Ausschreibung: 2 DAAD-Promotionsstipendien/doctoral scholarships, DFG-Graduiertenkolleg Privatheit und Digitalisierung (Bewerbungsschluss: 18.06.2017)

Das interdisziplinäre und interfakultäre DFG-Graduiertenkolleg 1681 „Privatheit und Digitalisierung“ ist an der Philosophischen und an der Juristischen Fakultät der Universität Passau verankert und vergibt in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) ab dem 01. April 2018:

2 Promotionsstipendien für ausländische Doktorandinnen und Doktoranden (monatliche Stipendienrate von 1.000 Euro)

Das DAAD-Promotionsstipendium umfasst dabei eine bis zu dreijährige, im Falle von Doktorandinnen und Doktoranden aus Entwicklungs- und Schwellenländern auch bis zu vierjährige Förderung durch den DAAD. Die von dem DAAD vergebenen Stipendien umfassen neben der monatlichen Stipendienrate in Höhe von 1.000 Euro eine länderabhängige Reisekostenpauschale, eine kombinierte Kranken-, Unfall-, und Haftpflichtversicherung sowie Studien- und Forschungsbeihilfen.

Nach einer durch das Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ getroffenen Vorauswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber trifft der DAAD in einem zweiten Verfahrensschritt die endgültige Auswahl. Genauere Informationen zum Fortgang des Verfahrens erhalten die durch das Graduiertenkolleg nominierten Bewerberinnen und Bewerber.

Über das Kolleg und seine Forschung

Das Graduiertenkolleg widmet sich den privatheitsspezifischen Aspekten der Digitalisierung und greift damit ein Thema von hoher Aktualität und politischer Relevanz, gesellschaftlicher Brisanz und einer herausragenden wissenschaftlichen Bedeutung auf. Ziel des Graduiertenkollegs ist es, den Stellenwert des Privaten unter den Bedingungen von Digitalisierung und zunehmender informationeller Fremdbestimmung zu bemessen und die vorhandenen Privatheitskonzepte auf den Prüfstand zu stellen. Dies geschieht in den drei Arbeitsfeldern „Digitalität“, „Überwachung und Kontrolle“ sowie “Selbstbestimmung und Verantwortung“.

Beteiligte Fachgebiete, in denen eine Promotionsmöglichkeit besteht, sind an der Philosophischen Fakultät: Literatur- und Medienwissenschaft, Sprachwissenschaft, Anglistik, Amerikanistik, Slavistik, Allgemeine und angewandte Ethik, Politische Philosophie sowie Allgemeine Pädagogik.

Bei thematischer Eignung besteht weiterhin die Möglichkeit zur Promotion an der Juristischen Fakultät, insbesondere in den Bereichen Medien- und Informationsrecht, Sicherheitsrecht und Internetrecht sowie Datenschutzrecht und Rechtstheorie.

Bewerbungen aus anderen Fachgebieten sind willkommen, sofern sie innerhalb des Kollegs betreut werden können (Informationen über die beteiligten Lehrstühle können Sie der Webseite des Graduiertenkollegs entnehmen).

Im Rahmen einer strukturierten Graduiertenausbildung vermittelt das Kolleg sowohl Kernkompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens, inhaltliche Fachkompetenz, die Fähigkeit interdisziplinär zu arbeiten als auch Kompetenzen, die die Kollegiatinnen und Kollegiaten über Fach-/Berufsfeldgrenzen hinaus wettbewerbsfähig machen und ihre persönliche Entwicklung zur Wahrnehmung von Führungsaufgaben unterstützen.

