Ringvorlesung „Literarische Traditionsentwürfe von der Antike bis zur Moderne“, Heidelberg (03.11.2016 –09.02.2017)

Ringvorlesung „Literarische Traditionsentwürfe von der Antike bis zur Moderne“ | Universität Heidelberg, Hörsaal I (Neue Universität)

Datum der Veranstaltung: 3. November 2016 bis 9. Februar 2017 | Termin: donnerstags, 18:15 Uhr

Das im Sommer 2016 an der Universität Heidelberg neu eingerichtete Promotionskolleg »Was ist Tradition? Zu Genese, Dynamik und Kritik von Überlieferungskonzepten in den westeuropäischen Literaturen« richtet im Wintersemester 2016/17 eine Ringvorlesung zum Thema »Literarische Traditionsentwürfe von der Antike bis zur Moderne« aus. Die am Kolleg beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie renommierte Gastreferenten gehen in insgesamt 12 Vorträgen der Frage nach, wie Traditionen in der Literaturgeschichte erfunden, konstruiert, aufgegriffen, etabliert und kritisiert werden. Die Vorträge befassen sich mit unterschiedlichen Formen von Traditionsverhalten und untersuchen die politischen Implikationen des Traditionskonzepts sowie dessen Auswirkungen auf die Theorie der Literaturgeschichte. Das Spektrum der Fallstudien, an Hand derer die Fragestellungen erörtert werden, reicht von Vergils Eklogen bis zur Rezeptionsgeschichte der Aeneis in Lateinamerika; von Gottfried von Straßburgs Tristanroman bis zu Hugo von Hofmannsthals literarischer Auseinandersetzung mit Johann Wolfgang von Goethe.
Die Vorträge finden ab dem 3. November jeweils donnerstags um 18:15 Uhr in Hörsaal 1 der Neuen Universität, Grabengasse 3-5, 69117 Heidelberg statt.
Die Vortragsreihe schließt am 9. Februar mit einem Festvortrag von Karl Heinz Bohrer (Universität Bielefeld/Universität Standford) über »Kanon und Innovation: Moderne als Mythologie« und einem feierlichen Umtrunk zur Eröffnung des Promotionskollegs.

Das Promotionskolleg »Was ist Tradition?« der Neuphilologischen und der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg wird finanziert aus Mitteln der Landesgraduiertenförderung, Sprecher: Prof. Dr. Dirk Werle, Universität Heidelberg, Germanistisches Seminar

Programm:

Donnerstag, 03.11.2016, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Dirk Werle (Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg):
Einführung: Was ist Tradition?

Donnerstag, 10.11.2016, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Gerhard Poppenberg (Romanisches Seminar, Universität Heidelberg):
Überlegungen zur Toposforschung am Beispiel von Schiff und Seefahrt

Donnerstag, 17.11.2016, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Bernhard Teuber (Institut für Romanische Philologie, Ludwig-Maximilians-Universität München):
Paradosis, traditio, ‚Verrat‘? – Heidnischer Liebesgott und Amortheologie in der mittelalterlichen Dichtung der Romania

Donnerstag, 24.11.2016, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Barbara Beßlich (Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg):
„Alles, was nicht Tradition ist, ist Plagiat“? Zum Traditionsverhalten bei Hugo von Hofmannsthal

Donnerstag, 01.12.2016, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Tobias Bulang (Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg):
Musen und Sirenen – Die Traditionen der Literatur und der Tristanroman Gottfrieds von Straßburg

Donnerstag, 08.12.2016, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Dr. Fernando Nina (Romanisches Seminar, Universität Heidelberg):
Reboot Tradition: Bild, Körper, Schrift und „verkehrte Welt“ in Waman Pumas Die neue Chronik und gute Regierung (1615)

Donnerstag, 15.12.2016, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Dirk Werle (Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg):
Traditionen epischer Versdichtung im deutschen Kulturraum des 17. Jahrhunderts

Donnerstag, 12.01.2017, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Jürgen Paul Schwindt (Seminar für Klassische Philologie, Universität Heidelberg):
Die entfesselte Tradition. Wie Silenos im Rausch die Moderne erfand (Verg., ecl. 6)

Donnerstag, 19.01.2017, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Robert Folger (Romanisches Seminar, Universität Heidelberg):
Die Aeneis in Lateinamerika (16.-19. Jahrhundert): Tradition als Ideologem und der europäische Kolonialismus

Donnerstag, 26.01.2017, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Prof. Dr. Dirk Niefanger (Department Germanistik und Komparatistik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg):
Traditionsverhalten bei Grimmelshausen

Donnerstag, 02.02.2017, 18:15 Uhr, Hörsaal 01 der Neuen Universität

Dr. Joséphine Jacquier (Seminar für Klassische Philologie, Universität Heidelberg):
Flüsse, Texte. Traditionsdynamiken in antiker und moderner Flussdichtung

Donnerstag, 09.02.2017, 18:15 Uhr, Aula der Neuen Universität

Prof. em. Dr. Karl Heinz Bohrer (Universität Bielefeld/Universität Stanford):
Kanon und Innovation: Moderne als Mythologie

Im Anschluss: Empfang zur feierlichen Eröffnung des LGF-Promotionskollegs »Was ist Tradition?«

via H-Germanistik

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