Stellenausschreibung: WissenschaftlicheR MitarbeiterIn (50%), Universität Duisburg-Essen (Bewerbungsschluss: 16.08.2017)

Die Universität Duisburg-Essen sucht am Campus Essen in der Fakultät für Geisteswissenschaften / Institut für Anglophone Studien (Lehrstuhl für Britische und Anglophone Literatur und Kultur, Prof. Dr. Jens Martin Gurr)

eine/n wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter an
Universitäten (Post-Doc)
(Entgeltgruppe 13 TV-L, 50%)

Ihre Aufgabenschwerpunkte:

  • Mitwirkung an Forschungsprojekten und Publikationen im Bereich der englischsprachigen Literatur und Kultur (regionaler Schwerpunkt offen) mit einem Schwerpunkt im Bereich der Urban Studies
  • Mitwirkung bei der Anbahnung und Erarbeitung interdisziplinärer Forschungsprojekte
  • Mitarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung von Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Verwaltungsaufgaben
  • Im Rahmen der Tätigkeit wird Gelegenheit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation geboten.

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach Anglistik/Amerikanistik von mind. 8 Semestern
  • Abgeschlossene Promotion im Fach Anglistik/Amerikanistik (regionaler Schwerpunkt offen)
  • Vertrautheit mit Fragestellungen und Ansätzen der Urban Studies
  • Interdisziplinäre Orientierung
  • Erfahrung in der Erarbeitung von Forschungsprojekten
  •  Ein englischsprachiges writing sample (Dissertationskapitel, wiss. Aufsatz) muss Bestandteil der Bewerbung sein

Besetzungszeitpunkt: 01.10.2017
Vertragsdauer: 31.12.2019
Arbeitszeit: 50% einer Vollzeitstelle
Bewerbungsfrist: 16.08.2017

Die Universität Duisburg- Essen verfolgt das Ziel, die Vielfalt ihrer Mitglieder zu fördern
(s. http://www.uni-due.de/diversity)
Frauen werden nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen geeigneter Schwerbehinderter und Gleichgestellter i. S. des § 2 Abs. 3 SGB IX sind erwünscht.

Ihre Bewerbung senden Sie bitte mit den üblichen Unterlagen unter Angabe der Kennziffer 444-17 an Herrn Prof. Dr. Jens Martin Gurr, Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Geisteswissenschaften, Institut für Anglophone Studien, 45117 Essen.

Bitte beachten Sie, dass Bewerbungen auf elektronischem Weg nicht angenommen und Bewerbungsunterlagen nicht zurückgeschickt werden. Schnellhefter oder Bewerbungsmappen sind daher nicht erforderlich. Wenn es nicht zu einer Einstellung kommt, werden die Bewerbungsunterlagen in regelmäßigen Abständen auf datenschutzrechtlich unbedenklichem Wege vernichtet.

Weitere Informationen zur Stelle erhalten Sie bei Herrn Prof. Dr. Jens Martin Gurr (Tel. 0201 183 3427; E-Mail: jens.gurr@uni-due.de); und Informationen über die Fakultät und die ausschreibende Stelle erhalten Sie unter https://www.uni-due.de/anglistik/british_and_anglophone_literature_and_culture/index.shtml

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Stellenausschreibung: 2 Promotionsstellen (EG 13 TV-L, 65%) und eine Postdoc-Stelle (EG 13 TV-L, 75%), DFG-Forschungsprojekt „Transatlantische Ideenzirkulation und Ideentransformation“ (Bewerbungsschluss: 21.08.2017)

2 Promotionsstellen (EG 13 TV-L, 65%) und eine Postdoc-Stelle (EG 13 TV-L, 75%), „Transatlantische Ideenzirkulation und Ideentransformation

An der UNIVERSITÄT BREMEN ist im Rahmen des DFG-Forschungsprojekts Transatlantische Ideenzirkulation und Ideentransformation: Die Wirkung der Aufklärung in den neueren frankokaribischen Literaturen im Fach Romanistik voraussichtlich zum 01.10.2017 und befristet auf 3 Jahre eine 0,75 Postdoc-Stelle für eine Wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter Entgeltgruppe 13 TV-L für das Aufgabengebiet Frankoromanistik / Literatur- und Kulturwissenschaft sowie eine Promotionsstelle (65%, EG TVL 13) ebenfalls für 3 Jahre zu besetzen.

An der UNIVERSITÄT HALLEWITTEMBERG ist im Rahmen diesees DFG-Forschungsprojekts voraussichtlich zum 01.10.2017 und befristet auf 3 Jahre eine Promotionsstelle (Entgeltgruppe 13 TV-L, 65%) für das Aufgabengebiet Frankoromanistik: Karibische Sprachen, Literaturen und Kulturen zu besetzen.

Projektidee:

Die europäische Aufklärung wirkt auch jenseits von Europa und beeinflusst maßgeblich die politische und kulturelle Entwicklung postkolonialer Gesellschaften. Aufklärerische Ideen wurden und werden jedoch nicht einfach übernommen; vielmehr führen Transfer, Modifikation und Zirkulation dieser Konzepte bis heute zu relevanten Veränderungen, die wir anhand der neueren franko-karibischen Literatur untersuchen wollen. Ein besonderer Fokus liegt auf den letzten drei Jahrzehnten, in denen sich ein Re-Import der karibischen Kulturtheorien und Literaturen nach Europa beobachten lässt, der zu einer Neubewertung der Aufklärung führen kann. Das Projekt versteht sich als Beitrag zu einer Geschichte der transatlantischen Zirkulation von aufklärerischem Wissen sowie zu einer dekolonialen Wissenschaftsgeschichte.