Voraussetzungen für die Bewerbung

Das Kolleg ist als strukturierte Graduiertenausbildung für deutsche wie internationale Graduierte konzipiert, die sich in einem Auswahlverfahren durch ihr fachliches Profil und ein herausragendes, interdisziplinär anschlussfähiges und im zeitlichen Rahmen der Förderung realisierbares Forschungskonzept auszeichnen, welches exzellente Forschungsergebnisse verspricht.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ein überdurchschnittlicher wissenschaftlicher Abschluss, der zur Promotion berechtigt (die Promotionsordnungen der Philosophischen und der Juristischen Fakultät der Universität Passau finden Sie unter http://www.uni-passau.de/561.html). Während ihres Studiums haben die Bewerberinnen und Bewerber in überdurchschnittlichem Maße einschlägige Fach- und Methodenkenntnisse auf ihrem Gebiet erworben, die sie dazu befähigen, ein eigenes Forschungsprojekt erfolgreich abzuschließen.

Über die fachliche Qualifikation hinaus verlangt ein eigenes Forschungsprojekt auch Leistungsbereitschaft, Konfliktfähigkeit, Selbstmanagement, strategisches Denken und Handeln, Selbstmotivation, kommunikative Kompetenz und Kooperationswillen.

Zum Zeitpunkt der Nominierung durch das Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ dürfen sich die Bewerberinnen und Bewerber noch nicht länger als fünfzehn Monate in Deutschland aufhalten.

Bewerbungsunterlagen

  • Ausgefülltes Bewerbungsformular (siehe Website des Graduiertenkollegs)
  • Nachweis des Hochschulabschlusses, welcher nicht länger als sechs Jahre zurückliegen darf (ggf. in beglaubigter Übersetzung)
  • Lebenslauf mit detaillierter Darstellung des wissenschaftlichen Werdegangs
  • Bewerbungsschreiben, welches die persönliche Eignung für das Forschungs- und Ausbildungsprogramm dokumentiert und das darlegt, wie sich die Bewerberin/der Bewerber in das Kolleg einbringen will (Motivationsschreiben)
  • Ein vertrauliches Gutachten einer/eines Hochschullehrenden, das über die fachliche und methodische Kompetenz sowie das wissenschaftliche Potential der Bewerberin bzw. des Bewerbers Auskunft gibt (kann auch direkt an uns geschickt werden)
  • Darstellung des Dissertationsvorhabens (Exposé) von ca. 5 bis 10 Seiten mit fachlich begründeter Angabe eines möglichen Betreuers bzw. einer Betreuerin aus dem Kreis der Beteiligten (siehe Website des Graduiertenkollegs), welches das geplante Vorhaben im Kolleg verortet und kontextualisiert
  • Für Bewerberinnen und Bewerber ausländischer Universitäten wird das Äquivalent des jeweils entsprechenden deutschen Abschlusses und der Nachweis von Deutschkenntnissen der Stufe DSH 1/TestDaF 3 oder Äquivalent verlangt.
  • Zum Zeitpunkt der Nominierung durch das Graduiertenkolleg „Privatheit und Digitalisierung“ dürfen sich die Bewerber noch nicht länger als 15 Monate in Deutschland aufhalten.

Die Universität Passau hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in der Wissenschaft zu erhöhen sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Hochschulbereich zu verbessern und eine nachhaltige familienbewusste Kultur zu pflegen. Sie fordert daher Frauen sowie Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern nachdrücklich zur Bewerbung auf. Schwerbehinderte werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 18. Juni 2017 (Poststempel) per Post an:

Prof. Dr. Hans Krah
Universität Passau
DFG-Graduiertenkolleg 1681 „Privatheit“
Innstr. 25
94032 Passau

Sie können sich auch per E-Mail (privatheit@uni-passau.de) bewerben. Ihre elektronische Bewerbung (nur eine Datei im PDF-Format) muss genauso aussagekräftig und professionell gestaltet sein wie eine Bewerbung in Papierform.

Weitere Informationen können Sie der Website des Graduiertenkollegs unter http://www.privatheit.uni-passau.de entnehmen.

Bei Fragen zum Kolleg oder zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an:

Kilian Hauptmann
Universität Passau
Nikolastr. 12
94032 Passau
Telefon: +49 851 509 – 2372
E-Mail: Kilian.Hauptmann@uni-passau.de

via H-Germanistik (Hier finden Sie auch eine englische Version der Ausschreibung)

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