Ringvorlesung: „Europäische Traumkulturen. Theorien. Methoden. Analysen“, Saarbrücken (10.04.-17.07.2018)

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Europäische Traumkulturen. Theorien. Methoden. Analysen | Universität des Saarlandes (Campus B3 1 | Hörsaal II

Datum der Veranstaltung: 10. April – 17. Juli 2018, jeweils dienstags von 18:00-20:00 Uhr

Die Ankündigung der Ringvorlesung finden Sie auch auf der Webpräsenz des DFG-Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen«.


Das DFG-Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« erforscht seit 2015 die europäische Wissensgeschichte des Traums und die ästhetische Gestaltung von Träumen in verschiedenen Künsten und Medien (Malerei, Musik, Literatur, Film u.a.). Zum Start der zweiten Promovierenden-Gruppe des Kollegs, die im April 2018 die Arbeit aufnimmt, vermittelt die Ringvorlesung die wissenschaftlichen Grundlagen, die sich aus unserem Verständnis von Traum als Produkt kultureller Arbeit und ästhetischer Konstruktion ergeben. Die am Kolleg beteiligten WissenschaftlerInnen sowie SpezialistInnen aus dem In- und Ausland bieten dabei einen Überblick über die Wissensgeschichte des Traums seit der Antike, stellen unterschiedliche (inter-)disziplinäre Methoden zur Analyse von Traumdarstellungen vor und beleuchten zahlreiche (inter-)mediale künstlerische Traum-Beispiele aus den verschiedenen europäischen Kulturräumen.

10. April 2018 – Zur Wissensgeschichte des Traums I | Manfred Engel

17. April 2018 – Zur Wissensgeschichte des Traums II | Manfred Engel

24. April 2018 – Narratologie. Ansätze der Analyse von »Raum und Zeit« in Traumerzählungen (am Beispiel mittelalterlicher Texte) | Nine Miedema

8. Mai 2018 – Diskursanalyse. Traumtheorie, Traumkunst, Traumpolitik (am Beispiel des spanischen Barock) | Janett Reinstädler

15. Mai 2018 – Gedichtanalyse. Traum in der russischen Lyrik | Henrieke Stahl

22. Mai 2018 – Intermedialität. Der Schlaf als Freund der Musen – Schlafende, Träumende um 1800 | Eva Kocziszky

29. Mai 2018 – Literatur und Wissen. Träume der Moderne bei Kafka und Proust | Peter Brandes

5. Juni 2018 – Soziologische Zugänge. Verborgene Botschaften: Die Träume der Kritischen Theorie | Amalia Barboza

12. Juni 2018 – Musikwissenschaft. Träume zwischen Oper und Film: Klang, Körper, Aufführung | Mauro Bertola

19. Juni 2018 – Musikwissenschaft. Träume in der Musik: Geschichte und Analyse | Dorothea Redepenning

26. Juni 2018 – Filmwissenschaft: Traumfabrik Kino: Träume(n) im Film – Kino als Traum | Stephanie Catani

3. Juli 2018 – Gehörte Träume: Trauminszenierungen im Hörspiel | Romana Weiershausen

10. Juli 2018 – Struktur und Semantik des Traums in literarischen Texten | Renate Lachmann

17. Juli 2018 – Wort-Bild-Beziehungen: Traumgestaltung im Bilderbuch | Christiane Solte-Gresser

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Vortragsreihe: „Zum Begriff und zur Sache der Interpretation – Transdisziplinäre Perspektiven. Zum Gedenken an Hans Georg Gadamer“, Heidelberg (26.04.-26.07.2018)

Zum Begriff und zur Sache der Interpretation – Transdisziplinäre Perspektiven. Zum Gedenken an Hans Georg Gadamer | Universität Heidelberg

Datum der Veranstaltung: 26. April – 26. Juli 2018, jeweils um 18:15 Uhr

Das Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg richtet im Sommersemester 2018 die Vortragsreihe Zum Begriff und zur Sache der Interpretation – Transdisziplinäre Perspektiven zum Gedenken an Hans Georg Gadamer aus.

