Konferenz: Lazarus – Kulturgeschichte einer Metapher

Die von Ursula Hennigfeld organisierte Konferenz mit dem Titel „Lazarus- Kulturgeschichte einer Metapher“ findet vom 5. bis 7. September 2013 im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück statt.

„Die Figur des von den Toten zurückgekehrten Lazarus begegnet uns im Neuen Testament, in Mythen und Legenden; sie ist ein beliebtes Motiv der Literatur. Die kulturwissenschaftlich angelegte Tagung soll zunächst eine Bestandsaufnahme jener heilsgeschichtlichen und literarischen Texte liefern, die sich mit der Figur des Lazarus beschäftigen, um auf diese Weise eine Kulturgeschichte der Lazarus-Figur zu konturieren. Dabei steht die Frage im Vordergrund, was Lazarus als Motiv und Metapher leistet, ob es sich sogar um einen Diskurs handelt, der kulturelles Wissen (z.B. über die Grenze von Leben und Tod) produziert. Darüber hinaus bieten sich auch Anknüpfungspunkte zu Medizin und Naturwissenschaften, die ebenfalls „Lazarus-Phänomene“ oder „Lazarus“-Effekte kennen. Dabei ist bemerkenswert, dass wissenschaftliche Fachtermini von einer christlichen Erzählung abgeleitet werden. Dieser Befund soll genutzt werden, um – gegen den allgemeinen Trend zunehmender Ausdifferenzierung und Spezialisierung der Wissenschaften – zu fragen, wie anhand der Lazarus-Phänomene in Geistes-, Naturwissenschaften und Medizin eine wechselseitige Verständigung und Diskussion über Wissensbestände und ihre Produktion sowie die Methoden der jeweiligen Disziplinen möglich ist.“

Mehr zum Inhalt der Tagung und das Programm sind in der Konferenzankündigung bei H|Soz|u|Kult zu finden.

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