Netzwerk „Lyrikologie. Konturen eines Forschungsfeldes“

An der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat im Oktober das DFG-geförderte Netzwerk Lyrikologie. Konturen eines Forschungsfeldes seine Arbeit aufgenommen.

Das Netzwerk hat zum Ziel, den Arbeitsbereich Lyrikforschung schärfer als bisher zu konturieren und auf diese Weise ein klar umrissenes Forschungsfeld Lyrikologie zu etablieren. Die Teilnehmer gehen dabei von der Annahme aus, dass es möglich ist, eine systematische Gattungstheorie der Lyrik zu entwickeln. Analog zu den Teilbereichen der allgemeinen Literaturwissenschaft, die sich der Erforschung von erzählenden und dramatischen Texten widmen – der Narratologie und der Dramen- bzw. Theatertheorie – soll die Netzwerkarbeit dazu beitragen, die systematische Erschließung der dritten Großgattung der Literatur stärker in den Fokus der Literaturwissenschaft zu rücken.

In insgesamt sechs Arbeitstreffen werden über einen Zeitraum von drei Jahren (10/2016 bis 09/2019) zentrale Arbeitsgebiete einer solchen Lyrikologie abgesteckt:

1. Typische Merkmale der Lyrik

2. Funktionen der Lyrik

3. Lyrische Zeitkonzepte

4. mündliche/ schriftliche Formatierung von Lyrik

5. Methoden der Lyrikanalyse

6. Lyrik und Raum

Die zehn Mitglieder und zwölf Gäste des Netzwerks entstammen verschiedenen Philologien (Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik, Linguistik, Literarisches Schreiben, Philosophie, Romanistik). Die Organisationsform Netzwerk ermöglicht es, die Forschungsinteressen dieser verschiedenen Fächer zusammenzuführen, zu koordinieren und für die allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft fruchtbar zu machen. Gefördert wird das Netzwerk von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die einzelnen Arbeitstreffen finden in Freiburg (Schweiz), Jena und Wuppertal statt. Initiiert wurde das Netzwerk von Claudia Hillebrandt (Jena), Sonja Klimek, Ralph Müller (beide Freiburg) und Rüdiger Zymner (Wuppertal). Das Netzwerk kooperiert mit dem International Network for the Study of Lyric (www.lyricology.org), dem von Rudolf Brandmayer geleiteten Projekt „Lyriktheorie“ an der Universität Duisburg-Essen (https://www.uni-due.de/lyriktheorie/) und dem von Henrieke Stahl an der Universität Trier geleiteten DFG-Projekt „Typologie des Subjekts in der russischen Gegenwartsdichtung 1990-2010“ (https://www.uni-trier.de/index.php?id=57615).

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Netzwerks.

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