Programm:

Donnerstag, 26. April, 18:15 Uhr, Neue Universität, HS 10
Prof. Dr. Carsten Dutt (University of Notre Dame)
Versuchen zu verstehen: Für eine vergleichende Epistemologie der Interpretation

Donnerstag, 3. Mai, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. Wolfgang Künne (Universität Hamburg)
Stufen des Verstehens einer sprachlichen Äußerung

Mittwoch, 9. Mai, 18:15 Uhr, NUni, HS 13
Prof. Dr. Dieter Teichert (Universität Luzern)
Nietzsche, Heidegger und die Folgen:  Zur Karriere des Interpretationsbegriffs in der Philosophie

Donnerstag, 17. Mai, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. Bernhard Schlink (Humboldt-Universität Berlin)
Juristische Interpretationen – juristische Hypothesen

Donnerstag, 24. Mai, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. Martin Laube (Universität Göttingen)
Die Unvermeidlichkeit der Interpretation: Theologische Perspektiven

Mittwoch, 30. Mai, 18:15 Uhr, NUni, HS 13
Prof. Dr. Hildegund Müller (University of Notre Dame)
Interpretationsprobleme der klassischen Philologie

Donnerstag, 7. Juni, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. Alain Schnapp (Université Paris 1 Pantheón-Sorbonne)
Die Lehre der Dinge: Interpretationsprobleme zwischen Antiquarianismus und Archäologie

Donnerstag, 14. Juni, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. David Wellbery (University of Chicago)
Was heißt es, Literatur zu interpretieren?

Mittwoch, 20. Juni, 18:15 Uhr, NUni, HS 13
Dr. Martin Sonnabend (Städel Museum Frankfurt a. M.)
Interpretation und Zuschreibung in der Kunstgeschichte: Michelangelos Zeichnungen als Paradigma

Donnerstag, 21. Juni, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. Harry Liebersohn (University of Illinois at Urbana-Champaign) / Prof. Dr. Suzanne Marchand (Louisiana State University) / Prof. Dr. Stefan Rebenich (Universität Bern)
Interpretation in History

Donnerstag, 5. Juli, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. Norbert Groeben (Universität zu Köln)
Verstehens- und Interpretationsebenen (in) der empirischen Psychologie

Donnerstag, 12. Juli, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
PD Dr. Dr. Norman Sieroka (ETH Zürich)
Interpretationsprozesse in der physikalischen Forschung

Donnerstag, 19. Juli, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Keno März MSc. med. inf. (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg)
Surgical Data Science: Modellieren, lernen, interpretieren

Donnerstag, 26. Juli, 18:15 Uhr, NUni, HS 10
Prof. Dr. Rüdiger Görner (Queen Mary, University of London)
„Verstehen ist immer gestimmtes“: Über musikalisches Deuten

via H-Germanistik

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CfP: „Pirandello and Translation: Transfer, Transformation and the Transcultural“, Glasgow (24.08.2018)

Call for Papers für die jährliche Konferenz der Society for Pirandello Studies mit dem Thema „Pirandello and Translation: Transfer, Transformation and the Transcultural“ | University of Glasgow

Deadline Abstract: 24. August 2018 | Datum der Veranstaltung: 13. Oktober 2018

The annual one-day conference of the Society for Pirandello Studies aims to embrace a wide variety of methods and approaches to Pirandello’s œuvre, and to bring together theatre professionals, critics and scholars representing a range of disciplines. This year’s conference focusses on translation and the transcultural in Pirandello. Particularly welcome are contributions that relate Pirandello’s texts to different media and/or genres.  Abstracts of c.200 words (in English) for papers of 20 minutes’ duration should be sent to Dr Enza De Francisci at enza.defrancisci@glasgow.ac.uk

The deadline for abstracts is Friday 24 August 2018.

For further information about The Society for Pirandello Studies, including membership and Pirandello Studies (the annual journal), please visit our website at http://www.ucd.ie/pirsoc/ and Facebook page: https://www.facebook.com/SocietyForPirandelloStudies.

via Comparative Literature Discussion List

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CfP: „Gleichgewicht und Ökonomie“, Tübingen (01.06.2018)

Call for Papers für den interdisziplinären Workshop „Gleichgewicht und Ökonomie“ | Universität Tübingen

Deadline Abstract: 01. Juni 2018 | Datum der Veranstaltung: 15.-16. November 2018

