Eine kurze Frage …

yellow_bulb… an Sie, liebe LeserInnen des avldigital BLOG!

Unser Angebot richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit und im Besonderen an WissenschaftlerInnen aus der Komparatistik und angrenzenden Disziplinen. Nun wüssten wir gerne genauer, wen wir mit dem avldigital BLOG tatsächlich erreichen.
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CfP: „Global Media Ecologies“, Honolulu (26.06.2017)

Call for Papers für die 115. Konferenz der Pacific Ancient and Modern Language Association mit dem Thema  „Global Media Ecologies“ | Honolulu

Deadline Abstract: 26. Juni 2017 | Datum der Veranstaltung: 10.-12. November 2017

This panel welcomes papers that address the topic of “Global Media Ecologies” in a broad sense. In an age defined simultaneously by increased media sharing across national lines and the retrenchment of perceived “clashes” of cultures, an analysis of media ecologies offers a unique window onto shifting notions of community and identity. Papers might reflect on contemporary ecologies created by new media platforms, softwares and marketing; on old media forms (radio, television, film) and their popularity in a variety of local and global spaces; on the limits and possibilities of translation; on the emergence of distinct popular narratives and tropes, etc. Papers may analyze these and/or other questions within one region or across regions.

Please upload proposals via the PAMLA website: www.pamla.org by June 26, 2017.

For questions, please e-mail Heidi Schlipphacke at heidis@uic.edu.

via H-Germanistik

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DFG-Symposion „Vergleichende Weltliteraturen“

Vom 08. bis zum 13. Oktober 2018 wird in der Villa Vigoni ein DFG-Symposion zum Thema „Vergleichende Weltliteraturen“ abgehalten.

Kaum ein literaturwissenschaftliches Konzept hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten international so viel neue Aufmerksamkeit gefunden wie das der Weltliteratur. An seiner Diskussion haben sich weltweit gleichermaßen Literaturwissenschaftler wie Autoren beteiligt, denen es meist zu ihrer poetologischen Selbstbeschreibung in den verschiedenen historischen, politischen, geographischen und sozialen Zusammenhängen einer für sie größer gewordenen Welt dient. Über die Komparatistik hinaus ist das Konzept der Weltliteratur zu einem grundlegenden Paradigma für die Erforschung der Literatur avanciert, das sich neben dem lange herrschenden nationalen etabliert hat. Das noch nicht umfassend ausgemessene Forschungsfeld, das sich dadurch neu eröffnet hat, soll in mehreren Hinsichten Gegenstand des Symposions sein.

Beitragsvorschläge auf der Grundlage des Calls for Papers können bis zum 01. September  2017 eingereicht werden.

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Workshop: „Die Lesbarkeit von Helden“, Tübingen (04.-05.08.2017)

Die Lesbarkeit von Helden | S9 des Theologicums der Universität Tübingen, Liebermeisterstraße 12, 72076 Tübingen

Datum der Veranstaltung: 04.-04. August 2017 | Anmeldefrist: 30. Juni 2017

Die Lesbarkeit von Helden.

Fragen zur Existenz einer ‚Helden-Semiotik‘

Heldenfiguren sind wandelnde Zeichenkomplexe – diese These steht im Zentrum des interdisziplinären Workshops. Von Prozessen des Erkennens über visuelle und/oder akustische Daten über Insignien, die die memoria von Heldentaten aufrechterhalten, bis hin zum manipulativen Umgang mit kommunikativen Codes sind Zeichen wesentliche Bestandteile von Heldenfiguren und ihrer Lebenswelt.

Das Verhältnis von Held und Zeichen ist jedoch nicht immer klar zu bestimmen, insbesondere weil es auch unverständliche oder irritierende Zeichen geben kann. Solche Zeichen erschweren dem Rezipienten die ‚Lesbarkeit‘ von Helden. Hier setzt der Workshop an. Er widmet sich einer breiten Varianz ambiger Zeichenkonstellationen, die als oftmals irritierender Bestandteil der Figurenkonzeption ernst genommen oder aber mithilfe einer konsequent historischen Lesart als Brüche identifiziert werden, die erst durch einen modernen Blick auf die Texte entstehen. Die fächer- und medienübergreifende Untersuchung dieser Irritationsmomente, die aus mehrdeutigen sowie ‚uneindeutigen‘ Zeichen(-komplexen) resultieren, bildet den Kern des Workshops.

 

Ort

S9 des Theologicums der Universität Tübingen
Liebermeisterstraße 12
72076 Tübingen

Kontakt

Email: florian.nieser@uni-tuebingen.de

Der Workshop ist öffentlich und die Teilnahme ist kostenlos. Es wird um Anmeldung per Email bis zum 30.06.2017 gebeten.

via H-Germanistik (Hier finden Sie auch ein Programm des Workshops)

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Ausschreibungen DFG-Graduiertenkolleg Gegenwart/Literatur (Bonn)

Im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Gegenwart/Literatur, Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses“ in der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn werden 12 Stellen für Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen (65%),  6 Promotionsmöglichkeiten und 1 Post-Doc-Stelle (100%) ausgeschrieben.