Das Projekt beruht auf einer Kooperation der Romanistik an der Universität Halle-Wittenberg und an der Universität Bremen. Näheres findet sich auf der Homepage: http://www.lumieres-caribeennes.uni-bremen.de/

Wir bieten ein engagiertes dynamisches Forschungsteam mit nationalen und internationalen Kooperationspartnern, die Mitwirkung bei den exzellenten Verbundprojekten der Universitäten Bremen und Halle und eine ausgewiesene Expertise in post- und dekolonialer Forschung sowie in Karibik-Forschung.

Aufgaben:
Die Postdoc-Stelle dient der Durchführung des wissenschaftlichen Gesamtprojekts und der Koordination der Projektpartner. Der/die Stelleninhaber/in übernimmt insbesondere organisatorische Aufgaben, um die Kohärenz des gesamten DFG-Forschungsprojekts zu gewährleisten. Weiter soll ein eigenes wissenschaftliches Arbeitsprojekt (im Rahmen des Themas Fiktionalisierung und Wissensorganisation im neueren frankokaribischen Roman. Das Recht auf unzuverlässiges Erzählen und die Spuren der Enzyklopädie) bearbeitet werden.
Kontakt: Prof. Dr. Gisela Febel (Universität Bremen)

Die Promotionsstellen dienen dem eigenen Arbeitsprojekt (Verfassen einer Monographie im Rahmen des Themas Der menschliche Körper: von der aufklärerischen Konkretion bis zur Körpermythik in der antillanischen Literatur an der Universität Halle und Der diasporische Mensch: Transfer und Zirkulation aufklärerischer Humanitäts- und Gemeinschaftsentwürfe in der neueren haitianischen Literatur an der Universität Bremen) im Kontext des Forschungsprojekts. Erwartet wird aktive Mitarbeit in der Arbeitsgruppe.
Kontakt: Prof. Dr. Ralph Ludwig (Universität Halle-Wittemberg), PD Dr. Natascha Ueckmann (Universität Bremen)

Die Lehrverpflichtung beträgt jeweils bis zu 2 SWS pro Semester und soll in französischer Sprache erbracht werden.
Eine hohe Präsenz in Bremen bzw. Halle und zeitliche Flexibilität bei akademischen Aktivitäten sind erforderlich.

Einstellungsvoraussetzungen Postdoc-Stelle:
• ein mit mindestens „gut“ abgeschlossenes Hochschulstudium (Master, Maîtrise, Staatsexamen o.ä.) im Fach Frankoromanistik oder in einem vergleichbaren Fach mit literaturwissenschaftlicher Schwerpunktsetzung
• Team- und Netzwerkfähigkeiten sowie kommunikative und soziale Kompetenz
• Leistungsbereitschaft
• Fähigkeit zur selbstständigen Wahrnehmung von Aufgaben in der Forschung im Aufgabenbereich
• Mobilität / Bereitschaft zur eigenständigen Recherche vor Ort
• sehr gute Französischkenntnisse (Sprachniveau C1)
Erwünscht ist weiter:
– Organisationserfahrung
– Für nicht deutschsprachige Bewerber*innen: gute Deutschkenntnisse (B1) oder mindestens die Be-reitschaft diese rasch zu erwerben
– Beherrschung zeitgemäßer Präsentationsformen

Einstellungsvoraussetzungen Promotionsstellen:
• Qualifizierte Promotion in der Romanistik / Literatur- oder Kulturwissenschaft und weitere einschlägige Publikationen
• Leistungsbereitschaft
• hohe kommunikative und soziale Kompetenz, Team- und Netzwerkfähigkeit
• Ausgezeichnete Französischkenntnisse (mindestens C1)
• Gute Deutschkenntnisse (mindestens B1)
• Beherrschung zeitgemäßer Medien und Präsentationsformen
• Organisationserfahrung

Erwünscht ist weiter:
– Erfahrung mit Drittmittelanträgen
– Kompetenzen für Wissenschafts- und Tagungsmanagement
– Akademische Lehrerfahrung

Nachfragen und Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Urkunden, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen, Schriftenverzeichnis – Schriften bitte nur auf Anforderung) und

senden Sie bitte bis zum 21.08.2017elektronisch an die jeweiligen Kontaktpersonen:

Nous sommes particulièrement intéressés aux candidat(e)s francophones et/ou antillaises. Pour tous renseignements supplémentaires n’hesitez pas de nous contacter par courriel.

via romanistik.de

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Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiterin/Mitarbeiter (50%, 13 TV – L) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (Bewerbungsschluss: 15.08.2017)

