaltes Unterkunfts- und Verpflegungskosten (ausgezahlt wird ein Pauschalbetrag über € 1.000) übernommen. Von den StipendiatInnen wird – neben ihrer Anwesenheit in Innsbruck – erwartet, dass sie sich mit einem Vortrag oder Impulsreferat am Workshop beteiligen.

Das Stipendium richtet sich an DoktorandInnen und Post-Docs, die sich in ihren laufenden Forschungsprojekten mit „kulturellen Begegnungen“ und „kulturellen Konflikten“ auseinandersetzen. Das Ziel des FSP „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ ist die Intensivierung des interdisziplinären Austausches zum genannten Themenbereich. Vorhaben mit interdisziplinärer Ausrichtung sind daher ausdrücklich erwünscht.

Nähere Informationen zum FSP finden Sie unter: http://www.uibk.ac.at/fsp-kultur/, Details zum Doktoratskolleg unter: https://www.uibk.ac.at/dk-ungleichheit/.

Voraussetzungen für die Bewerbung um ein Stipendium sind:
1. Abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplomstudium/Master bzw. Doktoratsstudium/PhD)
2. Forschungsvorhaben mit nachweislichem Bezug zum FSP bzw. zum Doktoratskolleg
3. Expertise in der Ungleichheits- oder Migrationsforschung
4. Unfall- und Krankenversicherung

Folgende Unterlagen sind für die Bewerbung um ein FSP-Forschungsstipendium einzureichen:
1. Exposé zum Forschungsvorhaben auf ca. 5 Seiten, inkl. Stand der Arbeit und Zeitplan
2. Erläuterungen zum FSP-Bezug sowie des eigenen Interesses am Thema des Workshops
3. (Kurz-)Gutachten (letter of recommendation) des akademischen Betreuers bzw. der akademischen Betreuerin
4. Lebenslauf (ggf. mit Publikationsliste)
5. Kopie des Hochschul-Abschlusszeugnisses

Bitte senden Sie die genannten Dokumente bis 15. Oktober 2017 an fsp-kultur@uibk.ac.at. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an dieselbe Adresse.

Mit Annahme der Förderung verpflichtet sich die Stipendiatin bzw. der Stipendiat zur Verfassung eines Kurzberichts am Ende ihres bzw. seines Aufenthalts in Innsbruck. Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass das Stipendium nur im genannten Zeitraum, d.h. von 01. bis 28. Februar 2018 in Anspruch genommen werden kann. Es besteht kein Rechtsanspruch auf das Stipendium.

via romanistik.de

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Konferenz: „The Sacred in the Secular in European Literature“, London (13.10.2017)

The Sacred in the Secular in European Literature | Institute of Modern Languages Research, Senate House, Malet Street, London WC1E 7HU

Datum der Veranstaltung: 13. Oktober 2017 | Anmeldefrist: 22. September 2017

The Sacred in the Secular in European Literature

Modern Humanities Research Association Postgraduate and Early Career Conference

 

When:  Friday, 13 October 2017

Where: Institute of Modern Languages Research, Senate House, Malet Street, London WC1E 7HU