Das Graduiertenkolleg zielt auf die Erforschung der konstitutiven Dimensionen des Konzepts ‚Gegenwartsliteratur‘ und analysiert diese vergleichend. Statt die Begriffe ‚Gegenwart‘ und ‚Gegenwartsliteratur‘ vorauszusetzen, soll nach den Prämissen ihrer Hervorbringung gefragt werden. Das historische Konzept ‚Gegenwart‘ ist ebenso in seiner Kontingenz zu begreifen wie die diskursive und praktische Erzeugung der Beziehung zwischen ‚Literatur‘ und ‚Gegenwart‘. Das Kolleg erarbeitet eine Geschichte der Aktualisierung, Transformation und Legitimation der Engführung von ‚Gegenwart’ und ‚Literatur’ und trägt so zur Grundlegung einer historisch und theoretisch reflektierten Gegenwartsliteraturforschung bei.

Bewerbungen auf der Grundlage der Ausschreibungen (siehe Links) sind bis zum 15.07.2017 einzureichen.

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9. Internationaler Literaturpreis 2017

Seit 2009 verleihen das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen (Hamburg) den Internationalen Literaturpreis. Der mit insgesamt 35.000 € dotierte Preis […]  zeichnet einen herausragenden Titel internationaler Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung aus. Der Preis würdigt in dieser Allianz sowohl das Originalwerk als auch seine Übersetzung.

9. Internationaler Literaturpreis
Preis für übersetzte Gegenwartsliteraturen
Fest der Shortlist & Preisverleihung 06.07.2017 ab 18:00 Uhr im Haus der Kulturen der Welt in Berlin

Der Internationale Literaturpreis 2017 geht an den Autor Fiston Mwanza Mujila und die Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller für den Roman Tram 83 und seine Übertragung aus dem Französischen.

Fiston Mwanza Mujila erhält ein Preisgeld von 20.000 €, Katharina Meyer und Lena Müller erhalten 15.000 €.

„Tram 83 ist der rhapsodische Roman des 36jährigen kongolesischen Autors Fiston Mwanza Mujila, der in Graz lebt und lehrt. Es ist der radikale Bericht postkolonialen afrikanischen Lebens in einer auf unermesslichen Bodenschätzen brodelnden Stadt. Fiston Mwanza Mujila skandiert, brüllt, säuselt die Sätze über den Alltag in einer von Gewalt beherrschten Männergesellschaft mit radikalem Furor und erzählt nebenbei die Geschichte eines Chefgauners und die der unwahrscheinlichen Rettung eines todgeweihten Dichters. Die Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller haben für diesen ins Performative drängenden Text eine mitreißende Sprache gefunden.“ — Die Jury

Reclaim Your Fictions

Unter diesem Motto kommen am 6. Juli 2017 ab 18 Uhr die nominierten Autor*innen und Übersetzer*innen und das Preisträger-Trio zum großen literarischen Fest der Shortlist & Preisverleihung zusammen. Sie stellen mit den Jurymitgliedern und weiteren Gästen literarische Untersuchungen zur Gegenwart an, präsentieren in Lesungen, Materialgesprächen, Roundtable Studies die nominierten Texte und sprechen über deren Entstehungsprozesse. Sie diskutieren übers Erzählen, Übersetzen und den Wert der Fiktion in postfaktischen Zeiten. Der Preis wird im Rahmen dieses Festes mit Laudatio und Werkvorstellung verliehen.

via Internationaler Literaturpreis

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CfP: „Kulturen der Moral“, Paderborn (30.06.2017)

Call for Papers für die DGEJ-Jahrestagung „Kulturen der Moral“ | Paderborn

Deadline Abstract: 30. Juni 2017 | Datum der Veranstaltung: 19.-22. September 2018

DGEJ-Jahrestagung 2018
Kulturen der Moral
(Paderborn, 19. bis 22. September 2018)

Kein Begriff ist im 18. Jahrhundert so zentral wie der der Moral. Einiges spricht dafür, mit Niklas Luhmann die „Universalisierung moralischer Ansprüche“ als zentrales Übergangs­stadium innerhalb der Ausdifferenzierung der Gesellschaft anzusehen. Denn sie drängt nach und nach die Dominanz der Religion zurück, ermöglicht den Vorstoß zu neuen pädagogischen (Pestalozzi, Weiße u. a.) und psychologischen Problemstellungen (Erfahrungsseelenkunde) und bildet die Basis für im 19. Jahrhundert weiterentwickelte politische wie juristische Konzepte (z. B. Straftheorien), auf denen die modernen westlichen Gesellschaften aufbauen. Sozialwissenschaftliche Ansätze haben seit jeher betont, dass die Präsenz des Moral-Begriffs eng an das Selbstverständnis des aufstrebenden (Bildungs-)Bürgertums in Abgrenzung vom Adel geknüpft ist, wie es in Publikationen wie Carl Friedrich Bahrdts Handbuch der Moral für den Bürgerstand (1790) kulminiert.