Am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Philosophischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt- Universität Greifswald ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für die Dauer von drei Jahren eine Stelle einer/eines teilzeitbeschäftigten (50 v. H.)
wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters
zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L Wissenschaft.
Es sind wissenschaftliche Dienstleistungen in Forschung und Lehre zu erbringen.
Zu den Arbeitsaufgaben gehören:
  • Vorbereitung, Durchführung und Betreuung von Lehrveranstaltungen in den Bereichen Amerikanische Literaturwissenschaft für die Lehramtsstudiengänge Englisch Gymnasium und Regionale Schule, den B.A. Studiengang Anglistik sowie im Master Kultur Interkulturalität Literatur im Umfang von 4 LVS,
  • Beteiligung an Prüfungen,
  • Mitarbeit an den Forschungsprojekten des Lehrstuhls für Anglophone Literaturen,
  • Mitwirkungan der Selbstverwaltung des Institutes,
  • wissenschaftliche Qualifizierungsarbeit (Promotion oder Post-Doc).
Einstellungsvoraussetzungen:
  • ein herausragend abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Amerikanistik bzw. Anglistik/Englisch mit amerikanistischem Schwerpunkt,
  • Erfahrungen in der akademischen Lehre,
  • Profilsetzungen in der amerikanischen Literatur des 19. Jahrhunderts sowie im Bereich Film Studies.

Die Universität will eine Erhöhung des Frauenanteils dort erreichen, wo Frauen unterrepräsentiert sind, und deshalb sind Bewerbungen von Frauen besonders willkommen und werden bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Diese Ausschreibung richtet sich an alle Personen unabhängig von ihrem Geschlecht.
Gemäß § 68 Abs. 3 PersVG M-V erfolgt die Beteiligung des Personalrats in Personalangelegenheiten des wissenschaftlichen/künstlerischen Personals nur auf
Antrag.
Bitte reichen Sie ausschließlich Kopien im Rahmen Ihrer Bewerbung ein. Bewerbungsunterlagen können leider nicht zurückgesandt werden. Bewerbungskosten können vom Land Mecklenburg-Vorpommern nicht übernommen werden.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, akademische Zeugnisse, ggf.Beispiele für die Qualifikation) sind bitte – vorzugsweise per E-Mail (eine PDF Datei) – unter Angabe der Stellenausschreibungsnummer 17/Ma24 bis zum 15.08.2017 zu richten an:
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Institut für Anglistik / Amerikanistik
Geschäftsführender Direktor
Herrn Prof. Dr. Sebastian Domsch
Steinbecker Str. 15
17489 Greifswald
E-Mail: domschs@uni-greifswald.de
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Vortragsreihe: „Frankensteins Erbe: künstlerische Produktion und künstliche Reproduktion“, München (WS 2017/18)

Frankensteins Erbe: künstlerische Produktion und künstliche Reproduktion | München

Datum der Veranstaltung: Wintersemester 2017/18

Vortragsreihe des IDK MIMESIS im Wintersemester 2017/18

Schon die Entstehungsgeschichte ist mythisch: Im Juni 1816, als die Aschewolken eines fernen Vulkans Europa ein Jahr ohne Sommer bescherten, verbrachte eine Gruppe junger englischer Genies einige Zeit am Genfer See, übte sich in Kunst und freier Liebe wie auch im Erzählen von Geistergeschichten. Eine davon wurde selbst zum Mythos: Frankenstein, or The Modern Prometheus erschien in London 1818 anonym im Druck, wurde zunächst Percy B. Shelley zugeschrieben, bevor sich seine Frau Mary als Autorin zu erkennen gab. Was sie in jungen Jahren schrieb, beschäftigt uns bis heute. Ihre unheimliche Erzählung des faustischen Wissenschaftlers, der in Ingolstadt ein Experiment der Schöpfung wagt und dafür im Eis der Arktis endet, erkundet den Zusammenhang von Kunst und Gewalt, von innerer und äußerer Deformation sowie von Macht und Angst. Gelesen als Prototyp der Gothic Novel, der Science Fiction, als negativer Bildungsroman oder als Parabel auf die Hybris neuzeitlicher Wissenschaft, ist Frankenstein vor allem auch eine Modellgeschichte des monströsen Doppelgängers. Denn Mary Shelley erzählt Schöpfung als Abfolge mimetischer Konkurrenzsituationen: Die Wissenschaft tritt in Konkurrenz zum göttlichen Schöpfungsakt, der männliche Wissenschaftler zum weiblichen Geburtsakt, die literarische Produktion zur wissenschaftlichen, sowie das Monstrum selbst als Leser und Erzähler in Konkurrenz zu seinem Schöpfer. Unsere Vortragsreihe fragt nach literatur-, kunst- und kulturhistorischen Dimensionen dieser Ambivalenzen – von Aktualisierungen des klassischen Prometheus-Mythos, über romantische Künstler-, Männer- und Monsterbilder bis hin zu aktuellen TV-Serien und der Diskussion des Posthumanen. Was bedeutet die Idee der künstlichen Reproduzierbarkeit menschlichen Lebens für unser Verständnis von Schöpfung?