Im Kontext des Promotionsverbunds „Theorie der Balance“, erforscht der Workshop den Zusammenhang von Ökonomie und Gleichgewicht aus interdisziplinärer Perspektive. Ökonomisches Denken ist seit Adam Smith und Karl Marx geprägt von einem Diskurs des Gleichgewichts, der Stabilität und des Ausgleichs. Bei Smith wird die Stabilität garantiert durch die Selbstregulierung des Marktes – die unsichtbare Hand, die hinter dem Rücken der Einzelinteressen das Wohl des Gemeinwesens fördert. Smith versöhnt so das unreglementierte Marktgeschehen mit dem Ideal einer stabilen Marktwirtschaft. Marx kritisiert diese harmonische Sicht des Liberalismus als Ideologie. Der Kapitalismus produziert auf der Basis des formellen Äquivalententauschs systematisch reales Ungleichgewicht zwischen den Klassen. Mehrwertproduktion und Ausbeutung des Proletariats bedingen sich gegenseitig und das Ideal der stabilen Marktwirtschaft bleibt eine Illusion. Kapitalismus ist für ihn wesentlich vom Exzess geprägt, der das ökonomische Gleichgewicht verhindert. Wirtschaftskrisen sind darum vorprogrammiert.

In der Zwischenkriegszeit im 20. Jahrhundert traten diese Weltwirtschaftskrisen offen zu tage, die zu neuen Stabilisierungsversuchen nach dem zweiten Weltkrieg führten (soziale Marktwirtschaft, Bretton-Woods-System). Weil aber auch diese Stabilisierungsversuche nicht vor Krisen schützen konnten (Ölkrise), wurde das ideologische Theorem der unsichtbaren Hand vom Neoliberalismus wiederbelebt und beherrscht seitdem den Diskurs über Ökonomie. Da er den Glauben an das natürliche Gleichgewicht des Marktes (Angebot und Nachfrage, Löhne und Preise) involviert, bedeutet seine Dominanz den Abbau nicht-markförmiger, demokratischer Strukturen, der in der Realität die Verstetigung und Zunahme sozialer Ungleichgewichte (global und lokal) bewirkt. Er fördert zudem eine individuelle Lebensgestaltung, die das Leben einseitig ökonomischen Prinzipien unterwirft, eine unternehmerische Subjektivität (Wendy Brown), die zum Investor ihrer selbst wird und darüber das am Leben verwirft, was sich nicht in ökonomischen Werten bemessen lässt. Derartige Tendenzen zeigen sich heute insbesondere auch in sogenannten Social Networks. Hier konkurrieren nicht nur die Betreiber von Plattformen, wie Facebook, Twitter und Instagram um die Aufmerksamkeit der NutzerInnen, auch letztere avancieren zu ihrer eigenen Marke, die sie in Fotos und Postings stetig inszenieren müssen, um die Aufmerksamkeit und Anerkennung der Community zu erhalten. Der Selbstoptimierungsdruck führt dabei zu einem Verschwimmen der Grenzen von Arbeit- und Privatsphäre und somit zu einer Ökonomisierung vermeintlich distinkter Lebensbereiche.

Angesichts des durch Akkumulation erzeugten ökonomischen und sozialen Ungleichgewichts entstehen zahlreiche alternative Modelle und Bewegungen, die ein ‚ethisches Wirtschaften‘ als Mittelweg proklamieren und so versuchen ökonomische Ungleichheiten auszutarieren (‚Gemeinwohl-Ökonomie‘, Christian Felber). Doch auch in Bezug auf ökonomisch verankerte digitale Technologien findet ein Umdenken statt, das sich in de-mediatisierenden Tendenzen (Digital Detox) widerspiegelt, die ebenfalls den Menschen und seine Bedürfnisse ins Zentrum stellen (Achtsamkeit). Das Thema Gleichgewicht durchdringt so mehrere Dimensionen ökonomischen Handelns und reicht von der regulierenden Praxis von Notenbanken, über alternative Wirtschaftsmodelle und ökonomische geprägte Lebensweisen bis hin zur Etablierung unkontrollierter Geldsysteme (Kryptowährungen).

 

Wir laden zu 20-minütigen Vorträgen ein, die sich kritisch und aktualitätsbezogen mit dem Vexierspiel von Gleichgewicht und Ungleichgewicht, Stabilität und Krise in der Ökonomie aus wirtschaftswissenschaftlichen, politischen, philosophischen, historischen, künstlerischen oder medialen Blickwinkeln widmen.

