Veranstaltung: „Sprache und Wissen“ (8.-9.4.2016, Haus der Kulturen der Welt Berlin)

Sprache schafft Ordnung, zugleich lässt sie uns in nicht-existierende Welten vordringen: Während sie in den Wissenschaften als Beglaubigungsinstrument dient, befeuert sie in der Literatur eine Vorstellungskraft, die alle Tatsachen hinter sich lassen kann. In welchen ästhetischen und poetischen, prosaischen und narrativen Formen vermag sich unser Denken auszudrücken? Lässt sich Wissenschaft in Literatur „übersetzen“? Welche Erzählformen bilden die Wissenschaften aus? Stehen die „Sprachen“ der Musik und der Kunst am Ende den Wissenschaften näher als der Literatur?

Zwei Tage mit Lesungen, Performances und Gesprächen gehen dem ästhetischen Reiz des Faktischen nach, verfolgen, wie Sprache als Mittel und Mittlerin von Selbst- und Welterkenntnis auftritt, wie sie reale wie imaginäre Dinge handhabbar werden lässt – und wie Sprache mitunter ihr eigenes Spiel treibt, nach undurchschaubaren Regeln.

Marcel Beyer

Mit Lilian-Astrid Geese, Wolfgang Heiniger, Ernst Kausen, Dagmara Kraus, Terézia Mora, Olaf Nicolai, Günter Orth, Hans-Jörg Rheinberger, Cord Riechelmann, Klaus Sander, Frank D. Steinheimer, Anke te Heesen, Graham F. Valentine, Hanns Zischler u. a. sowie einem Film von Nora Gomringer

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