 

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Stellenausschreibung: 5 Promotionsstellen (E13 TV-L, 66%), Internationale Doktorandenkolleg (IDK) MIMESIS für Literatur- und Kunstwissenschaften (Bewerbungsschluss: 20.10.2017)

Das Internationale Doktorandenkolleg (IDK) MIMESIS für Literatur- und Kunstwissenschaften an der LMU München, gefördert durch das Elitenetzwerk Bayern, besetzt

5 Promotionsstellen (E13 TV-L, 66%)
ab April 2018.

Bewerbungszeitraum: 20. September bis 1. November 2017
Die Stellen sind auf 2 Jahre befristet und können um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Das IDK MIMESIS bietet eine innovative Forschungsstruktur, um theoretische Perspektiven, historische Dynamiken und transdisziplinäre Schnittstellen der Literatur und der Künste zu untersuchen. Es zielt auf Kooperationsfelder für Promotionsprojekte aus den Literatur-, Theater-, Film-, Musik- und Medienwissenschaften sowie aus der Kunstgeschichte und Philosophie der Kunst, denen es ein Forum zur Verfügung stellt, um Forschungsvorhaben aus all diesen Fächern gegenüber den jeweils anderen Fächern zu öffnen und ins Verhältnis setzen zu können.

Das gemeinsame Forschungsprogramm folgt dem Schlüsselbegriff Mimesis, der seit den Anfängen der Reflexionsgeschichte aller Künste Grundfragen ihrer Geltung, Wirkung, Möglichkeiten, Strategien sowie Machtansprüche stellt und auch in aktuellen Theoriedebatten neue Relevanz gewinnt. MIMESIS bietet ein Promotionsprogramm aus Seminaren, Workshops, Vorträgen und Master Classes sowie Praktika bei Partnerinstitutionen im kulturellen Sektor.

  • BewerberInnen sollten über einen sehr guten bis guten Master-Abschluss (oder Äquivalent) in einem der beteiligten Fächer verfügen.
  • Das Promotionsprojekt sollte einen deutlichen Bezug zum Forschungsprogramm des Kollegs aufweisen (d.h. zum Thema Mimesis).
  • Wohnort ist München.
  • Arbeitssprachen des IDK sind deutsch und englisch; beide müssen auf einem akademisch adäquaten Niveau beherrscht werden.
Für das Online-Bewerbungsverfahren sind die folgenden Unterlagen in englischer oder deutscher Sprache erforderlich:
  • Exposé des Dissertationsvorhabens (max. 4000 Wörter)
  • Arbeits- und Zeitplan zur Durchführung des Forschungsvorhabens
  • Lebenslauf
  • eine akademische Arbeitsprobe (z.B. Ausschnitt der Masterarbeit, max. 7000 Wörter)
  • Kopien aller relevanten Zeugnisse und Abschlüsse inkl. Transcripts (Zeugnisse in anderen Sprachen als Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch benötigen eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche oder Englische)
  • zwei akademische Referenzen (bevorzugt UniversitätsprofessorInnen)
  • Anschreiben mit Begründung der Bewerbung
Bewerbungen bitte ausschließlich online während des Bewerbungszeitraums.

Das Online-Bewerbungsportal ist vom 1. September bis 20. Oktober geöffnet. Ein Link zum Portal wird hier am 1. September veröffentlicht.
Eine englische Version der Ausschreibung finden Sie auf der Seite des Doktorandenkollegs.
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CfP: „(T)RÄUME DER MIGRATION “, Regensburg (31.12.2017)

Call for Papers für die Tagung „(T)RÄUME DER MIGRATION “ | Universität Regensburg

Deadline Abstract: 31. Dezember 2017 | Datum der Veranstaltung: 26.-27. Juli 2018