Mögliche (aber nicht erschöpfende) Themengebiete sind:

  • Ungleichgewicht: integraler Bestandteil des Kapitalismus?
  • (Neo-)Kolonialismus/ Imperialismus/ Neoliberalismus: Ungleichgewicht der Aufteilung der Welt
  • Gleichgewicht politischer Partizipation
  • Gleichgewicht in der Währungsunion
  • Freihandel und Handelskriege: Ausdruck und Wege zum (Un-)Gleichgewicht
  • prekäres Gleichgewicht von Kryptowährung
  • Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit der Zentralbanken und Schattenbanken
  • Gleichgewicht des politischen Klimas
  • Ökonomie des Alltags – Leben, Liebe, Partnerschaft als wirtschaftliches Projekt
  • Ökonomie und Ausgeglichenheit – Work-life-balance
  • Ökonomie und Ecocriticism
  • Alternative Wirtschaftssysteme

Der anderthalbtägige Workshop (15. Und 16.11.2018) wird an der Universität Tübingen stattfinden. Fahrtkosten und eine Übernachtung können bis zu einem gewissen Rahmen übernommen werden. Es besteht außerdem der Plan, die Beiträge des Workshops zu sammeln und zu einem Sammelband auszuarbeiten. Bei Interesse freuen wir uns bis zum 01.06. auf kurze Abstracts (ca. 500 Wörter) an lukas.muesel@googlemail.com und matthiasroeck@gmx.de

via H-Germanistik

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Ringvorlesung: „Geisteswissenschaften entwerfen …“, Hamburg (25.04.-11.07.2018)

Ringvorlesung Geisteswissenschaften entwerfen … | Universität Hamburg, Graduiertenschule „Geisteswissenschaften“, ESA K

Datum der Veranstaltung: 25. April -11. Juli 2018, jeweils mittwochs von 16:00-18:00 Uhr

Geisteswissenschaften entwerfen …

Allen mittelfristig drängenden Problemen der Menschheit sind zwei Dinge gemein: Sie lassen sich nicht auf lokaler, sondern nur auf globaler Ebene behandeln, und sie können nicht von nur einer wissenschaftlichen Disziplin verstanden, erklärt und gelöst werden. Die Themen Klimawandel, globale Ungleichheit, Digitalisierung und Urbanisierung etwa entziehen sich aufgrund ihrer Komplexität, Reziprozität und weltumspannenden Wirkung dem Zuständigkeitsbereich einer einzigen Fachrichtung. Deshalb können sie nur durch interdisziplinäre Zugänge, die uns aus Selbstreferentialität befreien und aktiv den öffentlichen Diskurs finden, exploriert und bearbeitet werden. Dabei scheinen die oben genannten Problemfelder in der allgemein en Wahrnehmung eher auf eine Behandlung durch die Wirtschafts-, Sozial- und Ingenieurswissenschaften zu warten. Unsere Vortragsreihe hingegen will eine geisteswissenschaftliche, neue Perspektive entwickeln. Was wir dadurch in den Blick bekommen, ist weniger die Fähigkeit, künftige Szenarien vorherzusehen oder konkrete Lösungsansätze zu unterbreiten. Vielmehr erlangen wir die Möglichkeit, ein ganzheitliches Verständnis für die Herausforderungen der gegenwärtigen Welt zu gewinnen. Auf diese Weise können wir uns in einer sich radikal und disruptiv ändernden Welt von herkömmlichen Denkmustern befreien und Handlungsalternativen für die Zukunft entwerfen.

 

25.04.2018 Ökologie

Macht, Wissen, Transformation – Environmental Humanities für einen gesellschaftlichen Wandel

Anna-Lena Glesinski, Hamburg

Das Ende des Anthropozäns wird vielerorts ausgerufen. Eine Neuperspektivierung der gesellschaftlichen Machtverhältnisse und menschlichen Wissensproduktion ist im Angesicht
von Klimawandel, der Endlichkeit von Naturgütern und landrechtlichen Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert unumgänglich. Unter Vorzeichen von sozialem Umbruch und ökologischer Krise ist rund um den Begriff der Environmental Humanities in den letzten Jahrzehnten ein transnationales und interdisziplinäres Forschungsfeld innerhalb der Geisteswissenschaften entstanden. Hier wird ein Umdenken im Diskurs um die Beziehung zwischen Natur und Mensch gefordert, die Trennung von westlichen, östlichen und indigenen Formen von Wissen und Macht hinterfragt und Transformation auf lokaler und globaler Ebene gefordert. Die Wissenschaftler*innen ergründen, wie Wissensproduktion und Kommunikation im ökologischen Sinne funktionieren und welche Rolle Vernetzung und digitaler Wandel in Welt und Wissenschaft spielen.

