Symposium: „Ästhetik der Skalierung“, Essen (08.-09.06.2017)

Ästhetik der Skalierung | Folkwang Universität der Künste, Campus Zollverein, SANAA-Gebäude,  Essen

Datum der Veranstaltung: 08.-09. Juni 2017

Ästhetik der Skalierung
Symposium

Organisiert von
Carlos Spoerhase (Universität Bielefeld)
Steffen Siegel (Folkwang Universität der Künste)
Nikolaus Wegmann (Princeton University)

Folkwang Universität der Künste, Essen
Campus Zollverein, SANAA-Gebäude
Gelsenkirchener Straße 209
Eine Ästhetik der Skalierung interessiert sich für den Raum zwischen ‚minimal‘ und ‚maximal‘: Hier öffnet sich ein ganzes Spektrum von Ausdrucks- und Erfahrungsmöglichkeiten sowie Gestaltungs- und Analyse-Modellen. Zwischen close und distant reading, kleiner Form und großem Format, little magazine und maximalist novel, sound bite und long read, mithin zwischen Miniaturisiertem und Monumentalem soll die Tagung ein noch nicht vermessener Feld von Ästhetiken der Kompression und der Amplifikation untersuchen. Nimmt man ‚Skalierung‘ im Sinne einer stufenweise, dem Modell der Leiter folgenden Einteilung wörtlich, schließen sich hierbei Fragen nach der Navigation dieses Spektrums an. Einerlei ob an Text, Bild, Objekt, Ton oder Vorführung gebunden, lassen sich von hier aus die je spezifischen Ästhetiken der verschiedenen Künste als dynamische Prozesse fassen, deren Entfaltung in Raum und Zeit unter dem Gesichtspunkt gradueller Quantifizierung in den Blick genommen werden sollte.

Auf je spezifische Weise spielen Fragen der Skalierung eine entscheidende Rolle in Literatur, Musik und Design, den bildenden sowie den darstellenden Künsten. Der Fokus der Beiträge wird hierbei auf Fragen ästhetischer Gestaltung seit der Moderne und bis in unsere eigene Gegenwart liegen. Zur Sprache kommt hierbei unter anderem die Kunst auf Flughäfen, die Skalierung von Modellen in der Architektur, die Bedeutung von Größe und Länge in Werken Richard Wagners, das Phänomen der Miniaturisierung in der zeitgenössischen Popkultur, die maximalistischen Romanpoetiken der Jahrtausendwende, die politischen Kommunikation zwischen großer Rede und Twitter-Nachricht sowie monumentale Filmbilder im öffentlichen Raum.
Donnerstag, 8. Juni 2017

9.30    Andreas Jacob: Grußwort

9.45–10.15    Carlos Spoerhase, Steffen Siegel, Nikolaus Wegmann: Einleitung

10.15–11.00    Jens-Christian Rabe (München): Schnipseljagd

11.30–12.15    Marcus Willand & Nils Reiter (Stuttgart): Scalable Reading

12.15–13.00    Isa Wortelkamp (Leipzig): Close Reading: Bewegung im/als Bild

14.30–15.15    Nicola Glaubitz (Frankfurt am Main): Eigenzeit und Lesezeit

15.15–16.00    Gesa zur Nieden (Mainz): Zwar kein Riesenschnauzer, aber dennoch auf der Bühne. Wagner-Welten heute

16.30–17.15    Marc Ries (Offenbach): (Kon)Figurationen der Schrift im öffentlichen Raum. Jenny Holzers „infame“ Kunst der Skalierung

17.15–18.00     Claudia Tittel (Weimar): Inszenierung von Aufmerksamkeit. Monumentale Filmbilder im öffentlichen Raum

18.00–18.45    Christian Demand (Berlin): Mit dem Auge Gottes: Skalierung als Entwirklichung
Freitag, 9. Juni 2017

10.00–10.45    Jan von Brevern (Berlin): Art at the Airport

10.45–11.30    Lilian Haberer (Köln): Rewind | Downscale. Künstlerische Verfahren zum ,armen Bild‘

12.00–12.45    Stefan Schulz (Frankfurt am Main): Wie lässt sich der Politik die Debatte austreiben?

12.45–13.30    Heinrich Geiselberger (Berlin): Subjektive Mosaike

via H-Germanistik

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