Täglich lassen tausende von Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen ihre sprachliche, kulturelle, religiöse und soziale Heimat hinter sich und setzen ihr Leben und das ihrer Angehörigen aufs Spiel, um das vermeintliche Eldorado Europa zu erreichen. Doch auch wer die gefahrenvollen und strapaziösen Wege nach Europa überlebt, die Mauern der Festung Europa überwunden hat, findet sich nicht in dem ersehnten Eldorado (vgl. z.B. Laurent Gaudé, Eldorado, 2006): Ob auf Lampedusa oder in Übergangs-, und Auffanglagern wie bspw. in Calais (vgl. z.B. Marie-Françoise Colombani/Damien Roudeau, Bienvenue à Calais. Les raisons de la colère, 2016), die Situation in den völlig überfüllten Aufnahme-Lagern ist desolat und zutiefst menschenunwürdig.
Das Thema der Migration war im öffentlichen Bewusstsein wohl zu kaum einer Zeit so präsent wie heutzutage, und zu keiner Zeit waren die Motive für Migrationen mannigfaltiger (das Spektrum reicht hier von der Flucht aus religiösen oder politisch-ideologischen Gründen bis hin zum Wunsch nach einem Leben an Orten, an denen man gewöhnlich nur seinen Urlaub verbringt). Dies darf jedoch nicht den Blick darauf verstellen, dass die Menschheitsgeschichte vor allem eine Geschichte der sich immer wieder in Schüben vollziehenden globalen Migrationen des Menschen ist. Vor allem die Geschichte der Romania ist geprägt von zahlreichen Migrationsbewegungen, denen ganz unterschiedliche Beweggründe zugrunde liegen. Die Romania selbst ist nichts anderes als das Ergebnis von globalen Migrationsbewegungen, die sich in dem Maße vollzogen haben, wie das Imperium Romanum sich ausgebreitet hat und große kulturelle Räume (wie das Mediterraneum) nach seinem Modell geprägt hat. Im Laufe der Jahrhunderte lassen sich ganz unterschiedliche Motivationen für Migrationen in die oder aus der Romania ausmachen: kolonialistische Expansion, ökonomische Bestrebungen, religiöse Missionierung, Verschleppung und Zwangsmigration, Hoffnung auf ein glücklicheres Leben in politischer Freiheit sowie sozialer und materieller Absicherung etc.
Migration und Raum stehen in einem untrennbaren und unmittelbaren Zusammenhang zueinander: Migration kann daher nicht ohne die Ausdifferenzierung von Räumen und Orten gedacht werden. Bislang wird die Bedeutung des Raumes im Kontext von Migrationsprozessen vor allem in der Geographie (z.B. von dem Sozialgeographen Andreas Pott), Soziologie und Urbanistik diskutiert. Dabei stehen die unterschiedlichen Geographien der Migration, die Untersuchung soziologischer und geographischer Risiken und Chancen von Migration sowie Phänomene sozialer und ethnischer Segregation und Exklusion im Fokus der Untersuchungen. Die geplante Tagung möchte das Phänomen der Ausdifferenzierung von Räumen und Orten aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive, und zwar im Bereich der romanischen Literaturen (von der Frühen Neuzeit bis ins 21. Jahrhundert) am Beispiel der Migration in die Romania oder aus der Romania in den Blick nehmen. Denn ebenso alt wie das kulturelle Phänomen der Migration sind das Schreiben und die (kritische) Reflektion darüber. Das Untersuchungskorpus soll dabei bewusst breit gehalten werden und unterschiedlichste (mediale) Formen umfassen: neben fiktional-narrativen Be- und Verarbeitungen des Themenfeldes in Belletristik und Film, sollen bewusst auch Reiseberichte, Tagebücher, Dokumentationen sowie aufklärende Ratgeber, Apps und/oder Homepages für Migranten und Flüchtlinge Berücksichtigung finden können.
Mehr als um eine Definition der nach wie vor unterdeterminierten Gattung der ‚Migrationsliteratur‘ soll es in der Tagung um eine konzeptionelle Annäherung an das literarische und kulturelle Phänomen der ‚Migrationsräume‘ gehen. Als Migrationsräume werden sowohl jene Räume verstanden, die im Prozess der Migration durchlaufen werden, als auch solche, die das ursprüngliche Ziel der Migration darstellen. Untersucht werden sollen speziell die Ausdifferenzierung und die Brechung der Träume und idealisierenden Vorstellungen, die mit den Migrationsräumen verbunden sind, an den Realitäten dieser Räume selbst. Damit steht das Verhältnis von Traum und Raum im Fokus der Betrachtung: Wie konstruieren Imaginationen die geographischen Migrationsräume? Dabei kann das Spektrum von Enttäuschung über Entsprechung bis hin zum Übertreffen der Erwartungen reichen. In diesem Kontext wird zu überprüfen sein, ob es Bewertungs- und mit diesen korrespondierende Beschreibungsstereotype der Zielländer gibt und wie diese gegebenenfalls modifiziert werden. Auch die literarisch vermittelte Dekonstruktion des Mythos vom Glück in der Ferne soll Gegenstand der Vorträge sein.
Im Fokus der Vorträge könnten demnach die folgenden Fragen stehen: Mit welchen Raumvorstellungen machen sich Migranten auf den Weg? Welche Räume werden ihnen in ihren Heimatländern medial angepriesen? Wie hat sich die Kommunikation über Migrationsräume vollzogen? Inwieweit klaffen Traum und Raum bzw. Realität auseinander? Aus welchen Räumen kommen Migranten, welche Räume passieren sie, welche Räume besiedeln sie dann tatsächlich (Transiträume, Existenzräume, Lebensräume, third space/in between, non-lieu etc.)? Wie sind spatiale Migrationsfiktionen und Migrationsnarreme gestaltet?

Bitte schicken Sie Ihren Vortragsvorschlag mit einem kurzen Abstract im Umfang von ca. 300-400 Wörtern zusammen mit einer kurzen Biobibliographie bis 31. Dezember 2017 an PD Dr. Marina O. Hertrampf (marina.hertrampf@sprachlit.uni-regensburg.de) und PD Dr. Beatrice Nickel (beatrice.nickel@gmx.de). Tagungssprachen sind Deutsch und Französisch. Die Tagungsakten sollen im Anschluss an die Tagung publiziert werden.

via romanistik.de (Hier finden Sie auch Literaturhinweise bezüglich des CfP)

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CfP: „Confronting the Narratives of the Anthropocene“, Tampere (06.10.2017)

Call for Papers für das Symposium  „Confronting the Narratives of the Anthropocene“ | Tampere

Deadline Abstract: 06. Oktober 2017 | Annahmebestätigung: 13. Oktober 2017
Datum der Veranstaltung: 23.-24. November 2017

