Konf.: Leseverhältnisse. Theorien, Praktiken und Medien der Lektüre nach 1945

Leseverhältnisse. Theorien, Praktiken und Medien der Lektüre nach 1945
Internationale Arbeitstagung   22. – 24. Oktober 2015

Veranstaltet von Philipp Felsch (Humboldt-Universität zu Berlin), Harun Maye
(Bauhaus-Universität Weimar) und Nikolaus Wegmann (Princeton University)

Ort: Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Humboldt-Universität,
Geschwister-Scholl-Straße 3, 10117 Berlin

Tagungsprogramm als PDF

„1962 sagte Marshall McLuhan das Ende des Buchzeitalters und der mit ihm verbundenen Lektürepraktiken voraus. Im digitalen 21. Jahrhundert erscheint diese Prognose evidenter denn je. Der medientechnische Wandel und die „Krise des Kodex“, längst zentrale Motive der geisteswissenschaftlichen Selbstvergewisserung, haben traditionelle Routinen und verbindliche Ideale des Lesens überholt. Die Zukunft der Lektüre als Kulturtechnik scheint bestenfalls ungewiss. Stellt man indes von der gängigen apokalyptischen auf eine zeitgeschichtliche Perspektive um, ergibt sich ein anderer Befund. Mit dem Technikhistoriker David Edgerton könnte man geradezu von einem „Shock of the Old“ sprechen: Die Jahre, in denen McLuhan Bestsellerauflagen erzielte, sind eine Epoche des Lesens gewesen, die eine massive Proliferation, intensive Theoretisierung und politische Aufladung der Lektüre gezeitigt hat. Eine Verfallsgeschichte, wie sie kulturkritische und mediendarwinistische Narrative pflegen, scheint diesen Entwicklungen – gerade in ihrer Pluralität und Ungleichzeitigkeit – nicht angemessen. Stattdessen wollen wir die Medien, Praktiken und Theorien des Lesens, die die intellektuelle Kultur der westlichen Gesellschaften seit den 1950er Jahren prägen, in ihrem komplexen Wechselverhältnis untersuchen.“ …
[Weiterlesen auf der Konferenzwebsite ]

 

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