CfP: „Überlebende – Politik und Semantik eines Begriffs“

Das Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg veranstaltet in Kooperation mit dem Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und dem DAAD Walter Benjamin Gastlehrstuhl an der Humboldt-Universität zu Berlin im November eine Tagung zum Thema „Überlebende – Politik und Semantik eines Begriffs“. Dafür ist der Call for Papers jetzt online, Deadline dafür ist der 1.4.2014.

„Der Begriff „Überlebende“ umfasst in den Geistes- und Sozialwissenschaften heute eine Vielzahl von Bedeutungsebenen. Im deutschen Kontext werden unter Überlebenden vor allem Personen verstanden, die als Jüdinnen und Juden während der Jahre 1939-1945 die nationalsozialistische Vernichtungspolitik in Deutschland und im besetzten Europa überlebten. Menschen, denen es gelang, rechtzeitig ins Exil zu flüchten und die in der Emigration überlebten, werden als EmigrantInnen oder ExilantInnen bezeichnet, nicht aber als Überlebende. Die US-amerikanische Shoah Foundation verwendet ein weiter gefasstes Begriffsverständnis und bezeichnet alle für das Visual History Archive interviewten Jüdinnen und Juden, gleich welche Erfahrungen sie durchlebten, als Überlebende (survivors). Beides zeigt exemplarisch die Wirkungsmacht einer kollektiven Fremdzuschreibung des Überlebendenstatus. Anders als die bereits ausführlich diskutierten Kategorien Opfer und ZeugInnen, ist der Begriff Überlebende bisher noch nicht in diesem Umfang diskutiert worden.“ [Hier weiterlesen]

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