Der Vortrag wird das Forschungsfeld skizzieren, ein Bild des aktuellen Forschungsstands auf internationaler Ebene sowie im deutschsprachigen Raum zeichnen und Ideen sammeln, wieso
der Standort Hamburg attraktiv für umweltorientierte Geisteswissenschaften ist. Im Rahmen der Reihe „Geisteswissenschaften entwerfen“ werden hier folgende Fragen gestellt: Wie können Geisteswissenschaften sozialökologischen Wandel gestalten? Und wie können und müssen wir schon heute die Geisteswissenschaften von morgen entwerfen?

 

06.06.2018 Politik

We need to talk about our future

Fritz Gillerke, Bayreuth

The 21st century is facing a global transformation of economic and political systems. By shaping the institutions of our future we need to rethink our concern for all those who will be affected by our actions – even if they are not yet born. This requires an unprecedented change in the understanding of our political institutions and the fundamental democratic principles underlying them. If we want to take seriously the idea of accounting for the interests of future generations, we will necessarily need to question the way we include and exclude people in modern
democracies. This poses a conundrum for cosmopolitans and nationalists alike but more importantly challenges our conceptions of global and intertemporal representation within the boundaries of democracy. Drawing on debates on models of deliberative democracy, environmentalism, democratic representation and legitimacy, this talk discusses two of the most pertinent questions of contemporary political philosophy: How can we make political decision-making more adaptive to the interests of future generations? And how can our democratic institutions ensure justice between generations?

 

20. 06.2018 Digitale Gesellschaften

Class and African Literature in a Digital Age

Shola Adenekan, Bremen

The Nigerian writer Chimamanda Ngozi Adichie articulates an under-theorization of African class and social formation in postcolonial studies. In an interview with the British journalist Stephen Moss (2007), she recounts a conversation she had with a professor, while she was a postgraduate studen t at an Ivy League university; this academic had refused to believe in the veracity of her first novel Purple Hibiscus (2003) because it portrays people who are middle class. Adichie points out that: “People forget that Africa is a place in which class exists.”

Adichie’s experience speaks to the fact while there is no shortage of studies on class analysis in the western world (Borislav Knezevic, 2003; Barbara Ehrenreich, 1990; and Dimock & Gilmore, 1994; are good examples) literary analysis on class formation in the postcolonial world of Africa, are few and far between. But class-consciousness is not alien to many African societies and if we are to investigate modern African identity and the construction of self in the 21st Century, shaped between globalizing and localizing tendencies, the question of social class cannot be ignored.

Using history as a starting-point, this paper will argue that our understanding of class has for a long time been influenced by a Euro-modern concept of social status, which sees class as an idea that is applicable only to Western societies and that class can only be comprehended by framing arguments through this perspective. It will argue that ideas of social status are also part of history in non-western societies such as Nigeria and Kenya. And that this notion of class consciousness is exemplified by new creative writings being published in the digital age. I will argue that these online literature is organised around not just the present but also the robust interpretation of the past. This is because new media technologies give writers new avenues to shape, recreate, possess, re-live, experience, and remember forgotten old cultural practices and create new contemporary cultural values.

My paper will discuss tensions between forms of cultural representation and how these are mediated through the use of digital technologies. I argue that the digital space is the ideal place to theorize on how a particular African ‚mid dle-class‘ self is being engineered by writers of blogs, commentary, online poems, short fictions and essays; contributors to YouTube and other video posts.