Moral ist aber auch das zentrale Moment, das über weite Strecken des 18. Jahrhunderts hinweg die Praxis und Theorie der verschiedenen Künste bestimmt, die aus den als ‚unmündig‘ beschriebenen Bürgern ‚mündige‘ machen sollen. Mit Blick auf Kunst und Literatur wird die Geschichte oft so erzählt, dass im Zuge des Übergangs vom frühaufklärerischen Rationalismus zur Empfindsamkeit auch die moralische Verpflichtung nach und nach einer Autonomieästhetik gewichen sei, die der Kunst einen in sich selbst liegenden Wert zuerkennt und sie so von allen außerhalb ihres Systems liegenden Anforderungen frei macht. Diese Erzählung – so richtig sie aus der Makroperspektive ist – hat aber ihre Tücken, weil z.B. die Programme der Weimarer Klassik letztlich auf einer höheren Ebene doch wieder Bildungsziele verfolgen und Schiller nicht ohne Grund die Schaubühne als ‚moralische Anstalt‘ versteht. Außerdem setzt diese Sichtweise eine einigermaßen klare Grenzziehung zwischen den Epochen voraus, die längst nicht mehr haltbar ist. Indem die Loslösung der Kunst von moralischen Aufgaben häufig als Befreiungsschlag aufgefasst wird, der erst das moderne Kunstverständnis hervorbringe, übersieht ein ohnehin selektiv auf das späte 18. Jahrhundert konzentrierter Kanon, dass auch diese ‚Emanzipation‘ nur durch die Umstellung auf den Begriff der Moral als zentrales Moment des Leitdiskurses möglich geworden ist.

Die Omnipräsenz dieses Begriffs macht es nötig, näher zu beleuchten, welche konkreten Folgen die Ausrichtung einer ganzen Gesellschaft auf Moral in den verschiedenen Bereichen hat. Der Blick auf die Aufklärungsdebatten zeigt, dass es hier keine einfache Antwort gibt, sondern dass die Aufklärer über verschiedene Lösungsstrategien erst diskutieren. Die Verpflichtung auf Moral wirft Probleme auf, die die späteren Entwicklungen bedingen. Während am Anfang des Jahrhunderts mit rationalistischen Moralkonzepten argumentiert wird, die eine offenkundige Belehrung des Publikums zulassen – sei es durch philosophische oder andere theoretische Schriftwerke, sei es durch Dichtung und allegorische Bildkunst mit expliziter Ausdeutung –, setzt sich mit der Rezeption der moral-sense-Theorien und durch die Kunsttheorie Johann Jacob Breitingers schrittweise die Auffassung durch, man müsse die breite Masse zum Selbstdenken und zur eigenständigen Urteilskompetenz bringen, womit explizite Belehrungen ‚von oben herab‘ nicht mehr vereinbar sind. Wenn freilich Moral­didaxe nicht mehr auf einen Lehrsatz zurückgeführt werden kann, sondern zu einer abstrakten und impliziten Aufgabe wird, entbrennt erst recht die Debatte um das Erreichen moralischer Wirkungen, die schließlich nur von der Oberfläche und nicht substantiell verdrängt werden darf. Paradigmatisch ist hier Lessings Konzeption des Mitleids zu sehen, die zugleich verdeutlicht, welch gravierende Konsequenzen die Diskussion und Antizipation von moralischen Wirkungen für die ästhetischen Organisationstrukturen von Kunstwerken und Literatur hat.

