foucaultblog über Morettis „distant reading“ und die Diskursanalyse

„Alles oder gar nichts lesen? Foucault, Moretti und die Verheißungen des Algorithmus“ betitelt Maurice Erb seinen Beitrag im foucaultblog (2.4.2016):

Es ist die schiere Menge an Texten, die eine ambitionierte Literaturwissenschaft, welche die engen Grenzen kanonisierten Schriftguts überwinden will, in eine Krise stürzt. Eine Krise, in der aber für Franco Moretti vielmehr eine Chance zu sehen ist: die Chance für eine methodisch erneuerte Literaturwissenschaft oder eine neue Literaturwissenschaft, die das Paradigma der endlosen hermeneutischen Beschäftigung mit der überschaubaren Hinterlassenschaft einiger weniger Autoren aufgibt, um sich den bislang vernachlässigten Massen literarischer Produktion – oder gar der Weltliteratur – zuzuwenden. Die Frage, wie vorzugehen ist, damit diese neue Literaturwissenschaft nicht im Rekurs auf kleinteiligere Forschung einfach Tertiärliteratur produziert, sondern in direkter Auseinandersetzung mit den Primärtexten stattfinden kann, versucht Moretti mit der Innovation des (digitalen) distant reading zu beantworten. Was damit gemeint ist, soll anhand wesentlicher Aspekte nochmals kurz skizziert werden, um von da aus einen Vergleich mit dem Foucault’schen Unternehmen der Archäologie oder Diskursanalyse zu wagen und schließlich einige kritische Fragen aufzuwerfen, die sowohl prinzipielle Grundlagen wie auch die technische Umsetzbarkeit betreffen.

Zum vollständigen Beitrag gelangt man über diesen Link.

 

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