Programme

10:00     Registration/Coffee
10:30     MHRA Presidential Address and Keynote Lecture
Professor Judith Ryan (Harvard): Time, Space and Sacred-Secular Configurations in Modern European Poetry
11:30     Session 1
Panel 1: Moments of Mystery
Valeria Taddei (University of Oxford), The Sacred Mind: William James and Modernist Epiphany
Sara Helen Binney (University of East Anglia), Creating ‘a space for the mystery’: Resacralizing in the Twenty-First Century
Panel 2: Self and Other
Delphine Calle (Ghent University), The amour racinien: Between Self-Love and Divine Love
Marie C. Chabbert (University of Oxford), A (Post)secular Age? Thinking Religion Beyond Transcendence with Gilles Deleuze
12:30     Lunch
13:30     Session 2
Panel 3: Between Faith and Doubt
Nathan Llywelyn Munday (Cardiff University and Aberystwyth University), The Welsh Hymn: Sacred or Secular?
Ellen Pilsworth (University College London), ‘Dutschke shows the wounds / Eiffe heals’: Christianity and Anti-authoritarianism in West Germany, 1968
Steffie Van Neste (Ghent University), Between the Secular and the Sacred: Radical Scepticism in the Works of Alexandre Dumas
Panel 4: Political Poetry
Esther van Raamsdonk (University of Exeter), The Secular in the Sacred: Milton’s Dutch Satan
Anneleen Van Hertbruggen (University of Antwerp), Religious Discourse in the Propaganda Poetry of Gerhard Schumann: A Reinterpretation of Christian Faith of Nazi Purposes
Sam La Védrine (University of Nottingham), A Bit of Faith in Ecology: Sublime Paradoxes in Michel Deguy’s (Trans)Figurations
15:00     Tea/Coffee
15:30     Session 3
Panel 5: Living in the Sacred
Rey Conquer (University of Oxford), Liturgy and Architecture: Dom Sylvester Houédard and Hugo Ball
Emily Holman (University of Oxford), ‘No great statement about reality […] can be static, like simple information’: Reality through Language in Marilynne Robinson (and Beyond)
Michael D. Rose (University of Exeter), Living with the Inexpressible: A Literary Wittgenstein
17:00     Close

Advance registration required by 22 September: GBP 20.00

Further details / online registration

via H-Germanistik

 

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Stellenausschreibung: W3-Professur für Romanische Philologie, insbesondere französische Literatur, Ruhr-Universität Bochum (Bewerbungsschluss: 05.10.2017)

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist eine der führenden Forschungsuniversitäten in Deutschland. Als reformorientierte Campusuniversität vereint sie in einzigartiger Weise die gesamte Spannbreite der großen Wissenschaftsbereiche an einem Ort. Das dynamische Miteinander von Fächern und Fächerkulturen bietet den Forschenden wie den Studierenden gleichermaßen besondere Chancen zur interdisziplinären Zusammen­arbeit.

In der Fakultät für Philologie ist im Romanischen Seminar zum 1. April 2018 eine
W3-Professur für „Romanische Philologie, insbesondere französische Literatur“
(Nachfolge Prof. Dr. Rudolf Behrens) zu besetzen.

Die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber soll das Fach in seiner ganzen Breite in Forschung und Lehre vertreten und sich an den Studiengängen im Bereich B.A., M.A. und Master of Education (Lehramtsausbildung) beteiligen. Erwartet wird eine Mitwirkung an For­schungsschwerpunkten der Fakultät für Philologie. Positiv evaluierte Juniorprofessur, Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leis­tungen sowie der Nachweis besonderer Eignung für die akademische Lehre werden ebenso vorausgesetzt wie die Bereitschaft zur Mitwirkung in der akademischen Selbstverwaltung.

Weiterhin werden erwartet:

  • ein hohes Engagement in der Lehre;
  • die Bereitschaft zu interdisziplinärem wissenschaftlichen Arbeiten;
  • die Bereitschaft und Fähigkeit, drittmittelgeförderte Forschungsprojekte einzuwerben.

Wir wollen an der Ruhr-Universität besonders die Karrieren von Frauen in den Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, fördern und freuen uns daher sehr über Bewerberinnen. Auch die Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter und gleichgestellter Bewerberinnen und Bewerber sind herzlich willkommen.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (wissenschaftlicher und beruflicher Werdegang, Zeugnisse, Publikationsliste, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen und bisher eingeworbener Drittmittel) werden bis zum 05.10.2017 erbeten an den Dekan der Fakultät für Philologie der
Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum.

via romanistik.de

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Stellenausschreibung: Universitätsprofessor/in für Neuere deutsche Literaturwissenschaft / Literaturvermittlung, Universität Bamberg (Bewerbungsschluss: 30.09.2017)

An der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist ab dem Sommersemester 2019 eine Stelle für eine Universitätsprofessorin/einen Universitätsprofessor der Bes. Gr. W 2 für Neuere deutsche Literaturwissenschaft / Literaturvermittlung im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zu besetzen.