Die Jahrestagung geht vor diesem Hintergrund von der Prämisse aus, dass die zentrale Bedeutung von Moral nicht nur auf den zahlreichen Ebenen gesellschaftlicher und ästhetischer Diskurse verschiedene Gesichter aufweist, sondern dass sich darüber hinaus – gerade auch in zeitlich-historischer Hinsicht – eine Pluralität unterschiedlicher Moralkulturen ausbildet. Dahinter steht die Beobachtung, dass Moral diskursiv überall präsent ist und es gesellschaftlich zum guten Ton gehört, dass moralisches Verhalten gezeigt und in diesem Sinne bewusst ‚gelebt‘ wird, etwa durch die gemeinsame Kunstgenuss und dessen kritische Beurteilung – sei es im direkten persönlichen Kontakt (Geselligkeit), im Briefverkehr oder in Form einer kritischen Öffentlichkeit, wie sie in den Journalen der Zeit entsteht. Schließlich ist man im 18. Jahrhundert bestrebt, den Zugang zur Diskussion über moralische Fragen möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, weshalb in den Moralischen Wochenschriften eben nicht nur Gelehrte über Moral sprechen. Vielmehr werden gezielt Dialoge und Briefe abgedruckt, die authentische oder fiktive Verfasser ohne akademischen Hintergrund und vor allem auch Verfasserinnen haben. Darüber hinaus impliziert der Begriff der ‚Kultur‘ den für das aufklärerische Weltbild zentralen Gedanken, dass Moralität ein Garant für Kultiviertheit und zivilisatorischen Fortschritt ist. Aus diesem Grund ist moralische Urteilskompetenz eng verbunden mit der Fähigkeit zum kritischen Denken überhaupt, weshalb musische Bildung letztlich das Moralbewusstsein zu schulen in der Lage sei. Dem steht freilich recht früh bereits die These entgegen, dass Moralität als etwas Angeborenes durch Zivilisation erst gefährdet wird, was sich in der Aufwertung ‚naiver‘ bzw. ‚barbarischer‘ Kulturen nieder­schlägt, die wie im Fall der Geschichte von Inkle und Yariko auf einmal moralischer sein können als die der zivilisierten Europäer. Der Bezug auf Moral wird so zum zentralen Element, aufgrund dessen sich die westeuropäischen Gesellschaften definieren und sich sowohl zeitlich von früheren Kulturen wie auch topographisch von den ‚Wilden‘ anderer Kontinente abzugrenzen versuchen.

Aufgrund der skizzierten Bedeutung der Moral für das 18. Jahrhundert sowie der Komplexität des Phänomens erscheint es nahe liegend, dem Begriff in seiner Gesamtheit im Rahmen einer DGEJ-Jahrestagung nachzugehen. Neben makroperspektivischen Überlegungen zur Funktion und Stellung des Moraldiskurses im 18. Jahrhundert (Sektion 1) sollen exemplarische Studien Raum finden, um das Feld möglichst umfassend zu beleuchten. Dabei gilt das Interesse sowohl den philosophischen und theologischen Grundlagen (Sektion 2) als auch dem konkreten gesellschaftlichen Niederschlag dieser im Bereich der Staatstheorien (Sektion 3), der Bestimmung der eigenen moralischen Kultur im Vergleich mit anderen (Sektion 4) wie des gesellschaftlichen Miteinanders (Sektion 5). Zudem gilt es sowohl die Frage nach der Möglichkeit von Kulturen der Amoralität (Sektion 6) als auch nach den spezifischen Kommunikationsstrategien zu stellen ist, die die Moralkulturen ausbilden (Sektion 7). Schließlich widmet sich die letzte Sektion dem Anspruch der Aufklärung, moralische Ziele auch durch Kunstproduktion zu verfolgen, indem die entworfenen theoretischen Konzepte und praktische Umsetzungsversuche beleuchtet werden (Sektion 8).

 

Sektionen:

1. Moralkulturen im 18. Jahrhundert

Diese Sektion ist übergeordneten theoretischen Überlegungen zu Begriff und Rolle der Moral im 18. Jahrhundert gewidmet. Zu fragen ist insbesondere, aus welcher historischen Situation heraus Moral für das 18. Jahrhundert von Bedeutung wird und wie der Abschluss dieses Leitdiskurses zu bewerten ist. Dies betrifft einmal die zeitliche Verortung: Lassen sich Anfang und Ende überhaupt einigermaßen konkret festlegen? Weiterhin ist aber auch zu fragen, welche makroperspektivischen Ansätze, die die Einzelbeobachtungen der anderen Sektionen transzendieren, die prägnante Rolle von Moral im 18. Jahrhundert erklären können (Ausdifferenzierung der Gesellschaft, Beginn der Moderne, Sattelzeit-Theorie u.a.). Inwiefern lassen sich in dieser Zeit von Kulturen der Moral sprechen bzw. welche übergeordneten Strukturen verbinden diese zu ein und derselben Kultur?

2. Moral, Ethik, Religion

Diese Sektion soll auf die philosophischen Schriften über Moral aus dem 18. Jahrhundert ein­gehen und dabei nicht zuletzt die Interdependenzen von Moralphilosophie, Ethik und Religion beleuchten. Entsprechend der Virulenz des Themas gibt es zahlreiche Entwürfe hinsichtlich dessen, was Moral ist und welche gesellschaftliche Rolle ihr zukommen soll. Während ratio­nalistische Ansätze noch stärker darauf setzen, dass moralisches Urteilsvermögen erlernt werden kann, entsteht im Zusammenhang mit der moral-sense-Theorie auch die gegenteilige Auffassung. Sie sieht moralische Kompetenz als etwas Angeborenes, das bestenfalls kultiviert werden kann. In engem Zusammenhang damit steht die Diskussion über die Rolle der Religion, die einerseits insofern zurückgedrängt wird, als sie ihren Sinn/Wert nun immer weniger in sich selbst hat, sondern – im Sinne von Lessings Ringparabel – moralisch erst legitimiert werden muss. Andererseits spielt gerade die intimere Ausübung von religiöser Praxis im Rahmen des Pietismus eine zentrale Rolle für die Ausbildung moralischer Kompe­tenz. Beide Entwicklungstendenzen differenzieren notwendig zu einfache Säkularisie­rungs­auffassungen.