Call for Papers: Confronting the Narratives of the Anthropocene (Nov 23-24, 2017; Tampere, Finland)
Narrare: Centre for Interdisciplinary Narrative Studies at the University of Tampere will host a two-day symposium “Confronting the Narratives of the Anthropocene” November 23-24, 2017. The deadline for abstracts is October 6, 2017.
Invited speakers: Axel Goodbody (University of Bath) and Brian McAllister (Ohio University).
Since its coining in 2000 by Paul Crutzen and Eugene Stoermer, the concept of the Anthropocene has become a common buzzword in various disciplines, including the natural and social sciences as well as environmental humanities. Even though the International Commission on Stratigraphy is still debating the status of the Anthropocene as an official geological epoch, the term itself is now commonly used to reflect the planetary impact of collective human activity. In the discourse of the Anthropocene, the entire human species is situated as a geological force capable of inducing massive changes upon the biosphere of the planet.
In the humanities and social sciences, the recent introduction of a new planetary epoch has been typically approached as a narrative problem. For many scholars, the Anthropocene represents a new grand narrative where the abstract category of “humanity” is portrayed as a universal agent uniformly responsible for the Earth’s new geological regime. For others, it indicates a convergence of human and natural histories and suggests a new kind of entangled relationship between human and non-human agencies. From a narratological point of view, the Anthropocene also presents a crisis of scale: it demands a multifocal perspective on human actions as well as planetary ecology. The stories of the Anthropocene do not concern human beings alone, but the entire Earth and its inhabitants.
In this interdisciplinary symposium on narratives of the Anthropocene, we ask: What are the narratives of planetary-scale environmental change? What is the role of fictional and factual narratives in tackling the complex natural-cultural issues of the proposed geological epoch? In the age of the Anthropocene, whose story should “we” be telling, how, and to what purpose?
We invite papers dealing with topics such as:
– Grand narratives of the Anthropocene
– Representations of the Anthropocene in narrative fiction; climate fiction
– Narrative form, genre, and the Anthropocene
– Anthropogenic apocalyptic narratives, dystopias, and utopias
– Environmental risk narratives
– Human and non-human agency in the narratives of the Anthropocene
– Narrative sense-making and the Anthropocene; unnarratable aspects of planetary-scale environmental change
Please send a 300-word abstract for a 20-minute paper to juha.raipola@uta.fi no later than October 6, 2017. Also include your affiliation, e-mail, and a 100-word bio. We will notify you of acceptance on October 13, 2017.
Further information will be posted on Narrare’s website:
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Ausschreibung: Langzeitstipendien Venedig, Deutsches Studienzentrum in Venedig (Bewerbungsschluss: 31.10.2017)

Das Deutsche Studienzentrum in Venedig ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Forschungs- und Kunstförderung mit Sitz im Palazzo Barbarigo della Terrazza am Canal Grande.
Es vergibt Stipendien an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, deren Vorhaben Bezüge zu Venedig aufweisen, sowie an Künstlerinnen und Künstler.

Für das Studienjahr 2018/2019 sind zwei Forschungsstipendien von 6-12 Monaten für postgraduierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu vergeben.

Die Stipendien dienen der Erforschung von Venedigs Geschichte, Kultur und Kunst in den Archiven und Bibliotheken der Stadt Venedig und in den anliegenden Regionen. Sie sehen fachlich das gesamte Spektrum der modernen Geschichts- und Kulturwissenschaften vor. Bevorzugt werden Förderungen in den Bereichen Byzantinistik, Kunst- und Architekturgeschichte, Medizin- und Wissenschaftsgeschichte, Musikwissenschaft, Literatur- und Sprachwissenschaft, Jüdische Studien, Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit sowie Rechtsgeschichte. Wünschenswert ist ein interdisziplinäres Interesse.

Die Stipendien sind an den Aufenthalt im Deutschen Studienzentrum in Venedig gebunden.
Das Deutsche Studienzentrum verfügt über eine Präsenzbibliothek mit über 11.000 Bänden und über eine reiche Sonderdrucksammlung zu venezianischen Forschungsthemen. Es ist Herausgeber von zwei wissenschaftlichen Buchreihen, Venetiana und Studi.
Das Jahresprogramm umfasst internationale Tagungen, Vorträge, Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen. Einmal jährlich veranstaltet das Deutsche Studienzentrum einen interdisziplinären Studienkurs.

Jeder Antrag sollte eine ausführliche Projektdarstellung (3-5 S.), eine Kurzbiografie, ein Sprachzeugnis (Italienisch), einen ausgefüllten (unter www.dszv.it) abrufbaren Personalbogen sowie zwei wissenschaftliche Fachgutachten enthalten.

Bewerbungen werden erbeten bis zum 31.10.2017 per E-Mail (in einer pdf-Datei) an den
Vorsitzenden des Vereins Deutsches Studienzentrum in Venedig,

Prof. Dr. Michael Matheus
presidente-dszv@uni-mainz.de

Anträge auf Kurzzeitstipendien für einen Forschungsaufenthalt von bis zu 6 Monaten ab Ende 2018 sind jederzeit möglich.