 

04.07.2018 Urbanisierung

Die „funktionale Stadt“. Wissensgeschichte eines Planungskonzepts

Christa Kamleithner, Berlin

Die „funktionale Stadt“ gerinnt auf dem vierten CIAM-Kongress 1933 zur wirkmächtigen Formel, die den radikalen Umbau vieler Städte nach dem Zweiten Weltkrieg anleitet. Gemeinhin wird sie als architektonisches Konzept verstanden, das einem autoritären Gestus verpflichtet ist und von einer tabula rasa ausgeht. Eine Wissensgeschichte, die den Anfängen des Konzepts bis in die 1870er Jahre nachgeht, kann jedoch zeigen, dass es in einer Mimesis von Marktprozessen entsteht und stattfindende Sortierungsprozesse bereinigt und verstärkt. Eine solche Perspektive, die den historischen Zusammenhang von Planung und Marktentwicklung zeigt, ist auch für die aktuelle Reflexion von Planung von Belang.

 

11.07.2018 Globalisierung

Narrative der Globalisierung und des Klimawandels – Geisteswissenschaftliche Perspektiven auf öffentliche Diskurse

Dominik Schreiber (Hagen)

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CfP: „Brecht unter Fremden / Brecht amongst Strangers“, Leipzig (31.07.2018)

Call for Papers für das 16. Symposium der International Brecht Society (IBS) mit dem Thema „Brecht unter Fremden / Brecht amongst Strangers“ | Leipzig

Deadline Abstract: 31. Juli 2018 | Datum der Veranstaltung: 19.-23. Juni 2019

Das CFP im PDF-Format finden Sie hier. Eine englische Version finden Sie hier.


CALL FOR PAPERS
zum 16. Symposium der International Brecht Society (IBS)

BRECHT UNTER FREMDEN / BRECHT AMONG STRANGERS

19.–23.6.2019 in Leipzig

veranstaltet von der International Brecht Society (IBS) und dem Centre of Competence for Theatre (CCT) an der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig und dem Schauspiel Leipzig

Zeit seines Lebens war Bertolt Brecht konfrontiert mit dem Fremden. Er war ihm ausgesetzt an allen Schauplätzen seines Lebens, auf denen er sich als einer unter Fremden bewegte. Und er hat die Erfahrung des Fremden zum Angelpunkt seines gesamten künstlerischen Schaffens gemacht. Seine intensive Auseinandersetzung mit dem Fremden ist hochaktuell in einer Zeit der Migrationsgesellschaften, in denen Fremdenangst und Fremdenhass alltäglich geworden sind, und die unsere Unfähigkeit, unter Fremden zusammenzuleben, zum Problem werden lassen. Mit Brecht gilt es daher, an einer Theorie wie einer Praxis eines zeitgenössischen »Theaters unter Fremden« zu arbeiten.

Den ausführlichen Call for Papers sowie weitere Informationen zum Symposium finden Sie im Anhang dieser Nachricht sowie unter www.brechtunterfremden.org. Abstracts für Vorträge, Panels, Kurzworkshops, Lecture Performances und verwandte Formate können im Umfang von bis zu 1.500 Zeichen pro Beitrag bis zum 31. Juli 2018 unter der Adresse abstracts@brechtunterfremden.org eingereicht werden.

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Lecture: „Media Anachronism“, Berlin (22.05.2018)

Media Anachronism | ICI Berlin

Datum der Veranstaltung: 22. Mai 2018

Media landscapes are far from being homogeneous. Media diverge not only because they perform diverse functions and elicit different practices, but also because they recall distinct stages in the media history. We deal with a number of “obsolete” media that nevertheless we still find useful and friendly—and whose ultimate destiny will be either to be discharged in a dump, or to be located in a museum. But how does the past speak to the present? The talk will challenge the idea of memory and illustrate its role in our cultural practices. It will do that through a radical re-reading of few “primeval scenes” that are often recalled by film theory when it focuses on the origins of screens and screened images: the myth of Perseus and the Gorgon, the legend of Boutades’ daughter and the origin of portraiture, the chronicle of Brunelleschi’s invention of perspective. This re-reading of a number of well-known episodes will hopefully help to retrace the main operations that we perform when we “adapt” old media to new assemblages. Casetti will draw some final and critical considerations about the concepts of “propensity” and “disposition” often used to explain media evolution.