3. Der moralische Staat

Die Leitfunktion der Moral führt zu einem veränderten Verhältnis zwischen Individuum und Staat und damit zu neuen politischen wie juristischen Konzepten. Im Gegensatz zum Absolu­tismus des 17. Jahrhunderts werden nun auch an den Herrscher moralische Anforderungen gestellt, die einen ‚guten‘ von einem ‚schlechten‘ Regenten unterscheidbar machen. Außer­dem wird unter dem Stichwort der Menschlichkeit die Reform des Strafvollzugs angestoßen, deren ‚menschliche‘ Bewertung der Hinrichtungsmethode durch die Guillotine nur die zugespitzteste Form bildet. In diesem Zusammenhang ist deshalb das Verhältnis von Moral und Gemeinwohl generell zu diskutieren, sei es in Form von Staatskonzepten wie dem des aufgeklärten Absolutismus, sei es mit Blick auf spezielle Fragen staatlicher Machtausübung beispielsweise im juristischen Bereich.

4. Moralkulturen – zeitlich und topographisch

Diese Sektion widmet sich dem Problem, inwiefern sich die westeuropäische Welt als einheitliche Moralkultur von anderen zu unterscheiden versucht. Dabei kommen Abgren­zungen der eigenen Kultur als ‚fortschrittlicher‘ gegenüber denen früherer Jahrhunderte in Frage, allerdings auch gegenüber den Gesellschaften der Eingeborenen jener unentdeckter Länder, die über Reiseberichte u. Ä. nach Europa dringen. Dabei ist insbesondere zu unter­suchen, welche Bilder von diesen anderen Kulturen im Hinblick auf Moralität gezeichnet werden: Handelt es sich um ‚barbarische‘ Völker, die völlig unmoralisch leben oder gerade um das Gegenteil, um eine unverfälschte ‚ursprüngliche‘ Lebensweise, die der zivilisierten immer überlegen ist? Welche Konzepte liegen dazwischen?

Zweitens ist die Frage nach innereuropäischen Moralkulturen zu stellen. Auf der einen Seite lässt sich mit Paul Hazard um 1700 der Beginn eines gemeinsamen europäischen Denkens ansetzen, das den für die Universalität von Moralfragen so wichtigen stets unabgeschlossenen Prozess kritischen Denkens in Gang setzt. Auf der anderen Seite weisen allein die philosophischen Moraldiskurse im 18. Jahrhundert in den verschiedenen europäischen Ländern unterschiedliche Schwerpunktsetzungen auf, die interdisziplinär und kompara­tistisch auszuloten sind. Eine für die Moraldiskussion relevante Mentalitätsgrenze dürfte nicht zuletzt zwischen Nord- und Südeuropa verlaufen, wobei sowohl die jeweilige konfessionelle Prägung der kulturellen Rahmenbedingungen als auch der mit der Antikerezeption eng verknüpfte Italiendiskurs von Bedeutung ist.

5. Moral im Alltagsleben

Moral im Alltagsleben erstreckt sich einerseits auf die Etablierung bestimmter Praktiken, die moralbildend wirken sollen bzw. dazu führen, dass Moral tatsächlich ‚gelebt‘ wird. Dabei dürfte das gemeinsame Lesen von Moralischen Wochenschriften und ähnlicher Publikationen einschlägig sein, aber auch gesellschaftliche Praktiken wie lebende Bilder oder Geselligkeit im Allgemeinen. Anderseits ist aber auch das Phänomen zu berücksichtigen, dass sich die Moral zunehmend individualisiert und verinnerlicht wird, etwa in dem Sinne, dass sich die Reinheit einer Jungfrau nun auch auf ihre Seele erstreckt. Geschlechterübergreifende Freundschaften wer­den möglich durch das Vertrauen auf das von Geburt an vorhandene und nur zu kultivierende Moralgefühl des Einzelnen. Hier sind entsprechend auch Fragestellungen zu verorten, die das Verhältnis von Moral und Liebe, Freundschaft, Ehe oder Familie betreffen. Insbesondere muss hier auch auf das Selbstverständnis der verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, vor allem des Bürgertums, eingegangen werden, das diese veränderten Familien- und Freund­schaftsstrukturen wesentlich initiiert.

