Workshop: Allegorien des Liebens. Liebe ─ Lettern ─ Lesen (Mainz, 25./26.7.2013)

„Wer liebt, findet sich mit Erfahrungen, Affekten und Passionen konfrontiert, die über das mit den Begriffen der Sprache Sagbare hinausgehen. Wer liebt, muss (sich) also eine neue Sprache erfinden und die Welt seiner Liebe mit Bedeutung erfüllen. Der Liebesdiskurs verwendet, wo die Rede des Sagbaren und die Sprache der Begriffe versagen, an deren Stelle Tropen und Figuren, um sich zu artikulieren: Er ist Anders-Rede, Allegorie. So ist der privilegierte Ort der Liebe die Literatur. Wie können Liebes-Allegorien gelesen und wie können sie verstanden werden? Wie ist von etwas zu sprechen, das nur einer versteht und am eigenen Leib erfährt? Wie ist von etwas zu schreiben, das kaum in Worte zu fassen ist? Wie können Texte gedeutet werden, die als Allegorien des Liebens von der Liebe als Allegorie sprechen oder aber Liebe in eine Allegorie des Zusammenlebens verwandeln?“

Internationaler Workshop an der Universität Mainz (Kooperation des Romanischen Seminars der JGU Mainz und des Instituts für AVL der Goethe-Universität Frankfurt, 25./26.7.2013).

Veranstaltungsort: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, P 15 (Philosophicum, Welderweg 18)

PROGRAMM:

25. Juli 2013

15:00  Karin Peters/Caroline Sauter ─ Begrüßung
15:15  Gerhard Poppenberg (Heidelberg) ─ Platonische oder aristotelische Liebe. Don Quijote als Liebesroman und die Novela del curioso impertinente
16:15  Stefan Lorenzer (Frankfurt a.M.) ─ Kleist und die Sprache des Dritten
17:30  Manfred Schneider (Bochum) ─ Robespierres Schwanz oder polygyne Quadrillen: Charles Fouriers Nouveau monde amoureux

26. Juli 2013

09:30  Stephan Leopold (Mainz) ─ Rousseau und/nach de Man
10:30  Karin Peters (Mainz) ─ Die andere Allegorie. Sprechender und opaker Affekt in der Bukolik der Frühen Neuzeit
11:45 Ilit Ferber (Tel Aviv) ─ Love, Pain, and Storytelling in Benjamin’s Berliner Kindheit
14:00  Caroline Sauter (Frankfurt a.M.) ─ Fou-lologie. Albert Cohens Belle du Seigneur und Vladimir Nabokovs Lolita
15:00  Christian Metz (Frankfurt a.M.) ─ Im Schatten des Erscheinens. Marlene Streeruwitz‘ Semiologie der Liebe
16:00 Abschlussdiskussion

Kontakt und Organisation:
Dr. Karin Peters, Romanisches Seminar JGU (peterska@uni-mainz.de)
Dr. des. Caroline Sauter, Institut für AVL, Goethe-Universität Frankfurt (sauter@lingua.uni-frankfurt.de)

Den Programm-Flyer gibt es hier zum Download.

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