CfP: „Stile des 21. Jahrhunderts / The Styles of the 21st Century“, Zürich (31.05.2017)

Call for Papers für den Workshop „Stile des 21. Jahrhunderts / The Styles of the 21st Century“ | Zürich

Deadline Abstract: 31. Mai 2017 | Annahmebestätigung: Juni 2017
Datum der Veranstaltung: 12.-14. September 2017

Stile des 21. Jahrhunderts

Praktiken – Probleme – Perspektiven

12.-14.9.2017, Zürich

Was ist Stil – dass man seinen eigenen finden, einen fremden parodieren oder übernehmen kann, überhaupt: dass man ihn ‚hat’ oder eben nicht? „La question du style,“, schreibt Jacques Derrida in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts in seiner Nietzsche-Studie Éperons, „c’est toujours l’examen, le pesant d’un objet pointu.“ Wie aber steht es um den Stil: heute, da sich seine Konzeptualisierung nicht mehr – wie die psychoanalytisch geschulte Lektüre Derridas – auf die Etymologie des Ausdrucks verlassen kann, vielmehr gänzlich neuartigen Wechselwirkungen und -bedingungen von Leiblichkeit, Schreibmaterialien und (digitalem) Output Rechnung tragen muss? Haben Literatur und Philosophie im 21. Jahrhundert ‚eigene’ Stile und, wenn ja, in welchem – affirmativen? nostalgischen? protestierenden? – Verhältnis stehen sie zu ihren Vorgängern? Zwingen sie gar, die Frage nach dem Stil nicht nur aufs Neue, sondern auf grundsätzlich neuartige Weise zu stellen, Verwendungen des Begriffs zu erproben schlechterdings jenseits jener der literaturwissenschaftlichen Tradition mit ihren ‚Epochen’- und ‚Individualstilen’, ‚Stilstudien’ und -‚kritiken’? Vierzig Jahre nach Derrida scheint es lohnenswert, die Gegenstände unserer textwissenschaftlichen Beschäftigung wieder der Prüfung der Frage nach dem Stil zu unterziehen. Denn noch heute drängt uns sein Gewicht, auch wenn es sich nicht mehr um einen spitzen Gegenstand handelt, den ‚style‘ auf – und sei es bloß im Vorwurf der Stillosigkeit.

Der dreitägige internationale Workshop lädt (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen ein, auf der Grundlage 30minütiger Vorträge + Diskussion über das Problem des Stils im 21. Jahrhundert nachzudenken; die Teilnahme von Forschenden auf Doktoratsstufe ist ausdrücklich erwünscht. Willkommen sind insbes. ‚Fallstudien’ zu konkreten AutorInnen bzw. Schreibpraktiken. In gleichem Maß wie (a) Literaturen im engeren Sinne sollen auch (b) philosophisch-theoretische Schreibprojekte und (c) Poetiken an der Schwelle zu den anderen Künsten diskutiert werden. Der Workshop wird zweisprachig (Deutsch, Englisch) durchgeführt und in einen Sammelband münden.

Abstracts (300-400 Wörter) sowie eine kurze Bio-Bibliographie sind einzureichen bis zum 31.05.2017 an fabian.schwitter@uzh.ch und philippe.haensler@uzh.ch. Die Benachrichtigung über Annahme / Ablehnung erfolgt Juni 2017. Reise- und Übernachtungskosten werden voraussichtlich von der Universität Zürich übernommen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

via H-Germanistik (Hier finden Sie auch eine englische Version des CfP)

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