6. Amoralität als Herausforderung der Moralkultur

Mit der Profilierung von Moral als Leitdiskurs geraten notwendig auch die Alternativen von Moral in den Blick, die einerseits in Abgrenzung zum Moraldiskurs des 18. Jahrhunderts, andererseits in Verschränkung mit ihm zu betrachten sind. Dazu gehört nicht nur vor dem Hintergrund des (bürgerlichen) Moralbegriffs jetzt gerade in Deutschland stark kritisierte französische Tradition von Libertinage und Galanterie. Das 18. Jahrhundert kennt im Rahmen von Rokoko und Anakreontik auch eine Kultur der erotischen Anzüglichkeit, nicht zuletzt in der Malerei (Fragonard, Baudouin), die von ihren Kritikern als unmoralisch abgelehnt, von ihren Verteidigern aber in die Moralerziehung integriert wird, wie das Beispiel Wieland zeigt. Nicht zuletzt sind eine Reihe von pornographischen Texten überliefert und der Verlust weiblicher Tugend wird ein beliebtes literarisches Motiv (Richardson, Choderlos de Laclos). Außerdem kommen Moral und Amoral um 1800 vermehrt in der Figur des edlen Räubers zusammen und bilden damit eine diskussionswürdige Spannung.

7. Kommunikationsweisen der Moral

Das 18. Jahrhundert ist durch den Aufstieg einer Reihe von neuen Medien gekennzeichnet, die ihrerseits eine neue Sprache ausbilden, die wesentlich zur Etablierung von Moral als Leitvorstellung beiträgt. Zu untersuchen wären diese Kommunikationsstrategien im linguisti­schen, kulturwissenschaftlichen und medientheoretischen Sinne: Wie wird über Moral kom­muniziert, in welchen medialen Zusammenhängen und welche distinkten Kommuni­kations­weisen bildet sie sich hier aus? Wodurch zeichnet sich ‚moralisches‘ Sprechen aus? Darüber hinaus gilt es aber auch den Zusammenhängen mit anderen Diskursen nachzugehen: Wie verhält und verändert sich moralisches Sprechen im Kontext von Rationalität, Vernunft und Empfindsamkeit, Aufrichtigkeit, Gründlichkeit oder Anstand? Inwieweit erstrecken sich diese Kommunikationsweisen auf bestimmte Zielgruppen (Gelehrte vs. Ungelehrte, Erwachse­ne, vs. Kinder, Frauen vs. Männer usw.)? Welches Verhältnis besteht zum kritischen öffentlichen Diskurs bzw. zu aufkommenden ‚gelehrten Polemik‘?

8. Moral in ästhetischer Theorie, Literatur und Künsten

Dass ihre moralische Wirkung die Kunst legitimiert und der Anspruch deshalb sein muss, möglichst viele Menschen mit ihr in Kontakt zu bringen, ist einer der Gemeinplätze der Aufklärungsforschung. Selten wird allerdings danach gefragt, welche konkreten Strategien die ästhetische Theoriebildung entwirft, um dieses Ziel umzusetzen. Von Interesse sind dabei nicht nur Ausmaß und Ausprägung, die die Umsetzung moraldidaktischer Ziele innerhalb ästhetischer Theoriebildung annimmt. Zu diskutieren ist darüber hinaus, welche Entwick­lungen sich in dieser Hinsicht im Laufe des 18. Jahrhunderts ergeben – etwa im Hinblick darauf, bis zu welchem Grad das Publikum die moralische Belehrung als solche wahrnehmen darf oder sie implizit vermittelt werden muss und welche Rolle solche Aspekte in der Herausbildung von späteren Konzepten wie dem einer autopoetischen Kunst spielen.

Es soll auch an konkreten Beispielen gezeigt werden, inwiefern es besondere Formen, Gattungen und künstlichere Mittel gibt, die der moraldidaktischen Programmatik besser gerecht werden als andere und daher stärker frequentiert werden. Mit Blick auf die Literatur wäre dabei besonders an den Bereich der Lehrdichtung zu denken, während die bildende Kunst etwa mit allegorischen Darstellungen arbeitet. Allerdings findet im Laufe des 18. Jahrhunderts im Rahmen der Internalisierung der Moral auch eine Abkehr von solchen offensichtlichen Strukturen statt, ohne dass der moralische Anspruch aufgegeben würde. Welche Strategien werden hier in den verschiedenen Künsten entwickelt, um dem Problem gerecht zu werden? Setzen sich diese Strategien nachhaltig durch oder kehrt die Spätauf­klä­rung – in Abgrenzung von den klassischen und frühromantischen Positionen – sogar wieder zu expliziteren Methoden der Moralvermittlung zurück?

 

Prof. Dr. Lothar van Laak
Dr. Kristin Eichhorn
Neuere deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft
Fakultät für Kulturwissenschaften
Universität Paderborn
Warburger Str. 100
D-33098 Paderborn

Exposés (im Umfang von 300 Wörtern) zu einem Vortrag von 20 Minuten Länge senden Sie bitte zusammen mit einem kurzen CV (1 Seite) bis zum 30. Juni 2017 an:

Lothar.van.Laak@uni-paderborn.de

keich@mail.uni-paderborn.de

via H-Germanistik (Hier finden sie auch eine englische Version des CfP)

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Bibliotheksnachrichten: Auerbach-Bibliothek in Marbach

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat einen Kern der Bibliothek des bedeutenden Romanisten und Literaturtheoretikers Erich Auerbach erworben. Die Bücher wurden von dem in den USA lebenden Enkel Auerbachs, Claude Auerbach, übergeben.