Für nähere Infos zur Förderung von Künstlerinnen und Künstlern s. www.dszv.it – Stipendien – Künstlerstipendien.

via romanistik.de

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CfP: „Institutsprosa – Ästhetische und literatursoziologische Perspektiven auf akademische Schreibschulen im deutschsprachigen Raum“, Frankfurt a. M. (15.10.2017)

Call for Papers für den Workshop „Institutsprosa – Ästhetische und literatursoziologische Perspektiven auf akademische Schreibschulen im deutschsprachigen Raum“ | Goethe-Universität Frankfurt am Main

Deadline Abstract: 15. Oktober 2017 |Datum der Veranstaltung: 01.-02. Februar 2018

Institutsprosa
Ästhetische und literatursoziologische Perspektiven auf akademische Schreibschulen im deutschsprachigen Raum

Workshop des Forschungskollegs „Schreibszene Frankfurt“
am 1. und 2. Februar 2018 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

Es fehle ihr an Welthaltigkeit und Erfahrungsreichtum, an Genie und Esprit, sie lasse die altehrwürdige Literatur zur öden Bauchnabelschau verkommen und überhaupt sei Schreiben an einer Universität gar nicht lehrbar. Im Begriff der ‚Institutsprosa‘ schwingen Vorurteile und Vorbehalte gegen Literatur, die an einer sogenannten Schreibschule entstanden ist, bereits mit. In den letzten Jahren sind Ausbildungspraktiken, Funktion und Selbstverständnis deutschsprachiger Literaturinstitute in Betrieb und Feuilleton immer wieder diskutiert worden – und zwar meist unter negativen Vorzeichen. Am medienwirksamsten entfaltete sich 2014 die sogenannte Kessler-Debatte, welche im Feuilleton allzu vorschnell auf den Vorwurf verkürzt wurde, die deutsche Gegenwartsliteratur sei „brav und konformistisch“. Ähnliche Diskussionen kennzeichneten auch die Geschichte der US-amerikanischen Creative Writing Programs. Eine Phase mangelnder Akzeptanz haben diese Studiengänge allerdings schon hinter sich gelassen und mittlerweile den Status flächendeckender Verbreitung erreicht. Im Vergleich zu ihren amerikanischen Vorreitern verzeichnen die entsprechenden Institute hierzulande eine bedeutend kürzere Traditionsgeschichte und eine geringere Ausbreitung.

Während in den USA die institutionalisierte Ausbildung von SchriftstellerInnen nach 1945 zu einem beherrschenden Faktor der Produktion von Literatur geworden ist, haben Schreibschulen in Deutschland erst in den letzten 20 Jahren Bedeutung erlangt. Auf die Gründung des Deutschen Literaturinstituts Leipzig 1995 (in Nachfolge des Johannes R. Becher-Instituts) folgte 1999 die Einrichtung des Studiengangs „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“ in Hildesheim, 2006 kam das Schweizerische Literaturinstitut in Biel hinzu. Die Institute erfreuen sich mittlerweile allerdings großer und wachsender Beliebtheit: Die Schreibschulen in Hildesheim und Leipzig bekommen jährlich etwa 600 Bewerbungen;  an der Kunsthochschule für Medien in Köln wird gerade ein neuer Studiengang für kreatives Schreiben eingerichtet. Auch wenn im deutschsprachigen Raum noch keine ‚amerikanischen Verhältnisse‘ herrschen: ‚Institutsprosa‘ ist längst integraler Bestandteil der Gegenwartsliteratur.

Die Schreibinstitute strukturieren in ganz konkreter Weise zentrale Institutionen des Literaturbetriebs um: Die kreativen Studiengänge bereiten nicht ausschließlich auf eine Karriere als SchriftstellerIn vor, sondern ermöglichen durch ihre Kombination mit Journalismus, Übersetzung oder Kulturwissenschaft auch alternative Karrierewege im Umfeld der Literatur. Nach dem nunmehr ca. 20-jährigen Bestehen der Institute in Hildesheim und Leipzig besetzen inzwischen eine ganze Reihe von AbsolventInnen Schlüsselpositionen in Verlagen, Redaktionen und der Wissenschaft.

Die Institutionalisierung der Ausbildung von AutorInnen  und die Herausbildung des „kreativen Schreibens“ als Disziplin verweist darüber hinaus auf größere gesellschaftliche Zusammenhänge. Der Aufstieg der Schreibschulen steht in engem Zusammenhang mit der Herausbildung eines „Kreativitätsdispositivs“ (Reckwitz) in der Gegenwartsgesellschaft.

Sowohl hinsichtlich ihres Beitrags zu zeitgenössischen Schreibverfahren als auch bezüglich ihrer Bedeutung für den Literaturbetrieb sind die Literaturinstitute allerdings bislang noch nicht hinreichend analysiert worden. 2009 betonte Mark McGurl mit seiner Studie „The Program Era“ erstmals den maßgeblichen Einfluss akademischer Creative Writing Programs auf die US-amerikanische Nachkriegsliteratur. Vor allem im deutschsprachigen Raum bleibt die Erforschung von Schreibschulen aber bis heute ein drängendes Desiderat der Gegenwartsliteraturwissenschaft. Die „Schreibszene Frankfurt“ möchte deshalb zu einer ersten Erschließung des Themas beitragen, indem sie LiteraturwissenschaftlerInnen, Schlüsselfiguren des Literaturbetriebs und Akteure der Schreibschulen zu einer Tagung einlädt, die, wie die Institute selbst, an der Schnittstelle zwischen Akademie, Literaturbetrieb und literarischer Praxis angesiedelt ist.