Die Stelleninhaberin / der Stelleninhaber soll das Fach Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Forschung und Lehre vertreten und den Schwerpunkt Literaturvermittlung im Bachelor-Studiengang Germanistik und im Master-Studiengang Neuere deutsche Literatur: Geschichte, Gegenwart, Vermittlung betreuen. Ein Forschungsschwerpunkt im Bereich Literatur, Kultur und Medien der Gegenwart ist erwünscht. Ebenso relevant sind ausreichende Erfahrungen und Kontakte in möglichst mehreren der folgenden Arbeitsgebiete: Verlagswesen, Literaturkritik, Literaturvermittlung in den Social Media, Veranstaltungsmanagement und Organisationsformen des literarischen Lebens.

Die Mitwirkung an den weiteren Studiengängen der Germanistik sowie am Masterstudiengang Literatur und Medien ist Bestandteil der Dienstaufgaben. Die Beteiligung an Aufgaben der akademischen Selbstverwaltung und an internationalen Kooperations- und Austauschprogrammen wird erwartet.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel durch die Qualität einer Promotion nachgewiesen wird, und darüber hinaus zusätzliche wissenschaftliche Leistungen. Die zusätzlichen wissenschaftlichen Leistungen werden durch eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen nachgewiesen, die auch außerhalb der Hochschule erbracht sein können, oder sie werden im Rahmen einer Juniorprofessur erbracht.

Bei einer Berufung in das Beamtenverhältnis dürfen Bewerberinnen und Bewerber zum Zeitpunkt der Ernennung das 52. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (zu begründeten Ausnahmen vgl. Art. 10 Abs. 3 Satz 2 BayHSchPG).

Die Fakultät strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und begrüßt deshalb die Bewerbung von Wissenschaftlerinnen. Schwerbehinderte Bewerberinnen / Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurde von der Hertie-Stiftung als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Sie fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben ein.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Verzeichnis der Publikationen und Lehrveranstaltungen, Kopien von Zeugnissen und Urkunden) sind bis zum 30.09.2017 an den Dekan der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften, Herrn Prof. Dr. Markus Behmer,
Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Kapuzinerstraße 20/22, D–96045 Bamberg, zu richten und zusätzlich in elektronischer Form an folgende E-Mail Adresse zu senden: dekanatssekretariat.guk@uni-bamberg.de.

Die Otto-Friedrich-Universität ist Mitglied im regionalen Dual Career Netzwerk (DCNN). Sie unterstützt Partnerinnen und Partner von neu berufenen Professorinnen und Professoren. Ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten des Dual Career Netzwerk Nordbayern(http://www.dualcareer-nordbayern.de/).

via H-Germanistik

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CfP: „Realität“ vs. Wahrnehmung von Konflikten, Berlin (20.09.2017)

Call for Papers für den Workshop „Realität“ vs. Wahrnehmung von Konflikten | Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

Deadline Abstract: 20. September 2017 | Datum der Veranstaltung: 20.-21. November 2017

