Jahrestagung: „Kleist und Schiller: Auftritt der Moderne“, Berlin (15.-17.11.2018)

Kleist und Schiller: Auftritt der Moderne | Berlin

Datum der Veranstaltung: 15.-17. November 2018


Internationale Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft (in Kooperation mit der Deutschen Schiller-Gesellschaft und der Freien Universität Berlin), 15.-17.11.2018 in Berlin
Kleist und Schiller: Auftritt der Moderne

Kleist und Schiller waren nicht nur Zeitgenossen, Schiller war für Kleist als Dramatiker wahrscheinlich das wichtigste Vorbild und Rivale zugleich. Dennoch gibt es bis heute keine systematische Untersuchung, die sich der spezifischen Konstellation der beiden Autoren vergleichend widmet. Obwohl es immer wieder Hinweise auf einzelne Schiller-Bezüge oder -Zitate in der Kleist-Forschung gibt, sind die vielfältigen Beziehungen zwischen Kleist und Schiller noch weitgehend unentdeckt. Dieser Befund soll daher selbst Gegenstand der Tagung sein. Ihr Zentrum bildet ein doppeltes Anliegen: Sie fragt 1. nach der zeitgenössischen Konstellation der Autoren Kleist und Schiller um 1800 und 2. nach der literaturhistorischen Konstellation der beiden Autoren von 1900 bis heute – beide sind auf spezifische Weise an den ‚Auftritt der Moderne‘ gebunden, die Auswirkungen bis in die aktuelle Gegenwart hat.
Tagungsprogramm
Donnerstag, 15.11.2018 (Deutsches Theater, Schumannstraße 13, 10117 Berlin-Mitte)

16 h Konstituierendes Treffen: Kleist-Nachwuchs-Netzwerk (Kantine im DT); Interessierte junge KleistforscherInnen sind herzlich willkommen! (Weitere Informationen siehe unten)

19.00 h Lesung von Kleist- und Schiller-Texten durch SchauspielerInnen des DT; anschließend Gespräch

Freitag, 16.11.2018 (Freie Universität Berlin, Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin-Dahlem)

9.15 h Begrüßung: Prof. Dr. Günter Blamberger; Einführung: Prof. Dr. Anne Fleig
9.30 h Prof. Dr. Claudia Benthien (Hamburg): Schiller und Kleist – Rivalität und Dialogizität im Drama der ‚deutschen Klassik’

I.    Komödie und Tragödie – Zur Gattungsdiskussion um 1800

10.15 h Prof. Dr. Christian Moser (Bonn): „Der echte Genius des Dramas (…) in seiner rohen scythischen Pracht“: Kleists Auseinandersetzung mit Schillers Räubern
11.00 -11.30 h: Kaffeepause
11.30 h Prof. Dr. Dorothea von Mücke (New York): Republic/Nation First – Schillers Die Verschwörung des Fiesco zu Genua und Kleists Hermannschlacht
12.15 h Prof. Dr. Volker C. Dörr (Düsseldorf): Über Grenzen. Kleists Dramatik im Dialog mit Schillers (Pathetisch-) Erhabenem

II.    Theatralität der Macht/Auftritt der Moderne

14.30 h Prof. Dr. Juliane Vogel (Konstanz): Szenarien des Auftritts bei Schiller und Kleist
15.15 h Dr. Charlotte Kurbjuhn (HU Berlin): Der Auftritt des Rächers: Figurationen der Moderne bei Schiller und Kleist
16.00-16.30 h: Kaffeepause
16.30 h Dr. Antonia Eder (Karlsruhe): AMADEA moderna: Von Götterliebe und Frauenkörpern. Macht als Deutungshoheit in Amphitryon und Die Jungfrau von Orléans

18.00 h Kleist-Salon (Moderation: Gabriele Gelinek)
Ludwig Kaschke (Hamburg): „Über die Lust und Furcht sich Kleist zu nähern.“ Dramatikunterricht an einer Schauspielschule
Burkhart Wolter (Hamburg): Funde am und zum Kleistgrab

Samstag, 17.11.2018 (Freie Universität Berlin)

III.    Ästhetik, Rhetorik, Stil

9.30 h Prof. Dr. Peter-André Alt (FU Berlin): Doppelte Paratexte. Zur Funktion impliziter und expliziter Bühnenanweisungen in Schillers und Kleists Dramen
10.15 h Prof. Dr. Jürgen Brokoff (FU Berlin): Befreiung, Erhebung, Gewalt. Verschiebungen des Politischen zwischen Schillers „Wilhelm Tell“ und Kleists „Die Herrmannsschlacht“
11.00 -11.30 h: Kaffeepause
11.30 h Dr. Astrid Dröse (Tübingen): Kleists Journalpoetik: Die Horen als Modell des Phöbus

IV.    Kleist und Schiller um 1900 – Zur Diskussion um die Moderne

13.15 h Dr. Anna-Lena Scholz (Hamburg): Heroismus, Männlichkeit und Nation: Zur Rezeption von Kleist und Schiller um 1900
14.00 h Dr. Sophie Witt (Zürich): Zur Frage der Modernität: Theatrale Anthropologien bei Schiller, Kleist und Döblin


Weitere Informationen: H-Germanistik

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