CfP: Übersetzung als Kulturtechnik

Vom 24. bis 30. August 2014 widmet sich die IFK_Akademie dem Leitthema „Übersetzung als Kulturtechnik“.(IFK ist das Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz.)

Der Begriff „kulturelle Übersetzung“ wurde ursprünglich in der Anthropologie geprägt, um zu beschreiben, was bei der Begegnung von Kulturen passiert. Inzwischen untersuchen verschiedene Fachdisziplinen Techniken der Übersetzung in ihrem eigenen Gebiet. „Wenn die Vergangenheit ein fremdes Land ist, dann ist selbst der einsprachigste Historiker ein Übersetzer“, bemerkte Peter Burke, als er die Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit untersuchte. Im Verstehen von Phänomenen der eigenen Kultur kann man den Transfer entdecken, der Praktiken anderer Menschen in unseren eigenen Erfahrungs- und Wortschatz verwandelt. Und da die Fachsprachen z. B. der Philosophie, Juristerei, Medizin, Physik, Genforschung oder zuweilen auch der Medienwissenschaft sich weit vom Alltagssprachgebrauch entfernt haben, bedarf es sachkundiger und sprachgewandter WissenschaftsjournalistInnen, um eine Verständigung über Fachgrenzen hinweg zu ermöglichen. In den einzelnen Sektionen der IFK_Akademie sollen NachwuchswissenschafterInnen fünf verschiedene Formen von Übersetzung untersuchen.

Das IFK richtet sich damit an NachwuchswissenschafterInnen und kulturwissenschaftlich versierte KünstlerInnen, die sich für das Problem der Übersetzung im engeren und im weiteren Sinn interessieren. Damit bietet das IFK 20 jungen WissenschafterInnen eine Plattform des Wissensaustauschs zwischen arrivierter und angehender Wissenschaft. Die Akademie findet in Maria Taferl (NÖ) statt. Das Stipendium beinhaltet Unterkunft, Verpflegung und Bereitstellung von Arbeitsunterlagen. Bewerbungen sind bis 21. März 2014 möglich.

Die vollständige Ausschreibung mit Informationen zu den verschiedenen Sektionen gibt es hier.

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