 

Im Fokus der Betrachtungen sollen sowohl literatursoziologische als auch ästhetische Fragen stehen, die sich grob in vier Bereiche unterteilen lassen:

1. Schreibschulen im Literaturbetrieb

In welcher Beziehung stehen die Institution Schreibschule und das literarische Feld? Wie wirkt der Literaturbetrieb – in Form von Nachwuchspreisen, Dozierenden aus der Praxis, kulturjournalistischen Seminaren und Agenturen – auf die Karrierewege der SchreibschülerInnen aus? Und welchen Einfluss hat wiederum die Schreibschule – in Form von studentischen Projekten wie Literaturzeitschriften („bellatriste“), Literaturfestivals („Prosanova“) und Anthologien („Tippgemeinschaft“) sowie in Form der Professionalisierung und Akademisierung der Karrierewege – auf den literarischen Betrieb? Wie positionieren sich AbsolventInnen im literarischen Feld, und welche Karrierewege schlagen sie ein?

2. Ästhetik und Poetik der ‚Institutsprosa‘

Welche Schreibverfahren werden in Schreibschulen gelehrt? In welchem Verhältnis stehen die vermittelten Ansätze zu anderen Poetiken und Ästhetiken der Gegenwartsliteratur? Welches Literaturverständnis wird in den Studiengängen vermittelt? Gibt es tatsächlich eine ‚Institutsprosa‘? Wenn ja, wodurch zeichnet sie sich aus? Welche Rolle spielen Lyrik und Drama?

3. Praxisformen und implizites Wissen

Welche Lehrformate und Arbeitsformen kommen in den Studiengängen zur Anwendung? Wie wird konkret an Texten gearbeitet? Welche Rolle spielt literaturwissenschaftliches und literaturtheoretisches Wissen in der Lehre? In welchem Verhältnis stehen Kreativität, Handwerk und Erfahrung (vgl. McGurl 2009)? Auf welche Weise schließlich bereiten die Studiengänge auf die Selbstvermarktung im aufmerksamkeitsökonomisch strukturierten Betrieb vor und welche Subjektformen werden ausgebildet? Welche Rolle spielen dabei genderspezifische Verhaltensweisen und Vermarktungsstrategien?

4. Kreatives Schreiben in der Gegenwartsgesellschaft

In welchem Verhältnis stehen die vermehrten Neugründungen von literarischen Schreibprogrammen mit der Herausbildung eines Kreativitätsdispositivs in der Gegenwartsgesellschaft (vgl. Reckwitz 2012)? Mit welchen Hoffnungen auf Selbsterfahrung bis Selbsttherapie wird die Ermächtigung zur literarischen Produktion aufgeladen, während der Professionalisierung, Kommerzialisierung und Institutionalisierung des Schriftstellerberufs gleichzeitig Skepsis und Abwertung entgegenschlägt?

 

Wir möchten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die zu den oben genannten Thematiken forschen, dazu einladen, an unserer Tagung mit einem ca. 30-minütigen Vortrag teilzunehmen. Hierfür bitten wir um Einsendung eines Abstracts von maximal 300 Wörtern sowie einer kurzen biographischen Notiz (inkl. E-Mail-Adresse, Anschrift und Institution) mit Angabe von Forschungsschwerpunkten bis zum 15.10.2017 an institutsprosa.tagung@gmail.com. Wir stehen auch für Rückfragen gerne zur Verfügung. Kosten für Anreise und Unterkunft können erstattet und bezuschusst werden.

 

Konzept und Organisation: Kevin Kempke, Lena Vöcklinghaus, Miriam Zeh

Forschungskolleg „Schreibszene Frankfurt“
Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik
Goethe-Universität Frankfurt
Norbert-Wollheim-Platz 1
60629 Frankfurt am Main

Weitere Informationen zum Forschungskolleg „Schreibszene Frankfurt“ gibt es auf unserer Homepage (www.schreibszene.uni-frankfurt.de) sowie auf facebook (www.facebook.com/schreibszene).

via H-Germanistik

 

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Promotionsstipendien: „Theorie der Balance“ (Tübingen)

An der Eberhard Karls-Universität Tübingen ist ein neuer Promotionsverbund zur „Theorie der Balance“ bewilligt worden, der von Prof. Eckart Goebel (Komparatistik), Prof. Ernst Seidl (Kunstgeschichte) und Prof. Guido Zurstiege (Medienwissenschaft) betreut wird. Aktuell sind für diesen Verbund 4 Stipendien zur Promotion ausgeschrieben.

Modelle des Ausgleichens und Balancierens, aber auch die Artikulation einer tiefsitzenden Angst vor dem Verlust des Gleichgewichts zählen von der Antike bis in die Gegenwart zu Basiselementen kultureller Erfahrung und deren Reflexion. Das von der thebanischen Sphinx gestellte Rätsel über das Tier, das auf vier, auf zwei und zuletzt auf drei Beinen geht, kann auch als bündige Parabel über Gewinn und Verlust menschlichen Gleichgewichts gelten.

Mehr Infos: http://www.germ.uni-tuebingen.de/abteilungen/neuere-deutsche-literatur/mitarbeitende/prof-dr-eckart-goebel/forschung-projekte/projekte/promotionsverbund-theorie-der-balance.html

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