Francesco Casetti is the Thomas E. Donnelley Professor of Humanities and Film and Media Studies at Yale University. Among his books, Eye of the Century: Film, Experience, Modernity (2005) analyses the reasons why cinema became the art of 20th century, and The Lumière Galaxy: Seven Key words for the Cinema to Come (2015) depicts the reconfiguration of cinema in a post-medium epoch. He currently works on fears that cinema raised in the first decades of its life, and on the increasing interdependence of media and environment.

Organized by

ICI Berlin

The lecture is part of the current ICI Lecture Series ERRANS, in Time. Ideas of physical, social, revolutionary time, internal time consciousness, or historical experience are far from settled in their respective discourses and practices. Yet attempts to harmonize or correlate the understanding of time and temporal phenomena generated in different disciplines all-too quickly resort to normative, if not teleological ideas of progress, efficiency, or experiential plenitude. Can the heterogenous relations between discordant conceptions of time and temporality be understood as being ‘erratically’ structured, that is, as marked by inherent misapprehensions, a dissonance that defies regulation, and an unexpected variability?

The event, like all events at the ICI Berlin, is open to the public, free of charge. The audience is presumed to consent to a possible recording on the part of the ICI Berlin. If you would like to attend the event yet might require assistance, please contact Event Management.

via ICI Berlin

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Ringvorlesung: „Migration und Gegenwartsliteratur“, Regensburg (10.04.-10.07.2018)

Migration und Gegenwartsliteratur | Universität Regensburg, Vielberthgebäude – H25

Datum der Veranstaltung: 10. April – 10. Juli 2018, jeweils dienstags von 16.00-18:00 Uhr

Veranstaltet vom Institut für Slavistik (Professur für Vergleichende Literaturwissenschaft und Lehrstuhl für Slavische Sprach- und Kulturwissenschaft) in Kooperation mit der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien (GS OSES) und dem Institut für Germanistik der Universität Regensburg.

In Ergänzung finden zwei Autorenlesungen statt, die von der Universitätsstiftung PRO ARTE finanziert werden:

Julya Rabinowich (08.05.2018) und Olga Martynova (12.06.), 20 Uhr, Buchhandlung Dombrowsky.

Di, 16-18 Uhr, Vielberthgebäude – H25
10.04. Begrüßung durch die Veranstalter

PD Dr. Matthias Aumüller (Fribourg/CH): Migration und Gegenwartsliteratur: Autoren, Geschichten, Verfahren – Einführung und Überblick

17.04. Prof. Dr. Irmela von der Lühe (Berlin): „Gib dem Herrn die Hand, er ist ein Flüchtling! “ – Flucht und Exil in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts
24.04. Prof. Dr. Till Dembeck (Luxemburg): Mehrsprachigkeit als Migration. Wie Sprachen in literarische Texte einwandern
08.05. Prof. Dr. Marcus Hahn (Regensburg): Ein türkischer Spion im deutschen Kalten Krieg: Migration und Mehrsprachigkeit in Gabi Delgado-Lopez’ Kebabträume (1980)
15.05. Dr. Christian Steltz (Regensburg): „Arm dran ist, wer nur sein eigenes Land hat“ – Anmerkungen zu den Perspektiven der deutsch-türkischen Literatur
29.05. Prof. Dr. Monika Wolting (Wrocław): Grenzen und Möglichkeiten der Gegenwartsliteratur. Erzählte Migration aus Polen und der ehemaligen Sowjetunion
05.06. Prof. Dr. Romana Weiershausen (Saarbrücken): „Ich bin das Oder was“: Migration als Thema und Movens des Erzählens bei Vladimir Vertlib
12.06. Prof. Dr. Weertje Willms (Freiburg/Br.): Formen und Tendenzen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur russischstämmiger Autor*innen
19.06. Dr. Eva Hrdinová (Olomouc): Migration als Strafe und/oder Belohnung?! Anna Zonovás Roman Zur Strafe und aus Belohnung  im Vergleich mit  ausgewählten Werken von Jagoda Marinić
26.06. Prof. Dr. Eva Hausbacher (Salzburg): Sprache – Identität – Erinnerung. Olga Martynovas transkulturelle Literatur
03.07. Mara Matičević, M.A. (München): Grenzen(los) Erzählen. Subjektentwürfe in gegenwärtiger Migrationsliteratur von AutorInnen vor dem Hintergrund Jugoslawiens
10.07. Prof. Dr. Marek Nekula (Regensburg): Codeswitching und mehrfache Kodierung in Maxim Billers Texten

via H-Germanistik

 

