Interdisziplinäre Tagung „Topografische Leerstellen – Ästhetisierungen verschwindender und verschwundener Dörfer und Landschaften in Literaturen, Filmen und Künsten“, Halle (08.-10.12.2016)

Interdisziplinäre Tagung „Topografische Leerstellen – Ästhetisierungen verschwindender und verschwundener Dörfer und Landschaften in Literaturen, Filmen und Künsten“ | Steintor-Campus, Hörsaal V, Ludwig-Wucherer-Straße 2, 06108 Halle

Datum der Veranstaltung: 8.-10. Dezember 2016 | Anmeldefrist: (T)T. Monat JJJJ

Donnerstag, 8.12.

15.30
Willkommen und Einführung
Martin Ehrler / Marc Weiland (Halle)

16.00
Karl H. Schneider (Hannover):
Historische Leerstellen. Anmerkungen zum Thema aus historischer Perspektive

16.20 Diskussion

16.40 kleine Pause

17.00
Marcus Twellmann (Konstanz):
Von Auburn nach Verna: Sterbende und blühende Dörfer in der anglo-amerikanischen Literatur des 18. Jahrhunderts

17.20
Daniel Natorp (Würzburg):
„… sie werden sich einfach aufhalten wollen an einem Ort, an dem sie die Welt hinter sich haben und voraus nichts mehr als Leere.“ – W. G. Sebalds Die Ringe des Saturn und die Semantiken der Peripherie

17.40 Diskussion

18.00
Henrik Wehmeier (Hamburg):
Das filmische Off als markierte Leerstelle. Audiovisuelle Inszenierungsstrategien einer anwesenden Abwesenheit anhand des Filmes Nachthelle (D 2015)

18.20
Oliver-Pierre Rudolph (Halle):
Verschwundene Dörfer und Landschaften im Film. Ein Überblick und ein Versuch der Typologisierung anhand von ausgewählten Beispielen

18.40 Diskussion

21.00
Land am Wasser
Filmvorführung und anschl. Gespräch mit Produzent Thomas Jeschner und der Soziologin Claudia Neu (Göttingen)
Puschkino, Kardinal-Albrecht-Str. 6

Freitag, 9.12.

10.00
Sabine Gruber (Tübingen):
„Dieses Dorf schwand von der Erde hinweg, ohne daß man zu sagen weiß, wie?“ Verschwundene Dörfer und das Unheimliche

10.20
Julia Kölling (Konstanz):
Zwischen Stasis und Dispersion. Herta Müllers Dorfwelten am Rande des Verschwindens

10.40 Diskussion

11.00
Solveig Nitzke (Wien):
Zurück zur Natur – Erfindung und Verschwinden der „Waldheimat“

11.20
Peter Braun (Jena):
Imaginationen des Verlorenen im Werk von Gary Snyder

11.40 Diskussion

12.00 Mittagspause

13.40
Anne Kersten (Offenbach):
Gestern. Heute. Morgen. Landwirtschaft in der Gegenwartskunst

14.00
Lutz Hengst (Berlin):
Armutszeugnisse für die Erinnerungskultur! Strategien ästhetisch-poetischer Inwertsetzung peripheren Kulturerbes in der Kunst nach 1970

14.20 Diskussion

14.40
Janwillem Dubil (Kiel):
Die komische Dimension der verschwindenden Siedlung im franko-begischen Comic

15.00
Ömer Alkin (Düsseldorf):
Die visuelle Konstruktion des Dorfverschwindens in Yavuz Turguls Eskiya (1996)

15.20 Diskussion

15.40 kleine Pause

16.00
Philipp Nordmeyer (Hannover):
Schaufenster. Wie Filmaufnahmen den dörflichen Kontext formen

16.20
Dirk Thomaschke (Oldenburg):
„Geschichte ins Dorf schreiben“ – Strukturwandel, Dorfgemeinschaft und Raum in Ortschroniken und Heimatbüchern der Bundesrepublik Deutschland

16.40 Diskussion

17.00
Maria Frölich-Kulik (Weimar):
Netzraumtopografie – Ärchitektonische Leerstellen im Landschaftsgeschehen

17.20
Dorothea Hokema (Berlin):
„Landschaft“ verschwindet – was bleibt?

17.40 Diskussion

18.00 kleine Pause

18.30
Olaf Kühne (Tübingen):
Landschaftsästhetik – Landschaftsentwicklung. Historische Aspekte und aktuelle Herausforderungen

Samstag, 10.12.

9.00
Magalie Nieradka-Steiner (Heidelberg)
Das entschwundene Land. Topografien bei Astrid Lindgren

9.20
Rina Schmeller (Berlin):
Verlusterfahrung und erzählerische Erinnerungsarbeit in Gerhard Meiers Ballade vom Schneien

9.40 Diskussion

10.00
Daniel Neumann (Berlin):
Der Mann mit der DV-Kamera. Wang Bing filmt zerfallende Lebenswelten

10.20
Sophie-Charlotte Opitz (Frankfurt/Main):
Wogen der Flut. Visualität und Materialität chronotopischer Transformationen und ihre erinnerungskulturelle Aufarbeitung in künstlerischer Kriegsfotografie

10.40 Diskussion

11.00 kleine Pause

11.20
Mario Huber (Graz):
„Hat Charakter das Dorf, ich meine, trotz des ganzen Verfalls.“ – Die Wende als Verwandlung in Patrick Hofmanns Roman Die letzte Sau

11.40
Michael Ostheimer (Chemnitz):
Vom utopischen zum memorialen Chronotopos. Verschwundene Dörfer in der DDR- und Post-DDR-Literatur

12.00 Diskussion

12.20 Abschlussdiskussion
Werner Nell (Halle):
Verschwinden und Erscheinen. Zwei Weisen der imaginären Rekonstruktion des Dörflichen in Literatur und Film

Weitere Infos unter: www.dorfatlas.uni-halle.de

gefördert von der Volkswagenstiftung

via H-Germanistik

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