Auerbach, der sowohl Jura als auch Romanistik studiert hatte, avancierte zu einem der bedeutendsten Literaturwissenschaftler der Zwischen- und Nachkriegszeit. Sein eigenes Schicksal war von Flucht und Exil geprägt. Im Jahr 1936 floh er vor dem NS-Regime zunächst in die Türkei, wo er sein bedeutendes Werk Mimesis ausarbeitete, später in die USA. Auerbach war ein Mittler zwischen den Kulturen, der sich bei Dante ebenso heimisch fühlte wie bei Flaubert und Thomas Mann und den Begriff der Weltliteratur entscheidend weiterentwickelte. Die Heimat des Philologen sei nicht die Nation, sondern die Erde, konstatierte er in seinem Aufsatz Philologie der Weltliteratur.

Die Bibliothek wird aktuell erschlossen. Maßnahmen zur Bestandserhaltung werden initiiert.

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Annual workshop of the AILC / ICLA Research Committee on Literary Theory „CRITIQUE / CRITICISM“, Berlin (23.-24.06.2017)

Annual workshop of the AILC / ICLA Research Committee on Literary Theory
CRITIQUE / CRITICISM

Ort: ZfL, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Trajekte-Tagungsraum
Datum: 23.06.2017 – 24.06.2017
Kontakt: Stefan Willer

The English language has a way of differentiating ›criticism‹ and ›critique‹ that is absent from other European languages. As is often explained, ›critique‹ rather refers to the philosophical tradition of critical thought—as in »Critique of Pure Reason«—whereas ›criticism‹ denotes its more down-to-earth applications, such as literary criticism. Even though this distinction obviously underrates the complexities of literary evaluation, it has been and is being used to introduce value judgments with respect to literary criticism itself. To cite a blunt example: »criticism finds fault/critique looks at structure«, »criticism is spoken with a cruel and sarcastic tone/critique’s voice is kind, honest, and objective«, »criticism is negative/critique is positive« (Judy Reeves, Guide for Writers and Writing Groups, 2002).

As simplistic as these dichotomies may be, they address long-standing epistemological and ethical problems. On the one hand, according to Rodolphe Gasché, critique in the history of modern philosophy, starting with Descartes, »entails a new and radical negativity of thought.« On the other, it can be labelled essentially positive, as in Heidegger, who states that the Greek verb ›krinein‹ means »to lift out that of special sort« and thus designates »the most positive of the positive« (cf. Gasché’s introduction to his Honor of Thinking, 2007). Between these extremes, a vast field of distinctions opens up, especially for literary and/or textual criticism. According to Friedrich Schleiermacher’s reflections on Hermeneutik und Kritik (1810s–30s), critcism is both a judgment (»Gericht«) and a comparison (»Vergleichung«); it can be doctrinal and historical, lower and higher, documentary and divinatory, referring both to letter and spirit. Ultimately, for Schleiermacher, every slip of the tongue is a critical case, given that thought and speech diverge. Criticism hence becomes relevant for finding ›faults‹ in the broadest sense, but in a highly differentiated manner. Thus, the English distinction of ›critique‹ and ›criticism‹ can induce some more specific research into the techniques and theories of drawing distinctions.

Mehr Informationen und das Programm sind auf der ZfL-Homepage zu finden.

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Stellenausschreibung: Doktorand(inn)enstelle (65 %), Universität Heidelberg (Bewerbungsschluss: 30.06.2017)

Doktorand(inn)enstelle (65%) an der Universität Heidelberg

 

Im Rahmen des von der Volkswagen Stiftung geförderten Projekts Horribilis Atheus. Der Diskurs über den Unglauben in der Frühen Neuzeit am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg ist ab dem 1.8. oder 1.9.2017 die Stelle

eines Doktoranden/einer Doktorandin (TV-L 13, 65%)

zu besetzen.

Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet, eine Verlängerung durch zusätzliche Drittmittel oder Teilstipendien ist möglich und erwünscht. Das Thema der anzufertigenden Dissertation soll sich im thematischen Rahmen des Projekts – Diskursivierung und Transformationen des Unglaubens – bewegen, allerdings mit der Konzentration auf den deutschen Kulturraum. Der Untersuchungszeitraum kann zwischen Reformationszeit und klassischer Moderne (zwischen 1520 und 1920) frei gewählt werden.