Bei allen semantischen Unterschieden weisen sowohl die heute in der öffentlichen Debatte aufgeheizten Ängste (von „Aufständen in benachteiligten Stadtvierteln „städtischen Unruhen „Flüchtlingskrise bis hin zu einem „schwelenden Bürgerkrieg) als auch die allgemein verbreiteten soziokulturellen Konflikte Angstdiskurse auf, die es bereits zu früheren Zeiten in der Geschichte gegeben hat. Diese Feststellung zu der unter anderen SpezialistInnen der Mentalitätsgeschichte der Analyse kollektiver Diskurse oder der Mediensprache gelangt sind, regt also einerseits zu einem Vergleich zwischen der „Gegenwart und früheren Zeitabschnitten der Geschichte, andererseits zu einem eingehenden diachronen Nachdenken über die anhaltende Diskrepanz zwischen einer Sozialgeschichte der sozialen Konflikte und einer Geschichte der Gefühle und Wahrnehmungen an. In der Perspektive eines Vergleichs zwischen verschiedenen nationalen Kontexten sind die Beispiele Deutschland und Frankreich besonders interessant. Man denke etwa an die stark mediatisierten Theoretiker des „nationalen Verfalls in Frankreich, an die starke Kontroverse, die das Buch Thilo Sarrazins Deutschland schafft sich ab in Deutschland (und in anderen Ländern) hervorgerufen hat oder an das Buch Udo Ulfkottes über einen angeblichen unmittelbar bevorstehenden „Bürgerkrieg in manchen deutschen Stadtvierteln (Vorsicht Bürgerkrieg. Was lange gärt wird endlich Wut).

Diese verbreitete Untergangsstimmung, die zu einer medienwirksamen Kartografierung der Krisen und Konfliktherde führt, scheint den Nährboden für einen populistischen Diskurs zu bereiten, der zwar gefühlsbeladen und wenig stichhaltig ist, aber umso besser wirkt.
Ziel des Workshops ist es, Klarheit bei der Frage zu schaffen, ob und inwiefern heutige Angstgefühle Variationen älterer Ängste sind, die von neuen Akteuren über neue Kommunikationsmittel verbreitet werden. An der Diskussion sollen Studierende und Forschende teilnehmen, um eine historische Hinterfragung populistischer Diskurse zu fördern. Mehreren Fragen soll dabei nachgegangen werden: Können Archetypen, Denkmuster, rhetorische Figuren, narrative und diskursive Konstrukte identifiziert werden, die in der Wahrnehmung und Nacherzählung sozialer Konflikte immer wieder vorkommen? Kann durch einen Rückgriff auf Methoden und Instrumente der Wahrnehmungsgeschichte das genuin Konstruierte der Vorstellungen aufgedeckt werden?

In dem Workshop geht es darum, Ansätze aus der Sozial und Alltagsgeschichte mit neuesten Erkenntnissen der Wahrnehmungs- und Erfahrungsgeschichte zu verbinden. Ein weiteres Ziel der Veranstaltung ist die Vorbereitung einer kollektiven Publikation zum Thema „‚Realität’ vs. Wahrnehmung von Konflikten“. Willkommen sind Beiträge, welche die Wirklichkeit der Konflikte und deren Instrumentalisierung durch verschiedene Instanzen – seien es Medien, politische Parteien oder WissenschaftlerInnen – gegenüberstellen. Auch literarische Verarbeitungen bzw. fiktionale Mediatisierungen solcher Konflikte können hierfür relevant sein. Besonders erwünscht ist die Teilnahme von DoktorandInnen und Postdocs, die zum deutsch- bzw. französischsprachigen Raum oder zu den deutsch-französischen Beziehungen forschen. Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird auf der Neueren der Neuesten bzw. der Zeitgeschichte liegen, wobei auch Rückblicke in ältere Zeitabschnitte durchaus denkbar sind. Zum Beispiel könnte die Frühe Neuzeit anregende Antworten auf die Frage nach der Kluft zwischen den Konflikten und den Wahrnehmungen und Darstellungen dieser Konflikte liefern. So könnte der Frage nachgegangen werden, inwiefern Angst schürende Diskurse von heute aktualisierte Variationen älterer Diskurse sind.

Bitte senden Sie Vorschlag (Titel, Abstract) + Lebenslauf bis zum 20. September 2017 an:

patrick.farges@sorbonne-nouvelle.fr
laurent.dedryvere@univ-paris-diderot.fr
elisa.goudin-steinmann@univ-paris3.fr

via romanistik.de (Hier finden Sie auch eine französische Version des CfP)

 

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