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Lecture: „On and On and On: The Seriality of Serial Killing“, Berlin (18.06.2018)

On and On and On: The Seriality of Serial Killing | ICI Berlin

Datum der Veranstaltung: 18. Juni 2018

Serial killing is an extremely rare form of homicide that is nonetheless culturally ubiquitous. Much of what makes it so resonant is the very naming of it ‘serial’. The seriality of serial killing – the temporal form of narratives of multiple murder – touches on perceptions about the organization of time in modern culture and the fears and also pleasures it affords. This presentation will focus on serial killer films and reference a number of titles including And Soon the Darkness (UK 1970), Las horas del día (Spain 2003), Seven (USA 1995) and Sombre (France 1998).

Richard Dyer is Professor Emeritus at King’s College London and Honorary Professorial Fellow at St Andrews University. He is a Fellow of the British Academy and received awards from the Society for Cinema and Media studies, Harvard University and the University of Bordeaux. He has been a visiting professor in Philadelphia, Naples, Stockholm, New York Bergamo and Bloomington Indiana and has lectured very widely internationally. His books include Stars; Heavenly Bodies: Film Stars and Society; Now You See It: Historical Studies in Lesbian and Gay Film; Only Entertainment; The Matter of Images; Brief Encounter; White; Seven; The Culture of Queers; Pastiche; Nino Rota; In the Space of a Song; and La dolce vita.

Organized by

ICI Berlin

The lecture is part of the current ICI Lecture Series ERRANS, in Time. Ideas of physical, social, revolutionary time, internal time consciousness, or historical experience are far from settled in their respective discourses and practices. Yet attempts to harmonize or correlate the understanding of time and temporal phenomena generated in different disciplines all-too quickly resort to normative, if not teleological ideas of progress, efficiency, or experiential plenitude. Can the heterogenous relations between discordant conceptions of time and temporality be understood as being ‘erratically’ structured, that is, as marked by inherent misapprehensions, a dissonance that defies regulation, and an unexpected variability?

The event, like all events at the ICI Berlin, is open to the public, free of charge. The audience is presumed to consent to a possible recording on the part of the ICI Berlin. If you would like to attend the event yet might require assistance, please contact Event Management.

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Vortrag „’Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption’“. Schreibverfahren bei Walter Benjamin“ Berlin (10.04.2018)

„Das Werk ist die Totenmaske der Konzeption“. Schreibverfahren bei Walter Benjamin | Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Haus Unter den Linden, Eingang: Dorotheenstraße 27, 10117 Berlin. Treffpunkt: Eingangsbereich (Rotunde)

Datum der Veranstaltung: 10. April 2018, 18.15 Uhr | Anmeldung: Bitte dieses Anmeldeformular nutzen

An der Staatsbibliothek zu Berlin findet im Rahmen hier vor einiger Zeit angekündigten Vortragsreihe „Die Materialität von Schriftlichkeit – Bibliothek und Forschung im Dialog“ ein Vortrag über Walter Benjamin statt. Referentin ist Ursula Marx vom Walter Benjamin Archiv an der Akademie der Künste.

Die Rezeption des Theoretikers, Kritikers und Übersetzers Walter Benjamin (1892–1940) erfolgte lange Zeit ausschließlich über das gedruckte Werk und die Texte der Gesammelten Schriften. Das Archiv mit seinem reichen Bestand an Manuskripten und Typoskripten fand dabei kaum Beachtung. Das ist umso erstaunlicher, als Benjamin selbst der materialen Seite seines Schreibens große Bedeutung zumaß. Bestimmte Papiere, Tinten und Einbände waren ihm ebenso wichtig wie die grafische Gestaltung seiner Manuskripte. Als Schauplatz seines Denkens und Schreibens zeichnen sie ein Portrait des Autors auf kleinstem Raum: sie dokumentieren den Ideenreichtum, lassen Schreibstrategien und Ordnungssysteme erkennen, spiegeln Wahrnehmungsweisen und thematische Nachbarschaften. Der Beitrag gewährt Einblicke in die materialen Hinterlassenschaften Benjamins und die Charakteristik seines Schreibens. Anhand ausgewählter Texte werden Schreibverfahren aufgezeigt und erläutert.

via idw

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