Erwünscht sind Projektvorschläge, die anhand von quellenbezogenen Fallstudien das Verhältnis von Glauben und Unglauben im neuzeitlichen Spannungsfeld von (institutionalialisierter wie alternativ-heterodoxer) Religion, Politik, Philosophie und Naturforschung untersuchen. Methodisch sollte der Einsicht diskursanalytischer Überlegungen Rechnung getragen werden, dass sich die Pole von Glauben und Unglauben nicht aufgrund klar fixierbarer doxologischer Positionen ermitteln lassen, sondern sich durch Selbst- und Fremdzuschreibung in einem fortlaufenden kommunikativen Prozess gegenseitig bestimmen. Für den Zeitraum vor 1720 wären gute Lateinkenntnisse erforderlich.

Mögliche Themenfelder wären etwa:

  • der Unglaubensvorwurf in konfessioneller Polemik seit der Reformation (Luther, Sarcer, Possevino u.a.)
  • die Rezeption Pierre Bayles in der deutschen Aufklärung
  • die frühe Rezeption des britischen Deismus (Herbert v. Cherbury) in Deutschland
  • Religiöse und theologische Themen in Zeitschriften der Aufklärungszeit oder auch des 19. Jahrhunderts
  • Sakralisierung des Profanen: Kunstreligion, Wissenschaftsglaube und politische Theologie im 18. oder 19. Jahrhundert
  • Rezeption(en) der Aufklärung ab 1800, Wiederentdeckungen, Umwertungen und Instrumentalisierungen einer Epoche
  • Alternative Religionsentwürfe oder Glaubenssysteme im 19. Jahrhundert (Freidenkerverbände, Weltanschauungsliteratur, Lebensreform, Okkultismus u.a.)
  • Unter diesem Gesichtspunkt ausnahmsweise nach 1920: Das Bild der Aufklärung als historisches Korrektiv in der unmittelbaren Nachkriegszeit, 1945-1950 (Zeitschriften, Essayistik etc.)

 

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und Projektentwürfen (max. 4000 Zeichen incl. Leerzeichen) sind bis zum 30.6.2017 zu richten an:

Dr. Björn Spiekermann
Germanistisches Seminar der Universität Heidelberg
Hauptstr. 207-209
69117 Heidelberg
bjoern.spiekermann@gs.uni-heidelberg.de
 

via H-Germanistik

 
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Internationales Symposium: „Internationale Studiengänge in den Geistes- und Kulturwissenschaften: Chancen, Perspektiven, Herausforderungen“, Mainz (29.-30.06.2017)

Internationale Studiengänge in den Geistes- und Kulturwissenschaften: Chancen, Perspektiven, Herausforderungen | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Datum der Veranstaltung: 29.-30. Juni 2017

Internationales Symposium vom 29.-30. Juni 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

„Internationale Studiengänge in den Geistes- und Kulturwissenschaften: Chancen, Perspektiven, Herausforderungen“

Die Tagung widmet sich jenen Aspekten, die für die Internationalisierung der Lehre gerade in den Geistes- und Kulturwissenschaften von besonderer Relevanz sind. Die Schwerpunkte liegen auf folgenden drei Themenfeldern:

  • Sprachliche Vielfalt – Internationale Studiengänge haben beinahe immer das Englische als Unterrichtssprache. Ist das aus pragmatischen Gründen unumgänglich oder gibt es Konzepte, wie auf diesem Feld die Geistes- und Kulturwissenschaften ihrem Auftrag der Pflege und Förderung der sprachlichen Vielfalt gerecht werden können?
  • International Classroom – Die Studierendenschaft internationaler Studiengänge ist in besonderem Maße inhomogen. Wie kann das, was die Studierenden an unterschiedlichem fachlichen, kulturellen und sozialen Wissen mitbringen, als Chance begriffen und nutzbar gemacht werden, gerade auch für die Studieninhalte?
  • Employability – Der Übergang von der Universität in die Berufswelt stellt in den Geistes- und Kulturwissenschaften eine besondere Herausforderung dar. Durch welche Konzepte und Maßnahmen können schon während des universitären Studiums Berufsfähigkeit und berufsbefähigende Kompetenzen sinnvoll gefördert werden, insbesondere – aber nicht nur – in internationalen Studiengängen?

Das Symposium soll den Charakter einer Arbeitstagung haben, bei der kollegialer und institutioneller Austausch im Mittelpunkt stehen. Die einführenden Keynotes werden ergänzt durch ausgewählte Praxisbeispiele und Diskussionsrunden in verschiedenen Formaten, in denen alle Tagungsteilnehmer gemeinsam an zukunftsweisenden Ideen arbeiten und Lösungen entwickeln.

Wir freuen uns, wenn Sie als Gast an unserer Tagung teilnehmen möchten. Sie können sich hierfür verbindlich auf unserer Homepage www.talcme.uni-mainz.de/mainz anmelden. Hier finden Sie auch weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm.

via H-Germanistik (Hier finden Sie auch ein Tagungsprogramm)

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